Wiesn-Bierpreis 2024 – Knackt die Maß die 15-Euro-Marke?

| Gastronomie Gastronomie

Es ist eine der wichtigsten Nachrichten im Münchner Jahreslauf: In Kürze wird die Stadt München die Bierpreise für das Oktoberfest bekanntgeben. Absehbar ist schon jetzt, dass der Preis wohl zumindest in einzelnen Zelten die Marke von 15 Euro knacken wird.

Der höchste Preis lag schon im Vorjahr bei 14,90 Euro. In vielen Zelten kostete die Maß 14,50 Euro, im Schnitt lag der Preis bei 14,18 Euro.

Die Mediengruppe Münchner Merkur/tz berichtete bereits über einige Zelte, in denen die Maß über 15 Euro kosten solle. Die Stadt bestätigte dies nicht. Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) sagte auf Anfrage: «Die Bierpreis-Bekanntgabe erfolgt durch die Stadt München.» Mitte nächster Woche sollten die Preise genannt werden. 

Allerdings legt nicht die Stadt die Preise fest. Wirte und Brauereien reichen ihre geplanten Getränkepreise - auch für Limo und Mineralwasser - ein. Die Stadt prüft lediglich, ob die Vorstellungen angemessen sind. Auch Mineralwasser kostete 2023 vielfach über zehn Euro. Erstmals gab es 2023 kostenlose Trinkwasserbrunnen. Zehn Stück sollen es dieses Jahr sein, doppelt so viele wie vergangenes Jahr. 

Egal, wie der Bierpreis ausfällt: Er ist - auch das gehört zur Tradition - alljährlich Anlass für Grantelei. Dabei ist das extra für die Wiesn gebraute Bier angesichts des Aufwands gar nicht so teuer. Im Vorjahr blieb die Preissteigerung mit durchschnittlich 6,1 Prozent gleichauf mit der allgemeinen Inflation in Deutschland - und unter dem etwas höheren Anstieg der Preise für Lebensmittel und Gastronomie. Zudem bekommt man beim Wiesnbier mehr Alkohol fürs Geld: Es ist etwas stärker, der Alkoholgehalt liegt bei etwa sechs Prozent. 

Vor Gericht ausgetragen wird dieses Jahr ein Streit um ein Bierzelt. Der Wirt des Herzkasperlzelts auf der Oidn Wiesn hat dieses Jahr zugunsten des Wirts der Boandlkramerei keine Zulassung erhalten - und will diese nun vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) erzwingen. Das Verwaltungsgericht München hatte den Eilantrag des Wirts abgelehnt. Dagegen legte er Beschwerde ein. Der VGH will voraussichtlich am Freitag die Entscheidung verkünden. Es eilt - denn am Montag startet auf der Theresienwiese der Aufbau der Bierzelte. 

Der Herzkasperl-Wirt hatte bei der Bewerbung weniger Punkte bekommen als die Boandlkramerei, er kritisiert jedoch deren Kulturprogramm als unzureichend. Es sei nicht Aufgabe des seit mehr als zehn Jahren bewährten Punktesystems, Erbhöfe zu kreieren, sagte Baumgärtner dazu. Musikgruppen könnten auch in einem anderen Zelt auftreten. «Ich sehe keinen Verlust an Kultur. Ich sehe, dass es ums Geld geht.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Von der Küche der Queen auf einen Acker in Darmstadt: Stefan Pappert kochte für rund 100 Gäste Variationen des Edelgemüses bei der offiziellen Eröffnung der Spargelsaison.

Basketball-Star LeBron James eröffnet in seiner Heimatstadt Akron das Restaurant Buckets. Der Betrieb dient gleichzeitig als Ausbildungsstätte für Teilnehmer seines sozialen Förderprogramms.

Das Restaurant Horváth in Berlin plant für Oktober 2026 eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Own the Pass“, bei der junge Köche für einen Abend den Betrieb übernehmen sollen. Bewerbungen sind bis Juni 2026 mit Konzept und Lebenslauf möglich

Burger King hat eine landesweite Rekrutierungsoffensive gestartet, um bis zu 60.000 neue Stellen in seinen knapp 6.500 Restaurants in den USA zu besetzen. Die Suche umfasst sowohl Einstiegspositionen als auch das Management.

Frische Spargelgerichte, vegane Highlights und alkoholfreie Drinks: Hessens Außengastronomie will mit neuen Trends in die Freiluftsaison starten. Doch höhere Kosten und Konsumzurückhaltung setzen die Betriebe unter Druck.

Taco Bell plant laut Medienberichten einen neuen Markteintritt in Deutschland. Neben ersten Standorten werden auch Details zur Franchise-Struktur und zu beteiligten Partnern bekannt.

Der Durchschnittspreis für einen halben Liter Bier ist einer Datenanalyse des Finanztechnologie-Unternehmens SumUp zufolge in größeren baden-württembergischen Städten spürbar gestiegen – von 3,86 Euro zu Beginn des Sommers 2025 auf zuletzt 4,88 Euro.

Das Restaurant 5 in Stuttgart hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen und setzt seinen Betrieb mit einem neuen Investor fort. Wie das Unternehmen mitteilt, ist damit der Fortbestand des Betriebs langfristig gesichert.

Yannick Alléno übernimmt mit insgesamt 18 Michelin-Sternen die weltweite Spitzenposition unter den aktiven Köchen. Der entscheidende Zuwachs resultiert aus der aktuellen Bewertung des Restaurants Monsieur Dior sowie neuen Sternen in Monaco.

Einen Wein aus dem Geburtsjahr des Nachwuchses bis zu dessen Hochzeit optimal lagern. Aus diesem Bedürfnis ist die Winebank zwar entstanden. Das Franchiseunternehmen hat jedoch einen anderen Fokus.