Studie beleuchtet Mitarbeiter-Motivation durch Verpflegung und Hygiene

| Gastronomie Gastronomie

Eine aktuelle Studie im Auftrag von Sodexo Deutschland zeigt, dass gesunde Mahlzeiten die Leistungsfähigkeit und Konzentration von Arbeitnehmenden unterstützen (82 Prozent), während saubere Arbeitsplätze ihre Motivation (81 Prozent) und Produktivität (75 Prozent) steigern. Die Befragung von 1.000 Büroangestellten hebt hervor, dass Faktoren wie Verpflegung und Hygiene zunehmend als entscheidend für moderne Arbeitgeber gelten.

Verpflegungsangebote am Arbeitsplatz und ihre Wirkung

Die Studie offenbart, dass rund ein Viertel (24 Prozent) der Befragten mit dem bestehenden Verpflegungsangebot am Arbeitsplatz unzufrieden ist. Lediglich ein Drittel (33 Prozent) hat Zugang zu einem Betriebsrestaurant, und nur 15 Prozent stehen Snacks in einer Betriebsküche zur Verfügung. Ein Kiosk oder eine Cafeteria ist für etwa jeden Siebten (14 Prozent) im Gebäude verfügbar.

Die Ergebnisse legen ein großes Potenzial offen: Wenn solche Verpflegungsangebote vorhanden sind, fällt es Arbeitnehmenden leichter, sich gesünder zu ernähren als zu Hause. Eine gesündere Ernährung im Büro führt der Studie zufolge zu einer höheren Mitarbeitermotivation. Auch warme Mahlzeiten tragen bei der Hälfte der Befragten, die diese konsumieren, zur Steigerung von Produktivität und Motivation bei (51 Prozent).

Beschäftigte wünschen sich in Betriebsrestaurants nicht zwingend eine größere Auswahl, sondern legen Wert auf günstige Preise (33 Prozent), die Verwendung von saisonalen Produkten (29 Prozent), das Angebot gesunder Gerichte (23 Prozent) und Bio-Qualität (14 Prozent).

Attraktivität für Talente und Wirtschaftlichkeit

Das Verpflegungsangebot spielt auch bei der Wahl des Arbeitgebers eine Rolle: 64 Prozent der Befragten berücksichtigen es bei einem Jobwechsel. Für fast ein Viertel (23 Prozent) hat ein attraktives Verpflegungsangebot sogar einen großen bis sehr großen Einfluss auf die Jobentscheidung. Unternehmen, die hier kein ansprechendes Angebot vorweisen können, verspielen laut Studie Chancen im War for Talents.

Neben der Verpflegung ist auch die Sauberkeit am Arbeitsplatz von Bedeutung. 97 Prozent der Befragten halten die Hygiene in sanitären Anlagen für wichtig. Eine ähnliche Relevanz messen Arbeitnehmende der Sauberkeit im Betriebsrestaurant (94 Prozent), am Arbeitsplatz (89 Prozent) und in Konferenzräumen (68 Prozent) bei. Ein sauberer Arbeitsplatz steigert die Zufriedenheit der Mitarbeitenden um 91 Prozent.

Jens Wulf, Experte für Workplace Experience bei Sodexo Deutschland, fasst zusammen: „Unsere Befragung verdeutlicht, dass Verpflegung und Sauberkeit zu den echten Erfolgsfaktoren moderner Unternehmen zählen. Diese vermeintlichen Nebsachen entscheiden heute über Mitarbeiterzufriedenheit, Produktivität und Recruiting-Erfolg.“

Die Studie hebt hervor, dass sich Investitionen in Verpflegung und Reinigung auch wirtschaftlich auszahlen können. Drei von vier Arbeitnehmenden sind überzeugt, dass dies zu geringerer Fluktuation und weniger Krankheitstagen führt (76 Prozent). Saubere und gepflegte Arbeitsplätze werden zudem als Zeichen von Wertschätzung und einer positiven Unternehmenskultur wahrgenommen. Auch Führungskräfte bestätigen die Relevanz: 83 Prozent der Befragten mit Führungsverantwortung geben an, dass gesunde Ernährung die Leistungsfähigkeit ihrer Teams steigert, und 78 Prozent sehen darin einen wertvollen Beitrag zur Arbeitgebermarke.

„Wer diese Themen ernst nimmt, positioniert sich in Zeiten des Fachkräftemangels als attraktiver Arbeitgeber. Denn der Arbeitsplatz der Zukunft beginnt im Hier und Jetzt – mit gutem Essen und sauberen Toiletten“, so Jens Wulf. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass eine durchdachte Work-Food-Balance ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und die nachhaltige Mitarbeiterbindung ist.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.