Takeaway und Just Eat einigen sich auf Fusion

| Gastronomie Gastronomie

Die Essens-Lieferdienste Takeaway.com und Just Eat sind sich bei den Details für ihre geplante Fusion einig. Der neue Konzern soll nach dem Zusammenschluss Just Eat Takeaway.com heißen. Der Deal soll dem neuen Unternehmen zunächst eine jährliche Kostenersparnis in Höhe von 10 Millionen Euro einbringen, wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilten. Bis zum vierten Jahr nach Vollzug des Deals sollen sich die Einsparungen verdoppeln.

Zudem bestätigten die beiden Unternehmen den bereits bekannten Kaufpreis, der bisher noch nicht in Form einer verbindlichen Offerte vorgelegen hatte. Demnach sollen die Just-Eat-Aktionäre für jeden ihrer Anteilscheine 0,09744 Aktien der niederländischen Lieferando-Mutter Takeaway.com erhalten. Dies entspricht den Angaben zufolge einem Preis von 731 Pence für jede Just-Eat-Aktie und einem Aufschlag von rund 15 Prozent auf den Schlusskurs von Just Eat am 26. Juli.

Insgesamt erhalten die Anteilseigner von Just Eat damit eine Beteiligung von etwa 52,2 Prozent an dem fusionierten Unternehmen. Die Aktionäre von Takeaway.com blieben knapp in der Minderheit. Die Aktionäre beider Gesellschaften müssen dem Geschäft noch zustimmen.

Die Niederländer betreiben in Deutschland das Portal Lieferando.de.

Takeaway hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, das Deutschland-Geschäft von Delivery Hero (Lieferheld, Pizza.de und Foodora) für knapp eine Milliarde Euro zu übernehmen.

Takeaway mit mehr als 2 600 Mitarbeitern verbindet über die Plattform Verbraucher mit nach eigenen Angaben fast 44 000 Restaurants. Takeaway.com ist mit einer Marktkapitalisierung von 5,1 Milliarden Euro etwas größer als Just Eat mit umgerechnet knapp 4,8 Milliarden Euro. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.

In den Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht kommt Bewegung zwischen einer Bielefelder Dönerkette und dem US-Anbieter Kentucky Fried Chicken. «KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen», sagte der Chef der Bielefelder Firma Krispy Kebab.

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.

In München sorgt die Forderung eines Wirts für Furore: Die Oktoberfest-Zelte sollen europaweit ausgeschrieben werden. Was könnte das für Tradition und Brauchtum auf der Wiesn bedeuten?

Sie brutzelt, sie duftet und sie macht satt – die Currywurst landet millionenfach in Kantinen und Imbissen und auf dem Teller oder in der Pappschale. Doch wie mag der Berliner seine Wurst? Und wie wird sie im Pott gegessen?

Der internationale JRE-Kongress in Köln versammelte rund 500 Branchenvertreter, um über die Zukunft der Gastronomie und nachhaltige Innovationen zu beraten. Neben der Verleihung der International Awards 2026 stand die Expansion des Netzwerks nach Südamerika im Fokus.