Verband: Tausende Pubs in Großbritannien vor dem Aus

| Gastronomie Gastronomie

Brauereien und Pubs haben die britische Regierung am Donnerstag vor dramatischen Folgen für ihre Branche gewarnt, sollte nicht bald ein Datum für die Wiedereröffnung feststehen. Die «unmittelbare Zukunft Tausender Pubs und Hunderttausender Arbeitsplätze steht auf dem Spiel», hieß es in einem offenen Brief an Premierminister Boris Johnson im Namen Dutzender Brauereien und Pub-Ketten.

In Großbritannien sind Kneipen, Bars und Restaurants weiterhin geschlossen, ein genaues Datum, wann sie wieder öffnen sollen, gibt es bisher nicht. Der 4. Juli war dafür zwar zunächst anvisiert, wurde aber bisher von der Regierung nicht bestätigt. Die Unsicherheit könnte Tausende Arbeitsplätze kosten, warnten die Unternehmen.

Geschäfte durften zwar von dieser Woche an wieder öffnen, es gilt jedoch eine Abstandsregel von zwei Metern. Viele Pub-Betreiber fürchten, dass sie unter diesen Umständen nicht genügend Umsatz machen werden.

Das Vereinigte Königreich ist mit mehr als 42 000 Todesfällen bei zuvor positiv auf das Coronavirus getesteten Personen das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land Europas. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist zwar zurückgegangen, aber noch immer auf einem weit höheren Niveau als beispielsweise in Deutschland.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte London kürzlich davor, die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen zu überstürzen, solange kein robustes System zur Nachverfolgung vorhanden ist. Johnson hatte zwar für Anfang Juni ein Weltklasse-System versprochen. Erfüllen konnte er das Versprechen aber nicht. Eine erste Warn-App wurde nach einem Test wieder verworfen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.

Das Frauennetzwerk Foodservice hat seine Aktivitäten auf die Schweiz ausgeweitet. Erste Veranstaltungen in mehreren Städten verzeichneten nach Angaben der Organisation eine hohe Beteiligung.

Ciao Bella von der Gustoso Gruppe wird neuer Gastronomiebetreiber in den Drei Höfen in Amberg. Ab August 2026 soll zunächst ein Frühstücksangebot starten, bevor im September der vollständige Restaurantbetrieb folgt.