Philadelphia erhält erstmals Michelin-Sterne

| Gastronomie Gastronomie

Bei der offiziellen Zeremonie des Michelin Guide Northeast Cities 2025 wurden in der US-Stadt Philadelphia erstmals Restaurants ausgezeichnet. Drei Betriebe erhielten je einen Michelin-Stern, ein weiteres Restaurant wurde mit dem Grünen Stern für Nachhaltigkeit geehrt. Zusätzlich vergab der Guide zehn Bib Gourmand-Auszeichnungen sowie 21 weitere Empfehlungen.

Die Michelin-Auszeichnungen im Detail

Drei Restaurants wurden in die Riege der mit einem Stern ausgezeichneten Betriebe aufgenommen: Das Friday Saturday Sunday überzeugte mit zeitgenössischer amerikanischer Küche auf hohem Niveau. Das Her Place Supper Club begeisterte die Tester mit einem wechselnden Degustationsmenü, das italienische, französische und jüdische Einflüsse verbindet. Und das Provenance wurde für seine Fusion aus koreanischen und französischen Einflüssen geehrt. Der Grüne Stern für Nachhaltigkeit ging an das vegane Restaurant Pietramala. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass alle verwendeten Produkte von nahegelegenen, unabhängigen Bio-Bauernhöfen stammen.

Offizielle Reaktionen und Bedeutung

Gwendal Poullennec, Internationaler Direktor des Michelin Guide, äußerte sich erfreut über die Erweiterung des Guides: „Wir freuen uns sehr über die erstmalige Auszeichnung von Restaurants in Boston und Philadelphia mit einem Michelin-Stern und heißen mehrere neue Restaurants in der Michelin-Sterne-Familie willkommen. Unsere anonymen Tester konnten die Leidenschaft dieser Branchenprofis erleben und schmecken.“

Die Verleihung fand in Philadelphia statt. Gregg Caren, Präsident und CEO des Philadelphia Convention and Visitors Bureau (PHLCVB), sieht darin einen großen Erfolg: „Die Ausrichtung der Michelin-Verleihung ist ein großer Erfolg für Philadelphia. Sie bringt der Stadt internationale kulinarische Anerkennung und steigert gleichzeitig die Besucherzahlen und das Geschäft.“

Mit der Aufnahme in die Auswahl ist Philadelphia nun Teil der Northeast Cities-Auswahl des Michelin Guide, zu der bereits Boston, Chicago, New York City und Washington, D.C. gehören.

Ausblick auf 2026

Für das Jahr 2026 stehen in Philadelphia mehrere Großereignisse an, die ebenfalls eine erhöhte Besucherfrequenz erwarten lassen. Die Stadt wird den 250. Geburtstag der USA sowie die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung mit verschiedenen Veranstaltungen während des gesamten Jahres begehen. Gleichzeitig ist Philadelphia Austragungsort von sechs Spielen der FIFA-Fußballweltmeisterschaft. Als Höhepunkt ist ein Viertelfinalspiel am 4. Juli 2026, dem Unabhängigkeitstag der USA, in Philly angesetzt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Drink zu viel oder schon ein Verbrechen? Warum die Dunkelziffer bei K.o.-Tropfen in Sachsen-Anhalt so hoch ist und wie Clubs versuchen, ihre Gäste vor unsichtbaren Angriffen zu schützen.

Mitchells & Butlers ist wieder mit zwei Standorten in der Hansestadt vertreten. Nach dem Auszug aus dem Alsterpavillon im Oktober 2025 wurde nun das ALEX am Rothenbaum offiziell eröffnet.

Das Berliner Sternerestaurant Bonvivant verfolgt konsequent seine Strategie der nachhaltigen Weiterentwicklung. Wie der Betrieb bekanntgab, wurde das gesamte kulinarische Angebot nun vollständig auf eine rein pflanzliche Basis umgestellt.

Das Gourmetrestaurant im Severin*s – The Alpine Retreat in Lech am Arlberg präsentiert mit Marius Pieper eine neue kulinarische Ausrichtung. Der 30-jährige Küchenchef fokussiert sich auf eine Kombination aus regionaler Verwurzelung und internationaler Küchentechnik.

Das Restaurant Berta in Berlin hat nach einer konzeptionellen Überarbeitung wieder seine Türen geöffnet. Unter der Leitung von Chefkoch Assaf Granit präsentiert der Betrieb eine israelisch inspirierte Küche, die osteuropäische Traditionen mit modernen Akzenten verbindet.

Die Vergabe der begehrten Standplätze auf dem Oktoberfest steht im Fokus einer Debatte in München. Eine Münchner Wirtsfamilie fordert durch ihre Bewerbung auf Brauerei-Standplätze die traditionelle Vergabepraxis heraus, während bereits dementierte Berichte über eine mögliche Einschaltung des Europäischen Gerichtshofs für Aufsehen sorgen.

Der Valentinstag entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Umsatzbringer für die deutsche Gastronomie. Eine aktuelle Studie zeigt für 2026 eine steigende Reservierungsbereitschaft, neue Zielgruppen und klare Erwartungen an Service und Etikette.

Mit „Wir kochen Heimat“ möchte das Nobelhart & Schmutzig Team einen Beitrag zur kulturellen Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff leisten, der im öffentlichen Diskurs häufig (negativ) politisch aufgeladen ist.

Eine aktuelle SumUp-Auswertung zum Jahresstart 2026 belegt eine steigende Besuchsfrequenz in der Gastronomie bei gleichzeitig sinkenden Durchschnittsausgaben. Während digitale Trinkgelder und Kartenzahlungen an Bedeutung gewinnen, zeigen sich die Gäste preisbewusst.

Das Gourmetrestaurant Juwel in Kirschau präsentiert zum 1. April ein überarbeitetes kulinarisches Konzept. Unter der Leitung von Hotelchefin Petra Schumann und Küchenchef Robert Hauptvogel setzt der Betrieb künftig verstärkt auf Nachhaltigkeit, regionale Produkte und eine reduzierte Präsentation.