Nordsee setzt auf pflanzliche Fisch-Varianten

| Gastronomie Gastronomie

Bei Nordsee gibt es ab Februar eine pflanzliche Alternative zu Fisch. Vorerst allerdings erst in sechs ausgewählten Filialen in München, Berlin, Frankfurt und Wuppertal sowie weiteren vier in Wien. Zukünftig werden das„Backfisch-Baguette“ und „Fish & Chips“ auch in einer pflanzlichen Variante als „Backvisch-Baguette“ bzw. „Visch & Chips“ angeboten. Nordsee reagiert damit auf den allgemeinen Verbrauchertrend, vermehrt nach Alternativen auf pflanzlicher Basis zu suchen. Aspekte wie Nachhaltigkeit, Tierwohl und Klimawandel seien hier die entscheidenden Argumente, erklärte das Unternehmen. 

„Nachhaltigkeit ist uns ein sehr wichtiges Anliegen, das in allen Unternehmensbereichen nach höchsten Maßstäben verfolgt wird. Aktuell lässt sich eine ständig steigende Zahl an Konsumenten beobachten, die sich zunehmend bewusster ernähren wollen und sich Alternativen zu den bisherigen Ernährungsgewohnheiten wünschen. Diesem Trend stellen wir uns. Mit unseren beiden neuen pflanzenbasierten Produkten können wir insbesondere Flexitarier – also Menschen, die den Fleisch- und Fischkonsum vermeiden bzw. reduzieren und auf der Suche nach schmackhaften Produkten sind – eine leckere Alternative bieten und auch neugierige neue Kunden damit ansprechen. Diese Sortimentserweiterung verschafft uns einen klaren Wettbewerbsvorteil“, erklärt Carsten Horn, CEO Nordsee. Die beiden neuen Produkte wurden gemeinsam mit dem niederländischen Start-up Novish entwickelt.

In den genannten Städten außer Wuppertal können Kunden zudem über den finnischen Lieferdienst Wolt und ab April auch in anderen Städten alternativ über Lieferando die Produkte bestellen. Carsten Horn: „Wir werden die neuen Produkte ab sofort im Take-away anbieten und – sobald wieder möglich – natürlich auch zum Verzehr in unseren Restaurants. Aber gerade in Zeiten, in denen Menschen von zu Hause aus arbeiten und sich dort auch mehr aufhalten, ist eine Zusammenarbeit mit Lieferdiensten aus unserer Sicht sinnvoll. Wir begrüßen den Schritt zu mehr Wettbewerb und sehen aus unseren Erfahrungen in Österreich, dass durch eine Mehrzahl von Lieferdiensten der Umsatz steigt und sich keinesfalls kannibalisiert.“

Im Oktober 2018 übernahm das Schweizer Unternehmen Kharis Capital die Nordsee GmbH. Seit der Gründung der QSR Platform Holding SCA im September 2020 ist das Unternehmen Teil dieser Quick-Service-Restaurantplattform unter dem Dach der Kharis Capital. QSRP unterstützt die dazugehörigen Unternehmen in ihrer strategischen Weiterentwicklung, war der Hauptzeichner der ersten Finanzierungsrunde von Novish und hält seitdem eine Minderheitsbeteiligung.

Novish aus den Niederlanden wurde 2019 von Maiko van der Meer, Katja Busser und Paul den Dulk gegründet. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Meeresfrüchte und Fisch auf pflanzlicher Basis für den europäischen Einzelhandel und die Gastronomie zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben. Die Produkte bestehen ausschließlich aus natürlichen Zutaten, ohne Verwendung von Sojabohnen. Zielkonsumenten sind Veganer, Vegetarier und Flexitarier, die sich über Beifang, Überfischung, bedrohte Fischarten und vieles mehr Gedanken machen sowie die Zufuhr von tierischem Eiweiß reduzieren wollen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.

Das Frauennetzwerk Foodservice hat seine Aktivitäten auf die Schweiz ausgeweitet. Erste Veranstaltungen in mehreren Städten verzeichneten nach Angaben der Organisation eine hohe Beteiligung.

Ciao Bella von der Gustoso Gruppe wird neuer Gastronomiebetreiber in den Drei Höfen in Amberg. Ab August 2026 soll zunächst ein Frühstücksangebot starten, bevor im September der vollständige Restaurantbetrieb folgt.