Regional ist nicht zwangsläufig besser

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Ob Fleisch vom Züchter aus der Nachbarschaft oder Gemüse aus dem eigenen Garten: Regionale Zutaten sind von vielen Speisekarten nicht mehr wegzudenken. Doch was bedeutet „regional“ überhaupt und was sagen die Köche zu dem Trend? Das hat sich auch eine Icon-Redakteurin gefragt und sich umgehört. 

So findet zum Beispiel Thomas Bühner, der bis 2018 das La Vie in Osnabrück leitete, das ganze Thema völlig unrealistisch. Er habe im La Vie nie gesagt, dass sie regional kochen würden. So werde ein Blumenkohl natürlich nicht besser, wenn er einmal um die Welt fliege, erklärte der Koch. Das beste Rind komme aber nicht aus Osnabrück. Der Begriff „regional“ müsse also hinterfragt werden. Schließlich sage die Herkunft zwar etwas über die Transportwege und die Nachhaltigkeit aus, aber eben nicht über die Qualität und den Geschmack. 

Auch Alexander Herrmann macht sich zu dem Thema laut Icon seine Gedanken. So müsse man erst mal definieren, was regional überhaupt heiße. Sind es fünf Kilometer? Oder 50? Und wie verhält es sich mit exotischen Früchten, die aber in einem Tropenhaus in Deutschland gewachsen sind? Produkte, die in Deutschland verfeinert werden, wie zum Beispiel Schokolade oder Kaffee, könnten niemals regionale Produkte sein. Aber schlecht seien sie dennoch nicht. Die Regionalität könne also kein Qualitätsmerkmal sein, so Herrmann. 


 

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