Wiesn-Medienberichte: Poker um Wiggerl Hagns Löwenbräu-Zelt

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Ludwig Hagn hat bei der Abrechnung seines Oktoberfestzeltes einen Fehler gemacht und dann selbst um Überprüfung gebeten. Medien spekulieren aktuell, ob Hagn dafür als Wirt von der Wiesn fliegen könnte. Ein Insider berichtet der Zeitung AZ: "Hinter den Kulissen wird wie wild ums Löwenbräuzelt gepokert.“ Freie Wiesn-Zelte gebe es ja eher selten, da müsse man sich schon frühzeitig ins rechte Licht rücken.

Vor allem eine prominente Wirte-Familie in München habe ein Auge auf das Löwenbräuzelt geworfen. Nach AZ-Informationen gebe es interne Vereinbarung zwischen der Brauerei und der Wirte-Familie in der angeblich steht, dass sollten Unstimmigkeiten beim Löwenbräuzelt auftreten und sollte die Stelle des Löwenbräuzeltes vakant werden können, so gelte ein Mitglied dieser Münchner Wirte-Familie bei der nächsten Punktevergabe fürs Löwenbräuzelt besonders zu berücksichtigen.

Der dienstälteste Wiesn-Wirt und ehemalige Präsident des DEHOGA-Bayern, Ludwig Hagn, steht, laut Bild-Zeitung, nach 63 Jahren vor dem Aus auf dem Oktoberfest. Nach Informationen der Zeitung stellt der Stadtrat in München Überlegungen an, dem Wiesn-Wirt die Konzession für sein Löwenbräu-Zelt zu entziehen.

Die Süddeutschen Zeitung hatte zuerst berichtet, dass das Löwenbräuzelt auf dem Oktoberfest im vergangenen Jahr zu wenig Pacht gezahlt haben soll, da der Umsatz nicht vollständig gemeldet wurde. Unter anderem hatte Hagn die Freimarken der Brauerei, die diese verschenkt, nicht bei der Umsatzpacht angegeben, was er aber hätte tun müssen – inklusive Bedienungsgeld. „Ich hatte auch einen neuen Steuerberater“, erklärt der dienstälteste Wiesn-Wirt der tz. „Das war natürlich nicht hilfreich. Ich mach diese Bilanz-Arbeit ja nicht selber.“ Im Februar bat Ludwig Hagn dann die Stadt selbst, ob die komplizierte Abrechnung geprüft werden könne. „Ich wollte ja keine riesige Nachzahlung machen müssen“, sagte Hagn der tz. Hagn versichert, dass der Fehler nicht absichtlich passiert sei. „Ich wäre doch blöd, wenn ich betrügen würde.“ Die den Differenzbetrag von 110.000 Euro hat der Wirt längst beglichen. 

Jetzt werde im Stadtrat diskutiert, ob sich die Kommune das angebliche Fehlverhalten Hagns gefallen lassen solle oder ob Hagn von der Wiesn fliege, schreibt die Zeitung. Demnach soll ein Abschlussbericht der Wirtschaftsprüfer hierzu die Grundlage bieten. „Mein Ruf ist jetzt schon ruiniert“, stellt der 79-Jährige traurig in der tz fest. „Ich gelte als der Betrüger der Stadt und kann mich nicht mal wehren.“

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