Mitarbeitermangel: Wirt erhöht am Wochenende die Preise

| Gastronomie Gastronomie

Weil immer weniger Mitarbeiter am Wochenende arbeiten wollen, hat sich ein Wirt in Oberösterreich etwas Besonderes einfallen lassen: Er zahlt ihnen an Sonn- und Feiertagen freiwillig einen Zuschlag von 50 Prozent und erhöht dafür die Preise in seinem Gasthof. Am Wochenende kosten seine Speisen und Getränke nun 15 Prozent mehr. Die Gäste stört das nicht.

Seit dem 18. Jahrhundert gibt es im oberösterreichischen Hirschbach im Mühlkreis das Kulturwirtshaus Pammer. Doch wie andere Gastronomen auch, hat Wirt Hubert Pammer Probleme, passende Mitarbeiter zu finden. „Es sind schwere Zeiten in der Gastronomie. Immer weniger Angestellte wollen an den Sonn- und Feiertagen arbeiten", sagte Pammer gegenüber heute.at. Deswegen zahlt der Gastwirt seinen Mitarbeitern nun freiwillig einen Wochenendzuschlag in Höhe von 50 Prozent auf ihren eigentlichen Lohn. Essen und Trinken werden um 15 Prozent teuer.

Pammers Gäste haben Verständnis für diese Entscheidung und die Mitarbeiter freuen sich über die Lohnerhöhung. Auch im Netz wird die Entscheidung des Gastwirtes gefeiert. Nach einer Umfrage auf heute.at sind 81 Prozent der Teilnehmer bereit, am Wochenende mehr zu bezahlen, wenn dafür die Mitarbeiter besser entlohnt werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurantkritiker Jürgen Dollase beschreibt strukturelle Schwächen in der deutschen Spitzengastronomie. Seine Analyse umfasst Handwerk, Menügestaltung und Produktumgang.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie (DHA) erweitert ihr Weiterbildungsangebot und startet im Juni 2026 den neuen berufsbegleitenden Lehrgang Certified Bartender. Die Ausbildung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Initiatoren des Bar Symposium Cologne (BSC) entwickelt und richtet sich an angehende sowie erfahrene Bar- und Servicekräfte, die ihre Professionalisierung auf das nächste Level bringen möchten.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Gastronomen den Druck zur Preissenkung überschätzen. Fast die Hälfte der Gäste zeigt Verständnis für stabile Preise trotz der gesenkten Umsatzsteuer.

Der Lieferdienst-Konzern Delivery Hero verkauft sein Essensliefergeschäft Foodpanda in Taiwan für 600 Millionen US-Dollar. Das Berliner Unternehmen betreibt Lieferdienste in 65 Ländern in Asien, Europa, Südamerika und Afrika.

Die Gastronomiemarke O’Learys plant den Eintritt in den deutschen Markt. Das geht aus Informationen des Beratungsunternehmens Franchise Focus hervor, das nach eigenen Angaben auf Gastronomie-Franchises spezialisiert ist.

Christian Scharrer hat das Restaurant Verbena im Waldhotel by Bürgenstock – Teil des Bürgenstock Resort Lake Lucerne eröffnet. Mit seiner Ehefrau Nathalie Scharrer, die als Restaurant- & In-Room-Dining-Managerin verantwortlich zeichnet, bildet er ein eingespieltes Führungsduo.

Das Restaurant Somssi by Jihun Kim im Hotel Mandarin Oriental Mayfair in London hat den Betrieb eingestellt. Die Schließung erfolgte lediglich fünf Wochen, nachdem das Restaurant mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden war.

Mehr als 2.900 Betriebe gingen 2025 pleite – so viele wie seit über einem Jahrzehnt nicht. Steigende Kosten, sinkende Nachfrage und verändertes Konsumverhalten setzen Restaurants und Bars massiv unter Druck. Seit 2020 mussten mehr als 11.000 Betriebe aufgeben.

Die Althoff Collection präsentiert mit der „6 Hands Series“ eine neue Eventreihe, bei der drei Spitzenköche der Gruppe gemeinsam ein Sechs-Gang-Menü an drei Standorten inszenieren.

Der Guide Michelin hat seine nationale Auswahl 2026 für Österreich vorgestellt und bestätigt die Drei-Sterne-Liga in Wien. Mit 101 Sterne-Restaurants und zahlreichen Neuzugängen zeigen die Auszeichnungen die positive Entwicklung in der österreichischen Gastronomieszene.