Mitarbeiterumfrage zeigt hohe Wechselbereitschaft in der Gastronomie

| Gastronomie Gastronomie

Eine aktuelle Umfrage von Adobe Express unter Beschäftigten in der deutschen Gastronomie beleuchtet deren Karrierewünsche und Zufriedenheit. Die Ergebnisse zeigen eine Diskrepanz zwischen Idealvorstellungen und der beruflichen Realität vieler Arbeitnehmer in der Branche.

Wechselbereitschaft ist hoch

Laut der Umfrage arbeiten 32 Prozent der Befragten in der Gastronomie nicht in ihrem Traumberuf. Gleichzeitig planen 46 Prozent, ihren Job innerhalb der nächsten zwölf Monate zu wechseln. Nur 14 Prozent schließen einen Jobwechsel kategorisch aus.

Trotz dieser hohen Wechselbereitschaft fühlen sich 47 Prozent der Beschäftigten in ihrer aktuellen Rolle erfüllt. Auf der anderen Seite geben 8 Prozent an, sich „überhaupt nicht erfüllt“ zu fühlen. Auch die Motivation variiert stark: 45 Prozent starten motiviert in den Arbeitstag, während 7 Prozent sich regelrecht vor Arbeitsbeginn grauen.

Ein Grund für die Unzufriedenheit könnte mangelnde Unterstützung durch den Arbeitgeber sein: 29 Prozent fühlen sich von ihrem Arbeitgeber „gar nicht unterstützt“, und 25 Prozent empfinden vorhandene Maßnahmen als unzureichend.

Hürden auf dem Weg zum Traumjob

Viele Gastronomie-Beschäftigte nennen klare Bedingungen, die sie für einen Jobwechsel benötigen. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) gibt an, dass eine signifikante Gehaltserhöhung ausschlaggebend wäre. Jeweils ein Viertel der Befragten fordert eine bessere Work-Life-Balance, mehr Benefits (wie zusätzliche Urlaubstage oder Wellness-Angebote) sowie bessere Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Auch ein Umzug ist für viele eine Option: 32 Prozent würden für ihren Traumjob ins Ausland ziehen, 21 Prozent könnten sich einen Umzug innerhalb Deutschlands vorstellen.

Neben finanziellen Aspekten gibt es auch persönliche Hürden. 15 Prozent der Befragten fühlen sich zu alt, um ihren Traumberuf noch zu verfolgen. Bemerkenswert ist, dass davon 37 Prozent unter 35 Jahre alt sind. Weitere Gründe für das Zögern sind fehlende Erfahrung (22 Prozent), mangelnde Ressourcen oder Orientierung (22 Prozent) sowie fehlende Ausbildung (17 Prozent).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.