Saarbrücker Zeitung: Das letzte Wirtshaus könnte in 15 Jahren sterben

| Gastronomie Gastronomie

Das Wirthaussterben in Deutschland schreitet weiter voran. Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, könnten die letzten traditionsreichen Gaststätten auf dem Land und an den Stadträndern in 15 Jahren verschwunden sein, wenn der Trend nicht gestoppt wird.

Die Zeitung beruft sich auf Erhebungen des "Bundesverbandes der Regionalbewegungen", der über 300 Unternehmen und Regionalvermarktungsinitiativen vertritt. Demnach gab es 1998 noch über 53.000 Schankwirtschaften, 2017 waren es nur noch rund 30.100. Verbandschef Heiner Sindel sagte der Zeitung, gehe die Entwicklung in dem Tempo weiter, werde das letzte Wirtshaus im Jahr 2034 seine Pforten schließen.

Der Bundesverband der Regionalbewegung macht am 18. September 2019 um 11 Uhr auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor in Berlin mit einer Aktion auf den dramatischen Rückgang der Lebensmittel-Handwerksbetriebe aufmerksam. „Fleischer, Bäcker, Gastwirte und Landwirte, die handwerklich im regionalen Wirtschaftskreislauf arbeiten, sind die Gestalter und Garanten unserer kulinarischen Vielfalt und akut vom Aussterben bedroht“, warnt Heiner Sindel, 1. Vorsitzender des BRB. Angelehnt an die Rote Liste der Artenvielfalt, weist die Regionalbewegung auf das Sterben der Nahversorgerstrukturen hin.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.

Napoli on the Road in London führt die Rangliste 50 Top Pizza World 2026 vor Una Pizza Napoletana in New York und Confine in Mailand an. Pizza Zulu in Fürth erreicht als einziger deutscher Betrieb Platz 33.

Das Münchner Oktoberfest ist bisher ausgesprochen gut besucht. Bis inklusive Mittwoch kamen 5,2 Millionen Besucher, wie aus anonymisierten Mobilfunkdaten hervorgeht. Das waren rund 700.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das «Fogón Asado» in Buenos Aires steht in der jährlichen Tripadvisor-Rangliste ganz oben in der weltweiten Gunst der Restaurantbesucher. In dem Grilllokal wird Fleisch ähnlich wie Wein verkostet.

Der McChicken wird rund. McDonald’s Deutschland ergänzt sein Hähnchenangebot seit dem 30. September außerdem um zwei befristete McChicken-Varianten, einen weiteren McCrispy, McWings und zwei neue Boxen.

Taco Bell kündigt auf Instagram die Eröffnung seines ersten öffentlich zugänglichen Deutschland-Restaurants für den 3. Oktober in Köln an. Der ursprünglich für den 24. September vorgesehene Start war verschoben worden.