Die deutsche Gastronomielandschaft startet mit einer deutlichen Veränderung an der Spitze in das Jahr 2026. Das aktuelle Klassement der Restaurant-Ranglisten weist erstmals ein punktgleiches Trio auf dem ersten Platz aus. Neben dem Restaurant Jan in München, das seine Spitzenposition seit Februar 2025 behauptet, haben das Berliner Rutz sowie die Schwarzwaldstube in Baiersbronn aufgeschlossen. Alle drei Betriebe erreichen eine Bewertung von 119,4 Punkten. Während das Rutz damit zum ersten Mal seit einem Jahr wieder die höchste Platzierung belegt, stand die Schwarzwaldstube zuletzt im Juni 2024 ganz oben.
Methodische Änderungen durch Wegfall des Gault&Millau
Die aktuelle Aktualisierung der Liste basiert auf 470 Bewertungsänderungen aus dem Dezember 2025. Eine wesentliche Neuerung ergibt sich jedoch aus der Datenbasis: Da die deutsche Lizenz für den Gault&Millau derzeit nicht vergeben ist und die letzten verfügbaren Bewertungen bereits ein Jahr alt sind, wurden diese vollständig aus der Berechnung gestrichen. Dies führt zu einer spürbaren Neusortierung innerhalb der Rangliste. Zudem gab es Anpassungen bei der Gewichtung der Ergebnisse von Opinionated about Dining. Insgesamt umfasst die Erhebung nun 4.395 Restaurants, was einem Zuwachs von 24 Betrieben im Vergleich zum Vormonat entspricht.
Fluktuation innerhalb der zehn bestplatzierten Restaurants
In der Gruppe der zehn führenden Häuser zeigen sich im Vergleich zum Dezember deutliche Verschiebungen. Das Restaurant Aqua in Wolfsburg belegt weiterhin den vierten Rang, gefolgt von Victor's Fine Dining in Perl-Nennig auf dem fünften Platz. Das Restaurant Schanz in Piesport konnte sich auf den sechsten Rang verbessern. Den siebten Platz teilen sich punktgleich das Sonnora in Dreis und das Bareiss in Baiersbronn. Das Es:senz in Grassau wird auf Rang neun geführt. Ein nennenswerter Aufstieg gelang dem Münchener Restaurant Tohru in der Schreiberei, das sich um vier Plätze steigerte und mit einem neuen Spitzenwert erstmals den zehnten Rang erreicht. Im Gegenzug rutschte das Hamburger Haerlin auf den elften Platz ab.
Signifikante Aufstiege im erweiterten Teilnehmerfeld
Über die absolute Spitzengruppe hinaus erreichten zahlreiche Betriebe innerhalb der ersten 50 Plätze neue Bestmarken. Das Gourmetrestaurant Dichter in Rottach-Egern kletterte auf Platz 18, während das Saarbrücker Esplanade nun den 26. Rang einnimmt. Weitere Verbesserungen verzeichneten das Ösch Noir in Donaueschingen auf Platz 36, die Speisemeisterei in Stuttgart auf Rang 40 sowie das Komu auf dem 46. und das Sein in Karlsruhe auf dem 48. Platz.
Besonders dynamisch entwickelten sich die Platzierungen in der Liste der 100 besten Häuser. Den größten Sprung innerhalb dieser Gruppe machte das Berliner Nobelhart & Schmutzig, das von Platz 80 auf Rang 54 vorrückte. Das Gotthardt's in Koblenz gelangte durch eine Steigerung von Platz 328 direkt auf Rang 55 und ist damit erstmals unter den besten 100 vertreten. Ähnliche Erfolge feierten das La Vie in Düsseldorf (von 586 auf 70), das Cookies Cream in Berlin und das Hannappel in Essen, die sich ebenfalls neu in diesem Segment positionieren konnten.
Statistische Eckpunkte und langfristige Entwicklungen
Der Zuwachs an Punkten innerhalb eines einzelnen Monats war beim Restaurant Rausch in Frankfurt am Main am höchsten. Betrachtet man jedoch den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate, verzeichnet das Atama in St. Ingbert den stärksten Zuwachs, gefolgt vom Düsseldorfer La Vie und dem Matthias in Berlin. In die Rangliste werden Gastronomiebetriebe grundsätzlich automatisch und kostenfrei aufgenommen, sofern sie in den relevanten Restaurantführern Erwähnung finden und eine Mindestpunktzahl von 35 Ranglisten-Punkten vorweisen können. Insgesamt erhielten im Vergleich zum Vormonat 314 Restaurants eine höhere Punktzahl oder wurden gänzlich neu in die Übersicht aufgenommen.













