Thomas Bühner gibt Restaurantpläne im Westfield Hamburg auf

| Gastronomie Gastronomie

Der geplante Restaurantbetrieb von Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht umgesetzt. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, ist ein geplantes Gastronomieprojekt des Spitzenkochs in der HafenCity an der Finanzierung gescheitert.

Nach Angaben des Berichts wollte Bühner auf einer rund 600 Quadratmeter großen Fläche im Gebäude Lee ein All-Day-Dining-Konzept eröffnen. Vorgesehen war ein Restaurant mit zwei Außenterrassen und Blick auf die Elbe. Die Eröffnung war ursprünglich für das erste Halbjahr 2026 geplant. (Tageskarte berichtete)

Investor zieht sich kurzfristig aus Hamburger Gastroprojekt zurück

Wie das „Hamburger Abendblatt“ weiter berichtet, zog sich ein wesentlicher Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück. Einen Ersatz habe Bühner nach eigenen Angaben in der verbleibenden Zeit nicht finden können.

„Der Standort im Westfield Hamburg-Überseequartier, direkt an der Waterfront, hätte perfekt zu dem gepasst, was ich dort vorhatte. Ein modernes All-Day-Dining-Konzept, das Menschen jeden Tag willkommen heißt, nicht nur zu besonderen Anlässen. Umso bedauerlicher ist es, dass ich dieses Projekt nun nicht realisieren werde, da sich ein wesentlicher Investor kurzfristig zurückgezogen hat“, sagte Bühner dem „Abendblatt“ laut Bericht.

Weiter erklärte der Koch demnach: „Leider war es mir in der Kürze der Zeit nicht möglich, einen neuen Investor zu finden. Im Interesse des Gesamtprojektes habe ich mich daher entschieden, mein Engagement aufzugeben.“

Geplant war ein All-Day-Dining-Konzept mit Elbblick

Wie aus einer Mitteilung zur Projektankündigung aus dem vergangenen Jahr hervorgeht, sollte das Restaurant im Erdgeschoss des Gebäudes Lee entstehen. Vorgesehen waren nach damaligen Angaben eine Innenfläche von 600 Quadratmetern sowie zwei Außenterrassen mit insgesamt 120 Quadratmetern Fläche.

Bühner hatte bei der Vorstellung des Projekts erklärt, dass er mit dem Konzept bewusst auf eine zugängliche Gastronomie setzen wolle. „Ich empfinde große Freude dabei, Menschen gemeinsam an einen Tisch zu bringen und mit gutem Essen zu berühren – nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern auch im Alltag. Hamburg und das Westfield Hamburg-Überseequartier bieten dafür nun genau die richtige Bühne: lebendig, neugierig und offen für neue kulinarische Geschichten“, wurde Bühner damals zitiert.

Betreiber sucht bereits nach neuen Nutzern für die Fläche

Eine Sprecherin von Unibail-Rodamco-Westfield, Betreiber des Einkaufsquartiers, bestätigte die Entwicklung laut „Abendblatt“. „Wir hätten uns gemeinsam eine Umsetzung des geplanten Gastronomiekonzepts gewünscht“, wird die Sprecherin zitiert. Gleichzeitig befinde sich das Unternehmen bereits „in konstruktiven Gesprächen mit potenziellen Nachfolgenutzern“.

Nach Angaben des Betreibers verzeichnete das Westfield Hamburg-Überseequartier seit der Eröffnung im April vergangenen Jahres mehr als zwölf Millionen Besuche. Das Quartier umfasst demnach 165 Flächen für Einzelhandel, Unterhaltung und Gastronomie sowie rund 40 Gastronomiebetriebe.

Rhubarb Hospitality Collection plant weitere Gastronomie im Gebäude Lee

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, eröffnete zuletzt das Restaurant Elemente im Gebäude Lee. Das lateinamerikanische Restaurant erstreckt sich laut Betreiber über rund 1300 Quadratmeter und verfügt über etwa 250 Sitzplätze sowie eine Außenterrasse mit Platz für bis zu 75 Gäste. Betreiber ist die Rhubarb Hospitality Collection Deutschland.

Darüber hinaus soll nach Angaben des „Abendblatts“ im Sommer die Air Bar in der 13. Etage des Gebäudes Lee eröffnen. Ebenfalls verantwortlich dafür ist die Rhubarb Hospitality Collection Deutschland.

Thomas Bühner verfolgt weitere Restaurantprojekte im In- und Ausland

Thomas Bühner leitete bis zur Schließung im Jahr 2018 das mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant „La Vie“ in Osnabrück. Nach Angaben aus der Projektankündigung betreibt er unter anderem das Restaurant „La Vie by Thomas Bühner“ in Düsseldorf sowie Restaurants in Taipeh und Istanbul.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Dönerfirma-Chef sah sich in einem David-gegen-Goliath-Streit schon als Sieger, doch nun kommt es doch zum Schulterschluss mit dem Fast-Food-Riesen KFC. Ein bekannter Schauspieler wirkte daran mit.

Das internationale Festival Pizza Village feiert Ende Mai 2026 seine Deutschlandpremiere im Berliner Napoleon Komplex. Zehn Pizzerien aus Italien präsentieren dort neapolitanische Pizzakultur und Handwerk bei freiem Eintritt.

Das Boutiquehotel Sonne Küsnacht-Zürich eröffnet am 10. Juni 2026 das neue Restaurant Pavillon. Das Restaurant entstand nach Angaben des Hotels aus der früheren „Sonnengalerie“, die gemeinsam mit Küchel Architects neu gestaltet wurde.

Pressemitteilung

Viele Gastronomiebetriebe nutzen Spülmaschinen im Standardprogramm – oft mit unnötig hohem Energie- und Wasserverbrauch. EcoPilot von Winterhalter setzt auf KI, erkennt Stoßzeiten und passt Programme automatisch an. So sinkt der Energieverbrauch um bis zu 17 %, CO₂ wird reduziert und Ressourcen geschont – ohne Einbußen bei Hygiene oder Spülergebnis.

L’Osteria eröffnet im Sommer das erste Restaurant in Dänemark und setzt damit die internationale Wachstumsstrategie fort. In Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner plant das Unternehmen mittelfristig den Aufbau von bis zu 15 Standorten.

Am Flughafen Düsseldorf sind neue Gastronomie- und Einzelhandelskonzepte gestartet. Betreiber Lagardère Travel Retail Deutschland baut damit sein Angebot am Standort weiter aus.

In Stockholm wird ein Café-Konzept erprobt, bei dem die Künstliche Intelligenz Mona die operative Leitung übernimmt. Medienberichte deuten auf eine signifikante Reduzierung des Personaleinsatzes hin, zeigen jedoch auch technische Grenzen bei individuellen Kundenwünschen auf.

Das Berliner Restaurant Nobelhart & Schmutzig hat seine Regeln zur Smartphone-Nutzung im Gastraum erläutert. Hintergrund ist die Stornierung eines Gastes, der die Praxis kritisierte. Parallel haben sich mehrere Betriebe der Spitzengastronomie zu ähnlichen Fragen geäußert. Die Fotoregeln des Restaurants werden seit Jahren diskutiert.

VistaPrint und Cornelia Poletto haben fünf Finalisten für die Auszeichnung zum Lokalhelden 2026 nominiert. Bis zum 10. Mai kann die Öffentlichkeit über den Gewinner eines Preisgeldes von 20.000 Euro abstimmen.

Von schwarzem Sesam über Erdbeer-Matcha-Latte bis zu Käsekuchen mit Pistazie und Ingwer mit Zitronenschale - die Berliner Gelato Week lockt Eisfreunde erneut mit ungewöhnlichen Kreationen. Etwa 50 Eisdielen in ganz Berlin nehmen teil.