ZDF zeigt "Hochleistung am Herd - Zwischen Sterne- und Suppenküche"

| Gastronomie Gastronomie

Hitze, Dampf, verlockende Gerüche und ein großer Zeitdruck - wer an die Arbeit in einer Restaurant-Küche denkt, hat sofort Bilder im Kopf. «Hochleistung am Herd - Zwischen Sterne- und Suppenküche» gibt Einblicke in die Welt hinter der Restaurant-Tür und begleitet drei Menschen: eine Sterneköchin mit eigenem Restaurant, einen Sozialküchen-Küchenchef und einen Koch-Auszubildenden auf einem Kreuzfahrtschiff. Sie schildern Erlebnisse und zeigen so ganz unterschiedliche Aspekte eines herausfordernden Berufs. 

Die neue «37 Grad»-Folge ist im ZDF am Dienstag (3.12.) um 22.15 Uhr zu sehen. In der ZDF-Mediathek ist sie am gleichen Tag ab 8.00 Uhr verfügbar.

Die Sterneköchin

Wer einschaltet, sieht zum Beispiel Julia Komp. Die 35-Jährige hat sich mitten in der Corona-Zeit selbstständig gemacht und schnell einen Michelin-Stern erkocht. Mit ihrem Küchenteam bereitet sie die Menüs für ihr Gourmetrestaurant vor und koordiniert. Im Büro unterstützt sie ihr Partner. 

Anders als früher spürt sie als Unternehmerin nun auch den Druck, für das Gehalt ihrer Mitarbeiter verantwortlich zu sein. Und trotzdem strahlen ihre Augen, wenn sie davon erzählt, wie sie zur Gastronomie kam. Mit ihrem Essen und der passenden «Wohlfühlatmosphäre» will sie Menschen glücklich machen, erzählt sie. 

Schon in den ersten Minuten der rund halbstündigen Doku erahnt man, wie viel in einer großen Küche los ist: Während Julia erklärt, würzt sie konzentriert Fleisch, eine Mitarbeiterin schneidet schnell und geübt eine Paprikaschote, ein Kollege eine Zwiebel, ein anderer rollt kleine Teigfladen aus. Jeder hat eine Aufgabe. Julias Ziel: ein zweiter Stern. 

Der Azubi

An einem ganz anderen Punkt seines Berufswegs ist der 20-jährige Quentin. Er startet gerade seine Ausbildung zum Koch, auf einem Kreuzfahrtschiff. Das Besondere dabei: Er ist vier Monate am Stück auf dem Schiff und arbeitet und lernt jeden Tag, danach hat er zwei Monate frei. 

So geht das zwei Jahre. Von einem kleinen Dorf in Thüringen zieht er dafür auf ein Schiff mit Platz für 2.500 Passagiere plus Crew. Etwa 180 Leute sind Teil des Küchenteams. Allein das ist schon eine große Veränderung. 

An Bord lernt Quentin, Canapés anzurichten, rollt Gnocchi, gibt bei Veranstaltungen im Gästebereich Essen aus. Es gibt viel zu lernen und ohne freie Tage ist das eine besonders intensive Zeit. Aber Quentin bleibt dabei. 

Der Küchenchef

Mehrere Jahrzehnte Küchenerfahrung hat Oliver (58). Er hat lange für einen Caterer gearbeitet, jetzt arbeitet er in einer Sozialküche in Hamburg mit Kochlaien, die er auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. 

Als Küchenleiter will er eine klare Struktur vorgeben. Ihm ist dabei wichtig, für sie ansprechbar zu sein, und freut sich, wenn Mitarbeitende danach eine andere gute Stelle finden. Der Ton ist hier nicht so rau wie in mancher Großküche. 

Viel Arbeit gibt es aber auch hier: Das Team kocht für einen günstigen Mittagstisch, der sich an Rentner richtet, für eine Suppenküche und für verschiedene Einrichtungen wie Kitas. Anders als in herkömmlichen Restaurants wird hier nicht abends oder am Wochenende gearbeitet - derart geregelte Arbeitszeiten haben wohl nicht viele Köche. Hochleistung am Herd ist dennoch gefragt. 

Der Film von Ann-Kristin Danzenbächer und Florian Hellwig ist ruhig und lässt die Protagonisten viel zu Wort kommen. Die Hektik einer Großküche und die Sinnlichkeit guten Essens spürt man aber kaum. Dafür lernt man Seiten des Berufs Koch kennen, die nicht allseits bekannt sind. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.