Restaurant Berta in Berlin meldet sich mit neuem Konzept zurück

| Gastronomie Gastronomie

Das Restaurant Berta in Berlin hat nach einer konzeptionellen Überarbeitung wieder seine Türen geöffnet. Unter der Leitung von Chefkoch Assaf Granit präsentiert der Betrieb eine israelisch inspirierte Küche, die osteuropäische Traditionen mit modernen Akzenten verbindet. Das zur JLM Group gehörende Restaurant setzt auf eine Kombination aus gehobener Gastronomie, einer erneuerten Bar-Sektion und regelmäßigen Musik-Events.

Kulinarische Ausrichtung und neue Menüstruktur

Die Speisekarte des Berta basiert auf der Familiengeschichte von Assaf Granit und ist eine Hommage an seine Großmutter Berta, die in Berlin geboren wurde. Das kulinarische Angebot schlägt eine Brücke zwischen der Küche Jerusalems und deutschen Klassikern. Dabei setzt das Küchenteam auf die Neuinterpretation traditioneller Gerichte.

Zu den zentralen Bestandteilen der neuen Karte gehören Speisen wie Polenta Machneyuda mit Pilzen, grünem Spargel, Trüffelöl und einem Ragout aus deutscher Wurst oder Leas Hühnerlebern, die mit karamellisierten Zwiebeln, Silan und Challah-Brot serviert werden. Auch bekannte Klassiker werden modifiziert, etwa das Schnitzel and Gretel, ein Hühnerschnitzel mit Himbeerketchup und Ras el Hanout Senf. Weitere Angebote umfassen den Fattoush-Salat mit Vodka-Sauce sowie den im Josper-Ofen gegarten Wolfsbarsch mit Harissa Hollandaise.

Fokus auf Barszene und Veranstaltungselemente

Parallel zur Küche wurde das Barkonzept überarbeitet. Die Getränkekarte, kuratiert von Sommelière Natasha Katz, umfasst neben ausgewählten Weinen eine Reihe von Signature-Cocktails. Diese zeichnen sich durch die Verwendung regionaler und orientalischer Zutaten aus. Beispiele hierfür sind der Shabour mit gerösteter Rote Bete und Kardamomsirup oder der Jerusalem Espresso Martini, der mit türkischem Cold Brew Kaffee zubereitet wird.

Das Betriebskonzept sieht vor, das Restaurant als Ort für Abendveranstaltungen zu positionieren. Mehrmals wöchentlich begleiten DJs den Service, um die Gastronomie mit der Berliner Clubkultur zu verknüpfen.

Hintergrund der JLM Group und Assaf Granit

Hinter dem Berta steht das JLM Quartett, bestehend aus Assaf Granit, Tomer Lanzman, Dan Yosha und Uri Navon. Die JLM Group betreibt international mehr als 20 Restaurants, unter anderem in Israel, Frankreich und Großbritannien. Im Jahr 2023 verzeichnete die Gruppe rund eine Million Gäste.

Chefkoch Assaf Granit betont die persönliche Bedeutung des Standorts Berlin. Da seine Großmutter die Stadt einst verlassen musste, versteht er die Eröffnung als Rückkehr zu seinen Wurzeln. Er kombiniert Techniken der Jerusalemer Altstadt mit lokalen Berliner Zutaten. Die Wiedereröffnung wurde zeitlich im Vorfeld der Berlinale platziert, um das Restaurant als Treffpunkt für das Fachpublikum und internationale Gäste zu etablieren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.

Das Frauennetzwerk Foodservice hat seine Aktivitäten auf die Schweiz ausgeweitet. Erste Veranstaltungen in mehreren Städten verzeichneten nach Angaben der Organisation eine hohe Beteiligung.

Ciao Bella von der Gustoso Gruppe wird neuer Gastronomiebetreiber in den Drei Höfen in Amberg. Ab August 2026 soll zunächst ein Frühstücksangebot starten, bevor im September der vollständige Restaurantbetrieb folgt.