Oktoberfeste auf „Malle“: Mit Lederhose und Dirndl gegen die Pleite

| Gastronomie Gastronomie

«O'zapft is» auf Mallorca. Gleich zwei Oktoberfeste sorgen dieser Tage auf des Deutschen liebster spanischer Insel für Stimmung. Während das Fest im Pueblo Espanyol im Westen der Inselhauptstadt Palma bereits etwas Tradition hat und zum neunten Mal stattfindet, wurden am späten Freitagabend erstmals auch in der «Briten-Hochburg» Magaluf die Fässer angezapft. Bei der kurzfristig organisierten Veranstaltung versuchen Hoteliers und Gastronomen mit Lederhose und Dirndl, mit Brezeln und knusprigen Hendln die negativen Folgen der Thomas-Cook-Pleite abzufedern.

Die betroffenen Unternehmer wollten mit dieser und weiteren Aktionen zwölf Tage nach dem Insolvenzantrag des britischen Reisekonzerns vermeiden, die Winterpause vorverlegen und die Mitarbeiter früher entlassen zu müssen, hatte die Regionalzeitung «Diario de Mallorca» geschrieben. Während es aber am Freitag im Pueblo Espanyol hoch her ging, hielten sich in Magaluf westlich von Palma die Besucherzahl und die Einnahmen zunächst in Grenzen. Dort will man aber bis zum Abschluss des Events am nächsten Sonntag (13. Oktober) die Wende schaffen. Ziel ist es, unter anderem Touristen aus Deutschland und Spanier aus anderen Regionen des Landes auf die Insel zu locken.

Ein Hotelier und ein Gastronom am sogenannten Ballermann, der von deutschen Besuchern beherrschten Party-Meile an der Playa de Palma, sagten der Deutschen Presse-Agentur, man beobachte die Aktionen in Magaluf und erwäge ähnliche Maßnahmen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.

Das Frauennetzwerk Foodservice hat seine Aktivitäten auf die Schweiz ausgeweitet. Erste Veranstaltungen in mehreren Städten verzeichneten nach Angaben der Organisation eine hohe Beteiligung.

Ciao Bella von der Gustoso Gruppe wird neuer Gastronomiebetreiber in den Drei Höfen in Amberg. Ab August 2026 soll zunächst ein Frühstücksangebot starten, bevor im September der vollständige Restaurantbetrieb folgt.