Viele Brandschutzmängel in Nachtclubs und Bars in Tschechien

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Die Feuerwehr in Tschechien hat bei außerordentlichen Kontrollen des Brandschutzes in Nachtclubs, Bars und Diskotheken mehr als 2.300 Mängel festgestellt. Auslöser der landesweiten Überprüfungen war die Brandkatastrophe in der Silvesternacht im Schweizer Skiort Crans-Montana mit mehr als 40 Toten gewesen.

«Es hat sich gezeigt, dass die Kontrollen notwendig waren und dass die Eigentümer dieser Betriebe der Sicherheit viel mehr Aufmerksamkeit widmen müssen», teilte der tschechische Innenminister Lubomir Metnar mit. Man werde die Einhaltung der Brandschutzregeln weiter genau kontrollieren und einfordern, denn es gehe um den Schutz von Gesundheit und Menschenleben.

Fehlende Feuerlöscher und blockierte Notausgänge

Zu den häufigsten Mängeln gehören den Angaben zufolge fehlende oder mangelhafte Handfeuerlöscher (341 Fälle) sowie blockierte oder unmarkierte Notausgänge (288 Fälle). In 247 Fällen waren gesetzlich vorgeschriebene periodische Kontrollen nicht durchgeführt worden. Probleme gab es auch mit der ungenehmigten Änderung der Nutzung von Gebäuden. Die meisten Mängel wurden in Prag und den an Deutschland grenzenden Verwaltungsregionen mit Sitz in Plzen (Pilsen) und Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) gefunden.

Bis Ende August wurden fast 800 Betriebe außer der Reihe kontrolliert - viele davon in Kellergeschossen und unterirdischen Gewölben. «Unser Ziel ist es nicht, Geldstrafen zu verhängen, sondern sicherzustellen, dass alle vom nächtlichen Ausgehen sicher nach Hause kommen», betonte der Generaldirektor der tschechischen Feuerwehr, Petr Oslejsek. Dennoch seien Bußen in Höhe von insgesamt 5,5 Millionen Kronen, umgerechnet rund 227.000 Euro, verhängt worden. (dpa)


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