Miele bringt das Gourmet-Restaurant nach Hause

| Gastronomie Gastronomie

Im letzten Jahr hat Miele einen „Dialoggarer“ präsentier, der mit elektromagnetischen Wellen arbeitet. Jetzt will ein Start-up namens MChef die dazu passenden Spitzengerichte nach Hause bringen: Anspruchsvolle Drei-Gänge Menüs, die Zutaten auf eleganten Porzellantellern platziert. Der Gourmet-Service startet ab September in NRW und ab Jahreswechsel auch bundesweit.

Auf der Karte stehen Gerichte wie Tatar vom Ikarimi-Lachs sein, mit marinierten Garnelen und kleinem Salat, Rinderfilet „Hereford Prime“ mit Rotweinjus, Gemüsestreifen und Kartoffel-Trüffel-Gratin“ oder, zum Dessert, Baumkuchen-Tiramisu mit Beerenragout und gefüllten Amarettini. Diese und weitere 16 Gerichte, darunter auch Vegetarisches oder Veganes und spezielle Kreationen für Kinder, stehen auf der Menüliste von Martin Eilerts, Gründer und CEO der Firma MChef in Bielefeld.

Zielgruppe des neuen Gourmet-Services sind alle Kundinnen und Kunden, die einen Dialoggarer in ihrer Küche haben und zu Hause wie in ihrem Lieblingsrestaurant essen möchten: „Das kann bei einer repräsentativen Dinner-Party sein, einem Familienfest oder beim stimmungsvollen Abend zu zweit“, sagt Martin Eilerts. Wer bis 12.30 Uhr online ordert, wird am nächsten Vormittag beliefert, und das an 365 Tagen im Jahr. Bis zu sechs Gerichte lassen sich in einem Dialoggarer gleichzeitig zubereiten. Die durchschnittliche Garzeit beträgt 20 Minuten. MChef liefert einzelne Gerichte nach Wahl und komplette Menüs mit drei Gängen. Auf Wunsch beinhaltet die Lieferung den passenden Wein oder Champagner, angeblich in der richtigen Serviertemperatur.

Genuss und Service auf Spitzenniveau
„Mit diesem Geschäftsmodell eröffnet MChef eine neue Service- und Genussdimension und unterstreicht zugleich die Innovationskraft der Marke Miele auch jenseits ihrer angestammten Geschäftsfelder“, sagt Dr. Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Miele Gruppe. Tatsächlich wurden die auf elegantem Porzellan angerichteten Speisen speziell für den Dialoggarer kreiert, der seit Juni in Deutschland und Österreich im Handel ist. Vor allem drei seiner Eigenschaften kommen dem MChef-Konzept dabei zugute: dass unterschiedliche Zutaten in einem Garvorgang gleichzeitig fertig werden, und dies in herausragender Qualität und konkurrenzlos schnell. Fehler bei der Zubereitung sollen praktisch ausgeschlossen, denn Kunden müssen die fertig angerichteten Teller nur noch in den Dialoggarer geben, der dann direkt aus der MChef-App mit den passenden Einstellungen gestartet wird.
Martin Eilerts war in der Unternehmensberatung und als Geschäftsführer eines mittelständigen Unternehmens tätig, bevor er das MChef-Konzept entwickelte. Seine Gastronomie-Erfahrung aus erstklassigen Hotels und Restaurants kommt dem gelernten Koch und studierten Kaufmann bei MChef zugute. „MChef macht Spitzengastronomie, die zum Gast kommt“, so lautet die Vision des Bielefelder Start-ups. Entsprechend hoch sind die Qualitätsanforderungen an die Zulieferer, den Service und die Lieferung.

Verpackung und Transportboxen zum Patent angemeldet
Für seine Verpackungslösung auf Porzellan und die Transportbox hat MChef Patente beantragt, denn auf Porzellan fertig angerichtete Gerichte per Kurier zu versenden ist neu. Die Transportbox nimmt bis zu acht Gerichte, Wein und Champagner in bis zu vier verschiedenen Klimazonen zwischen -18°C und +18°C auf und hält die Lieferung auf dem Weg zum Kunden bis zu 24 Stunden lang frisch. Einmal der Box entnommen, lassen sich die Menüs bei entsprechender Temperatur bis zu fünf Tage lagern. Die Transportverpackung samt benutztem Geschirr wird im Mehrwegsystem durch einen Paketdienst wieder abgeholt.

Nach dem Start im Pilotmarkt Nordrhein-Westfalen im Herbst wird MChef ab Januar bundesweit lieferfähig sein. Vorstellbar ist, dieses neue Angebot weiter auszudehnen. Miele-Geschäftsführer Axel Kniehl: „Für kulinarischen Service auf diesem Niveau gibt es auch in anderen Ländern Bedarf.

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Hamburg ist der Genuss-Michel 2026 verliehen worden. Das Fischereihafen Restaurant wurde als Restaurant des Jahres ausgezeichnet, Herbert Seckler erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

McDonald's Deutschland nimmt Stellung zur angekündigten Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich früherer Angaben zur Klimaneutralität. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück und verweist auf bereits erfolgte Anpassungen seiner Kommunikation.

In der Allianz Arena in München sind am 26. April die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ermittelt worden. Wie der Veranstalter ROIKA Solutions GmbH mitteilt, qualifizierten sich vier Teilnehmer über den Live-Wettbewerb vor einer Fachjury, zwei weitere über einen Publikumsentscheid.

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.

In den Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht kommt Bewegung zwischen einer Bielefelder Dönerkette und dem US-Anbieter Kentucky Fried Chicken. «KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen», sagte der Chef der Bielefelder Firma Krispy Kebab.

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.