Michelin-Sterne in Holland: 110 Restaurants ausgezeichnet

| Gastronomie Gastronomie

Die Niederlande verzeichnen einen neuen gastronomischen Rekord: insgesamt 110 Restaurants schmücken sich 2019 in dem kleinen Land mit mindestens einem Michelin-Stern. Mit einer Rekordzahl von 22 Sternen, verteilt auf 19 Restaurants, ist die Hauptstadt Amsterdam wieder Spitzenreiter bei der begehrten Auszeichnung. Rotterdam belegt den zweiten Platz mit elf Sternen bei insgesamt acht Restaurants. Dies wurde jetzt bei der offiziellen Verleihung der Michelin-Sterne für die Niederlande in Amsterdam bekanntgegeben. Michelin selbst spricht von einer außergewöhnlichen Situation und lobt die Niederlande für die Stabilität in der Gastronomie.

Wie in Amsterdam bekanntgegeben wurde, tragen nun 89 der insgesamt 110 Sterne-Restaurants in den Niederlanden einen Michelin-Stern. Die Restaurants „Sabero“ in Roermond (Limburg) und „Pure C“ in Cadzand (Zeeland) rücken in die Zwei-Sterne-Kategorie auf. Damit gibt es nun 18 niederländische Zwei-Sterne-Häuser. Die Zahl der Drei-Sterne-Häuser bleibt mit 3 unverändert. Zu den Dreisterne-Restaurants zählen weiterhin „De Leest“ in Vaassen von Chefkoch Jacob Jan Boerma (Gelderland), „De Librije“ in Zwolle unter der Leitung von Jonnie Boer (Provinz Overijssel) und das Inter Scaldes in Kruiningen (Zeeland), wo Jannis Brevet als Küchenchef wirkt.

2 neue Zwei-Sterne-Restaurants

Die Neulinge im Zweisterne-Bereich sind die Restaurants „Sabero“ aus Roermond und „Pure C“ aus Cadzand. In diesem Frühjahr erst eröffnete Chefkoch Nico Boreas das Sabero, ein modernes und stimmungsvolles Lokal, gemütlich und doch ungezwungen, in Roermond – und es war sofort ein Erfolg. In allen Gerichten präsentiert er, so die Juroren, sein technisches Wissen, einen Sinn für Raffinesse und die Leidenschaft des Kochens. Auch in der Küche von Pure C in Cadzand spielt Emotion eine wichtige Rolle. Das kreative Zusammenspiel, das Syrco Bakker mit Köstlichkeiten aus den Poldern und dem Meer von Zeeland schafft, sei beeindruckend. Elegantes Interieur und ein weiter Ausblick über das Meer: hier dreht sich alles ums Erleben und Genießen. 

Neue Aufsteiger im Michelin-Sternenhimmel

Im ganzen Land werden zwölf Restaurants neu mit einem Stern ausgezeichnet: Die Provinzen Drenthe, Gelderland, Nordbrabant, Nordholland, Utrecht und Südholland sind dabei. Auffällig ist der Aufstieg junger Köche, die schon früh beweisen, dass Talent kein Alter kennt. Ein Beispiel ist Jermain de Rozario vom Restaurant Derozario in Helmond (Nordbrabant), mit seiner eigenen Interpretation indonesischer Aromen. Paul KAPPE von Monarh in Tilburg (ebenfalls Nordbrabant) überzeugt mit seiner modernen Küche, genau wie Jeroen Brouwer von De Loohoeve in Schoonloo (Drenthe) und Thomas van Santvoort von Flicka in Kerkdriel (Gelderland).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Zum Mittagessen eine Currywurst mit Pommes und Mayo? Die einen finden das lecker, die anderen ungesund. Einer Statistik zufolge sank Jahr für Jahr das Interesse an diesem Klassiker-Gericht. Bis jetzt.

Ob Fischstäbchen, Rinderroulade oder Linsensuppe: In Zeiten des demografischen Wandels sieht sich der deutsche Tiefkühlkost-Caterer Apetito langfristig auf Wachstumskurs. Der Fachkräftemangel ist Rückenwind für das Tiefkühlgeschäft.

Im Frankfurter Zoo haben die Bauarbeiten für ein neues, barrierefreies Zoorestaurant begonnen, das Ende 2027 eröffnen soll. Das zweigeschossige Gebäude entsteht zentral am Spielplatz und wird auch für externe Veranstaltungen nutzbar sein.

Der Guide Michelin ersetzt den bisherigen Grünen Stern durch das neue weltweite Konzept „Mindful Voices“. Das Programm startet am 1. Juni 2026 in Kopenhagen und wird neben der Gastronomie auch die Hotellerie und den Weinbau umfassen.

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.