Subway-Protest geht weiter

| Gastronomie Gastronomie

Nach einer Corona-bedingten Pause nehmen jetzt 20 Tierschutzorganisationen aus 14 Ländern ihre Kampagne gegen Subway wieder auf. Zum Neustart rufen sie ab dem 22. Juli eine Woche lang zu verschiedenen Online-Protestaktionen auf, die sich vor allem an die Europa-Spitze von Subway richten.

Das Bündnis unter der Leitung der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt fordert von Subway Europe, Middle East and Africa (EMEA), höhere Tierschutzstandards für Hühner in der Mast zu etablieren. In den USA und in Kanada hat der Konzern bereits 2017 vergleichbaren Standards zugestimmt. Die Veränderungen seien wirtschaftlich zumutbar und würden das Leid von Millionen Tieren reduzieren, argumentieren die Organisationen. Eine entsprechende Petition unterzeichneten seit Dezember 2019 mehr als 169.000 Menschen.

»Wir haben unsere Proteste gegen Subway seit dem Frühjahr ruhen lassen, um niemanden einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen und um die wirtschaftlich unsichere Situation der Franchisenehmer nicht zu verschärfen. Weil sich die europäische Führungsebene aber nach wie vor nicht rührt, machen wir jetzt wieder öffentlich Druck, erst einmal online. Wir lassen uns nicht abwimmeln und bleiben hartnäckig, denn die Hühner, um die es hier geht, leiden permanent«, erklärt Anna-Maria Renner, Kampagnenleiterin bei der Albert Schweitzer Stiftung. Protestaktionen vor einzelnen Subway-Filialen wird es zunächst nicht geben.

Rund 30 Tierschutzorganisationen haben sich in der Europäischen Masthuhn-Initiative zusammengeschlossen und neue Kriterien erarbeitet, um zumindest die größten Qualen von Hühnern in der Mast zu lindern. Die Vögel stellen mit Abstand die meisten Individuen unter den jährlich geschlachteten Landtieren – allein in Deutschland sind es mehr als 620 Millionen. Weltweit haben sich bereits mehr als 300 Unternehmen verpflichtet, die Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative und verwandter Initiativen zu erfüllen.

»Die gesetzlichen Mindeststandards reichen nicht aus, um die Tiere auch nur ansatzweise vor Schmerzen und Leid zu schützen « , so Anna-Maria Renner. » Subway EMEA muss deshalb jetzt endlich Verantwortung übernehmen und für mehr Tierschutz in Europa sorgen. Selbst Kentucky Fried Chicken schafft das.«


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pincho Nation eröffnet Mitte Juni einen neuen Standort in Karlsruhe. Es ist der erste Restaurantbetrieb der Marke in Deutschland, der von einem Franchise-Partner geführt wird.

Der Gastronom Giovanni Massimino hat in Hamburg-Uhlenhorst ein neues Lokal eröffnet, das italienische Speisen mit einem Barkonzept verbindet. Entgegen der Namensgebung steht keine heiße Schokolade auf der Karte.

Finland startet die Kampagne Finland’s Official Tasting Table, bei der Interessierte an exklusiven Degustationsmenüs in Lappland sowie an der Küste teilnehmen können. Die Auswahl der 16 Gäste erfolgt über ein Bewerbungsverfahren bis Juni 2026.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Der Gastronomiekritiker und Journalist Jürgen Dollase hat die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Dollase mitteilte, habe er die Zusammenarbeit „fristlos gekündigt“.

Der Salzburger Spitzenkoch Andreas Senn will im Juni junge Menschen für die Gourmetküche gewinnen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, reserviert das Zwei-Sterne-Restaurant SENNS.Restaurant an jedem Öffnungstag unter der Woche einen Tisch für Gäste unter 30 Jahren. Die Aktion trägt den Titel „SENNS First Taste“.

Die Branche verändert sich schneller als je zuvor. Warum offene Köpfe, KI und internationale Inspiration jetzt entscheidend für die Hospitality-Branche sind. // Pierre Nierhaus veröffentlicht Herbstprogramm 2026: Gastro, KI und Management-Workshop im Europa-Park, Trendreisen Madrid, London, Tokio.

TUI hat für ein neues Schnitzel-Ranking 212 Restaurants im deutschsprachigen Raum ausgewertet. Besonderheit der Untersuchung ist ein KI-Qualitätsscore, für den ChatGPT Schnitzelfotos analysierte.

Bei der Bierkönigin des Freistaats muss jeder Schlag sitzen, das ist klar. Wer ebenfalls in die Verlegenheit kommen könnte, ein Fass anzuzapfen, kann sich hier die entscheidenden Tipps holen.

Die französische „Big Mamma“-Gruppe plant ihren Markteintritt in den Vereinigten Staaten. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der erste Standort in den USA Ende 2026 in Juno Beach im US-Bundesstaat Florida eröffnet werden.