Weniger Gaststätten in Sachsen wegen Hygienemängeln geschlossen

| Gastronomie Gastronomie

In Sachsens großen Städten mussten 2025 weniger Gaststätten wegen Hygienemängeln schließen. Die zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter (LÜVA) in Leipzig, Dresden und Chemnitz ordneten im vergangenen Jahr fünf Schließungen an, wie die Pressestellen der Städte mitteilten. Im Vergleich zu 2024 hat sich die Zahl demnach halbiert.

Dabei unterscheiden die Ämter zwischen einfachen und gröberen Verstößen. Geringfügige Mängel wie etwa leere Papierhandtuchspender können Betreiber nach einer Belehrung ohne weitere Maßnahmen direkt beheben. Werden gravierendere Verstöße, zum Beispiel verdorbene Lebensmittel, festgestellt, folgen Maßnahmen wie Bußgeldbescheide oder die Anordnung einer Nachkontrolle.

Chemnitz mit einer Schließung mehr als 2024

In Chemnitz untersagte das LÜVA im vergangenen Jahr drei Betrieben zeitweise das Abgeben von Speisen. Das war einer mehr als im Vorjahr. Gründe waren Mängel bei der Reinigung, der Warenpflege und der Lebensmittelbehandlung. Insgesamt ahndeten die Kontrolleure 248 Verstöße gegen die geltenden Vorschriften. 

Das Leipziger LÜVA ordnete 2025 die Schließung von zwei Speisegaststätten an - vier weniger als 2024. Maßgeblicher Grund war die Nichteinhaltung hygienischer Grundanforderungen. Bei insgesamt 707 Kontrollen wurden in 445 Fällen Mängel festgestellt.

In Dresden musste trotz mehr als 7.500 festgestellter Mängel im vergangenen Jahr kein Betrieb schließen. 2024 stellten die Kontrolleure in zwei Fällen Schaben fest und untersagten den Betrieb. 

Mehrere Landkreise ohne Schließungen

Die Landkreise Görlitz, Nordsachsen, Mittelsachsen und der Vogtlandkreis meldeten für die beiden vergangenen Jahre keine Schließungen von Gaststätten aufgrund mangelnder Hygiene. Im Landkreis Bautzen gab es 2025 keine Schließung und 2024 eine wegen ungenügender Ordnung und Sauberkeit.

Anders sah es im Landkreis Leipzig aus. Dort ordnete das zuständige Amt sowohl 2025 als auch 2024 jeweils vier vorübergehende Betriebsschließungen an. Hauptverstoß waren Reinigungsmängel. Im Landkreis Zwickau war in beiden Jahren je ein Betrieb betroffen. Auch hier bemängelten die Kontrolleure unzureichende Reinigung sowie mangelhafte Warenpflege. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Kaum ist die Trauerfeier für die 40 Todesopfer des Infernos von Crans-Montana vorbei, rücken die Ermittlungen gegen den Barbetreiber in den Mittelpunkt. Die Staatsanwaltschaft sieht Fluchtgefahr.

Die Bremer Innenstadt erhält einen neuen gastronomischen Zuwachs. Am 9. Januar 2026 eröffnet in der Martinistraße 58 ein Standort der schwedischen Kette Pincho Nation. Die Ansiedlung des Unternehmens wird durch die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH im Rahmen des Programms City UpTrade finanziell unterstützt.

Im Januar essen viele Menschen weniger Fleisch oder trinken weniger Alkohol. Manche verzichten gleich ganz und setzen auf Trends wie Veganuary oder Dry January. Was sagt die Gastro zu der Entwicklung?

In den USA sieht sich McDonald’s mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Kunden werfen dem Unternehmen vor, Verbraucher durch die Vermarktung des „McRib“-Burgers über die tatsächliche Beschaffenheit des verwendeten Fleisches zu täuschen.

Die Gastronomie steht vor einer große Transformation. Anpassung an den Klimawandel, Fachkräfteknappheit, Digitalisierung und Automatisierung sorgen dafür, dass neue Technologien in die Küchen einziehen, Ressourcen geschont und weniger Menschen benötigt werden. Fünf Planer des FCSI sprechen über ihre Visionen und Erwartungen für die Küche der Zukunft. 

McDonald's Deutschland erweitert sein Angebot dauerhaft um die neue Plattform Veggie. Seit Anfang Januar ergänzen fünf neue vegetarische Produkte, darunter Burger, Wraps und Salate, das Sortiment der Schnellrestaurantkette.

Eine aktuelle Auswertung von Sodexo für das Jahr 2025 zeigt den Wandel in deutschen Betriebskantinen. Neben Klassikern wie Currywurst und Bolognese bestimmen zunehmend Bowls, internationale Gerichte und pflanzenbasierte Konzepte den Speiseplan.

Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Nord zeigt Licht und Schatten im norddeutschen Tourismus: Während das Gastgewerbe einen deutlichen Stimmungsumschwung erlebt, blickt die Reisewirtschaft zunehmend besorgt auf die schwache Inlandsnachfrage und steigende Kosten.

Vor dem verheerenden Brand mit 40 Todesopfern im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der betroffenen Bar jahrelang keine Brandschutzkontrollen durchgeführt worden. Das hat der Präsident des Gemeinderats, Nicolas Feraud, mitgeteilt.

Nach der Identifizierung aller 40 Todesopfer des Brandinfernos in Crans-Montana steht fest: Viele derjenigen, die es nicht mehr lebend aus der brennenden Bar schafften, sind noch nicht volljährig gewesen. Das jüngste Todesopfer ist eine 14-jährige Schweizerin, wie die Schweizer Polizei im Kanton Wallis berichtet.