Sebastian Junge und Simon Tress erhalten Deutschen Nachhaltigkeitspreis

| Gastronomie Gastronomie

Sebastian Junge (Wolfs Junge, Hamburg) und Simon Tress (Bio-Restaurant 1950, Hayingen) wurden beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024 in der Kategorie Gastronomie mit dem 1. und 2. Preis ausgezeichnet. Damit unterstreichen sie nicht nur ihr Engagement für Umwelt- und Klimaschutz, sondern nutzen den Preis auch, um aktiv die Zukunft der Gastronomie mitzugestalten.

"Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend - sie ist unsere Verantwortung. Dieser Preis zeigt, dass wir gemeinsam mit vielen anderen Akteurinnen und Akteuren einen Wandel anstoßen können", so Sebastian Junge. Beide Bio-Spitzenköche stehen als Pioniere der nachhaltigen Gastronomie für die Botschaft, dass Genuss und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können.

Simon Tress sieht die Auszeichnung als Ansporn, den Dialog weiter voranzutreiben: "Wir haben nur diesen einen Planeten! Und es ist unsere Aufgabe, mit allem, was die Natur uns schenkt, verantwortungsvoll umzugehen! Gemeinsam können wir ein Ernährungssystem schaffen, das fair und ressourcenschonend ist."

Beide Preisträger setzen auf regionale Bio-Produkte, transparente Wertschöpfungsketten und innovative Konzepte zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Doch der Weg dorthin ist nicht immer einfach: Herausforderungen wie höhere Kosten begegnen sie mit kreativen Lösungen, handwerklichem Können und einer engen Zusammenarbeit mit lokalen Erzeugerinnen und Erzeugern.

Elmar Seck, Referent im Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL), hebt hervor: "Die Auszeichnung von Bio-Spitzenköchen wie Sebastian Junge und Simon Tress zeigt, dass nachhaltige Gastronomie ein Schlüssel für den Schutz von Umwelt und Klima ist. Sie setzen ein wichtiges Zeichen für die gesamte Branche."

Mit dieser Auszeichnung möchten die beiden Köche nicht nur ihre eigenen Konzepte weiterentwickeln, sondern auch einen branchenweiten Dialog anregen. "Wir laden alle ein, Teil dieser Bewegung zu werden. Nachhaltige Gastronomie ist nicht nur eine notwendige Vision - sie ist machbar, wenn wir gemeinsam daran arbeiten", sagen Junge und Tress.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant-Hotel Obauer in Werfen wird Ende Oktober 2026 schließen. Karl, Rudi und Angelika Obauer beenden den Familienbetrieb nach mehr als 47 Jahren und treten in den Ruhestand.

Die Berliner Kaffeekette LAP Coffee hat nach eigenen Angaben ihren ersten Standort in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Der neue Store befindet sich in Köln. Das Konzept von LAP Coffee sorgt in der Branche für Diskussionen.

Laut einer Forsa-Umfrage schränken viele Menschen in Deutschland wegen steigender Preise ihren Alltag ein. Besonders häufig wird bei Restaurantbesuchen, Kraftstoff und Freizeitaktivitäten gespart.

Die Bayerischen Jugendmeister 2026 im Gastgewerbe wurden in der Münchener Allianz Arena gekürt. Neben Einzelsiegern in vier Kategorien wurde auch die beste Mannschaftswertung unter den bayerischen Berufsschulen ermittelt.

Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen schweren Bandendiebstahls hat die Münchner Polizei Wohnungen und Spinde von Mitarbeitern des Spatenhauses an der Oper durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen 50 Tatverdächtige auch aus der Belegschaft des Restaurants.

McDonald’s hat im ersten Quartal 2026 Umsatz und vergleichbare Verkäufe gesteigert. Das Unternehmen meldet Wachstum in allen Geschäftssegmenten sowie höhere Systemumsätze weltweit.

Schnittverletzungen führen in der Gastronomie zu durchschnittlichen Ausfallzeiten von über einer Woche pro Vorfall. Die BGN informiert über die korrekte Auswahl, Pflege und Lagerung von Handmessern zur Vermeidung von Arbeitsunfällen.

Der Michelin Guide Belgien und Luxemburg 2026 ist in Antwerpen vorgestellt worden. Zwei Restaurants erhielten neu zwei Michelin-Sterne, zehn weitere wurden erstmals mit einem Stern ausgezeichnet.

Gordon Ramsay hat die Servicegebühr in seinem Londoner Restaurant Lucky Cat für saisonale Menüs auf 20 Prozent erhöht. Medienberichte und Stimmen aus der Branche verweisen auf eine breitere Debatte über Trinkgeld, Löhne und Preisgestaltung in der Gastronomie.

Ein Dönerfirma-Chef sah sich in einem David-gegen-Goliath-Streit schon als Sieger, doch nun kommt es doch zum Schulterschluss mit dem Fast-Food-Riesen KFC. Ein bekannter Schauspieler wirkte daran mit.