Podcast - Was Harald Wohlfahrt in der Kantine kocht

| Gastronomie Gastronomie

Er ist einer der besten Köche der Welt. Davon zeugen die drei Michelin-Sterne, die er 25 Jahre lang regelmäßig erhalten hat. Dass auch die Verpflegung in Unternehmen auf Spitzenniveau stattfinden kann – das beweist Harald Wohlfahrt einmal pro Monat im Betriebsrestaurant der Unternehmensgruppe fischer am Hauptsitz in Tumlingen. Wie er das schafft, darüber berichtet der Maître im aktuellen fischer-Podcast.

Wenn Harald Wohlfahrt bei fischer höchstpersönlich serviert, dann ist die Schlange im Betriebsrestaurant immer besonders lang. „Wirklich gutes Essen soll ein Grundbedürfnis für jeden sein, und nicht nur für einen elitären Kreis“, machte der Starkoch jetzt in der neuen Ausgabe der Podcast-Reihe „fischer Highlights“ seine Motivation deutlich. Einmal im Monat bereitet er für die Belegschaft des Unternehmens einen Gourmet-Teller vor und coacht das Küchenpersonal.

Podcast - Was Harald Wohlfahrt in der Kantine kocht hier anhören:

„Ich muss hier auch anders denken als im Restaurationsbetrieb, Minimalismus ist da nicht gefragt“, beschreibt Harald Wohlfahrt die besondere Herausforderung. Das Essen solle zudem „toll“ aussehen und gut schmecken sowieso. Als Stärkung für die zweite Tageshälfte müsse eine gesunde Ernährung stets gewährleistet sein.

Dabei sei der Rückgriff auf frische Lebensmittel der Region unerlässlich. Dann aus diesen Produkten einen Gaumengenuss zu erschaffen, das mache die „Kreativleistung“ Kochkunst aus.

Auch für das Engagement bei fischer gilt seine Maxime: „Man muss immer versuchen, besser zu werden.“ Ein Vorsatz, den der Kulinarik-Experte in Tumlingen schon lange verwirklicht. Seit seinem Start dort im Jahr 2013 hat er beispielsweise nie ein Gericht wiederholt. „Man kann alles optimieren“, ist sich der Gastronom sicher. Allerdings dürfe bei aller Strenge nie die Freude verloren gehen.

Wie erfolgreich sein Wirken und das seiner Kolleginnen und Kollegen im Betriebsrestaurant ist, zeigt die vierte Auszeichnung als „Beste Kantine Deutschlands“ durch die Initiative Food & Health: Für das „Herausragende Konzept und die ganzheitliche Umsetzung“ gab es von der Jury vier Sterne. 

Harald Wohlfahrt ist eigentlich schon pensioniert, doch der 67-Jährige, der es gewohnt war, 16-stündige Arbeitstage zu absolvieren, konnte und wollte sich noch nicht „ganz stilllegen“ und genießt aktuell ausgewählte Projekte, etwa die Betreuung des Festspielhauses Baden-Baden.

Anders als andere Kollegen hat er nie das Rampenlicht gesucht, nicht nur weil er kaum Zeit dazu gehabt hätte, sondern auch, weil er bodenständig bleiben wollte. Seine Leidenschaft fürs Kochen jedenfalls hat sich Harald Wohlfahrt bis heute bewahrt. Das konnte die Belegschaft direkt nach der Aufnahme des aktuellen Podcast erneut mit Freude sowie Genuss feststellen: Diesmal bereitete der Starkoch in der Küche geschmorte Ochsenbäckchen mit glasierten Perlzwiebeln auf Kartoffelbärlauchstampf und Brokkoli zu. Er und sein Team servierten schließlich 350 Portionen dieser Feinschmecker-Mahlzeit. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Drink zu viel oder schon ein Verbrechen? Warum die Dunkelziffer bei K.o.-Tropfen in Sachsen-Anhalt so hoch ist und wie Clubs versuchen, ihre Gäste vor unsichtbaren Angriffen zu schützen.

Mitchells & Butlers ist wieder mit zwei Standorten in der Hansestadt vertreten. Nach dem Auszug aus dem Alsterpavillon im Oktober 2025 wurde nun das ALEX am Rothenbaum offiziell eröffnet.

Das Berliner Sternerestaurant Bonvivant verfolgt konsequent seine Strategie der nachhaltigen Weiterentwicklung. Wie der Betrieb bekanntgab, wurde das gesamte kulinarische Angebot nun vollständig auf eine rein pflanzliche Basis umgestellt.

Das Gourmetrestaurant im Severin*s – The Alpine Retreat in Lech am Arlberg präsentiert mit Marius Pieper eine neue kulinarische Ausrichtung. Der 30-jährige Küchenchef fokussiert sich auf eine Kombination aus regionaler Verwurzelung und internationaler Küchentechnik.

Das Restaurant Berta in Berlin hat nach einer konzeptionellen Überarbeitung wieder seine Türen geöffnet. Unter der Leitung von Chefkoch Assaf Granit präsentiert der Betrieb eine israelisch inspirierte Küche, die osteuropäische Traditionen mit modernen Akzenten verbindet.

Die Vergabe der begehrten Standplätze auf dem Oktoberfest steht im Fokus einer Debatte in München. Eine Münchner Wirtsfamilie fordert durch ihre Bewerbung auf Brauerei-Standplätze die traditionelle Vergabepraxis heraus, während bereits dementierte Berichte über eine mögliche Einschaltung des Europäischen Gerichtshofs für Aufsehen sorgen.

Der Valentinstag entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Umsatzbringer für die deutsche Gastronomie. Eine aktuelle Studie zeigt für 2026 eine steigende Reservierungsbereitschaft, neue Zielgruppen und klare Erwartungen an Service und Etikette.

Mit „Wir kochen Heimat“ möchte das Nobelhart & Schmutzig Team einen Beitrag zur kulturellen Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff leisten, der im öffentlichen Diskurs häufig (negativ) politisch aufgeladen ist.

Eine aktuelle SumUp-Auswertung zum Jahresstart 2026 belegt eine steigende Besuchsfrequenz in der Gastronomie bei gleichzeitig sinkenden Durchschnittsausgaben. Während digitale Trinkgelder und Kartenzahlungen an Bedeutung gewinnen, zeigen sich die Gäste preisbewusst.

Das Gourmetrestaurant Juwel in Kirschau präsentiert zum 1. April ein überarbeitetes kulinarisches Konzept. Unter der Leitung von Hotelchefin Petra Schumann und Küchenchef Robert Hauptvogel setzt der Betrieb künftig verstärkt auf Nachhaltigkeit, regionale Produkte und eine reduzierte Präsentation.