Zweiter Standort in Deutschland - Pincho Nation startet in Bremen

| Gastronomie Gastronomie

Die Bremer Innenstadt erhält einen neuen gastronomischen Zuwachs. Am 9. Januar 2026 eröffnet in der Martinistraße 58 ein Standort der schwedischen Kette Pincho Nation. Die Ansiedlung des Unternehmens wird durch die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH im Rahmen des Programms City UpTrade finanziell unterstützt.

Kapazitäten und Beschäftigung in der neuen Betriebsstätte

Das Restaurant erstreckt sich über zwei Etagen mit einer Gesamtfläche von 530 Quadratmetern. Im Innenbereich stehen rund 150 Plätze zur Verfügung, während der Außenbereich Platz für weitere 40 Personen bietet. Für den Betrieb des Standortes werden etwa 25 Mitarbeiter eingestellt. Die Gestaltung der Räumlichkeiten orientiert sich an einer Mischung aus Jahrmarktelementen und Wohnzimmeratmosphäre. Das kulinarische Angebot umfasst über 30 kleine Gerichte aus verschiedenen internationalen Küchen.

Digitale Abläufe und Kundenbindung

Eine Besonderheit des Betriebes ist die technische Abwicklung der Serviceprozesse. Die Bestellung sowie die Bezahlung der Speisen und Getränke werden vollständig über eine Mobilanwendung gesteuert. Über dieses digitale System können Gäste zudem an einem Bonusprogramm teilnehmen, um kostenlose Speisen zu erhalten. Zielgruppe des Standortes sind laut Betreiber sowohl junge Menschen und Familien als auch Touristen.

Förderung durch die Wirtschaftsförderung Bremen

Die Eröffnung wird durch die Anschubfinanzierung City UpTrade begleitet. Dieses Programm der WFB hat das Ziel, die Attraktivität und die Vielfalt in der Bremer Innenstadt durch die Ansiedlung von Einzelhandel, Gastronomie und Handwerk zu steigern. Das Projekt in der Martinistraße ist die achte Ansiedlung, die von dieser Förderung profitiert. Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB, erklärt dazu: „Die Eröffnung von Pincho Nation steht exemplarisch für das, was wir mit dem Programm City UpTrade erreichen wollen: kreative, nachhaltige und publikumswirksame Nutzungen, die unsere Innenstadt stärken und Menschen zusammenbringen.“

Zweiter Standort in Deutschland

Für das schwedische Unternehmen stellt der Standort in Bremen einen weiteren Schritt auf dem deutschen Markt dar. Vanessa Politz, Area Managerin für den deutschen Markt bei Pincho Nation, äußert sich zur Standortwahl: „Wir freuen uns sehr, endlich in Bremen zu eröffnen – einer Stadt, die so vielfältig, offen und genussfreudig ist wie unser Konzept. Unser Ziel ist es, Orte zu schaffen, an denen Menschen zusammenkommen, lachen, genießen und etwas Neues entdecken – mit Leichtigkeit und ohne steife Regeln.“  Der Deutschland-Start in Kiel im Februar 2025 soll sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Erfolg entwickelt haben. Nach Unternehmensangaben besuchten in den ersten sechs Monaten bereits mehr als 50.000 Gäste das Restaurant. „Die Resonanz hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Es bestätigt uns, dass unser Konzept auch in Deutschland hervorragend funktioniert“, erklärte seinerzeit Henrik Fischer, Head of Expansion der Pincho Nation Group. (Tageskarte berichtete)

Fokus auf Franchise-Wachstum und geeignete Immobilien

Für 2026 plant Pincho Nation mindestens fünf weitere Neueröffnungen in Deutschland und sieht langfristig Potenzial für bis zu 80 Standorte. In Skandinavien betreibt die Marke bereits 90 Restaurants, von denen mehr als 80 Prozent von Franchise-Partnern geführt werden. Diese profitieren von standardisierten Prozessen, zentral gesteuertem Marketing, etablierten Lieferantenstrukturen sowie der hauseigenen Onboarding- und Trainingsplattform Pinchoversity.

Zur weiteren Expansion sucht Pincho Nation deutschlandweit nach geeigneten Franchise-Partnern und Immobilien. Bevorzugt werden gut sichtbare Erdgeschossflächen mit einer Größe von etwa 350 bis 450 Quadratmetern und hoher Passantenfrequenz. Der Markteintritt des ersten deutschen Standorts in Kiel, der in der ersten Woche mehr als 2.000 Reservierungen verzeichnete, zeigt deutlich das Besucherpotenzial des Konzepts für innerstädtische Lagen.

Mit der Eröffnung in Bremen, dem bestätigten Standort in Lübeck sowie den laufenden Franchise-Gesprächen in Karlsruhe und Rostock beschleunigt Pincho Nation seine Expansion in Deutschland und lädt aktiv zum Austausch mit Franchise-Interessierten, Immobilieneigentümern, Maklern und Center-Managements ein. Weitere Informationen sind über die Pincho-Nation-App oder unter


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die chinesische Café-Kette Cotti Coffee expandiert nach Deutschland und eröffnet erste Filialen in deutschen Großstädten. Mit einer Strategie aus extremer Preispolitik und vollständig digitalisierten Bestellprozessen fordert das Unternehmen etablierte Marktteilnehmer heraus.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland laden am 1. März zur dritten Charity Küchenparty in die Bonner La Redoute ein. Spitzenköche und Partner sammeln durch das kulinarische Event Erlöse für Bildungsprojekte zur Förderung des Ernährungsbewusstseins bei Kindern.

Die Finalisten für den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 wurden in Hamburg nominiert. Fünf innovative Konzepte aus Deutschland treten im März auf der Internorga gegeneinander an, um die Auszeichnung und Förderpakete zu gewinnen.

Der Guide Michelin hat die neuen Sterne-Auszeichnungen für Großbritannien und Irland bekanntgegeben. Während die Spitze der Drei-Sterne-Gastronomie stabil bleibt, verzeichnete die Auswahl signifikante Zuwächse bei den Zwei- und Ein-Sterne-Häusern.

Wer den Valentinstag im Restaurant oder Café verbringt, muss tiefer in die Tasche greifen: Die Preise in der Gastronomie stiegen 2025 um 3,6 Prozent und liegen damit weiterhin deutlich über der allgemeinen Inflationsrate. Erhebliche Preissteigerungen zeigen sich im Fünf-Jahres-Vergleich.

Bei den ahgz Sterne Awards 2026 teilen sich das Münchner Restaurant Jan und die Schwarzwaldstube aus Baiersbronn den ersten Platz. Das Ranking basiert auf einer kombinierten Auswertung führender Restaurantführer und einer Branchenbefragung unter 200 Spitzenköchen.

Eine aktuelle Civey-Umfrage offenbart eine geteilte Meinung zur Finanzierung des Oktoberfests: Während bundesweit 46 Prozent der Bürger einen Eintrittspreis befürworten, regt sich in Bayern und bei der Münchner Stadtspitze deutlicher Widerstand gegen den Vorstoß der Brauer.

Studierende können in den Hochschulen vergleichsweise günstig speisen. Nicht alle geben danach Besteck und Geschirr wieder ab - Diebstahl ist ein Thema. Doch es gibt weitere Gründe für den Schwund.

Die Gastronomie ist der Hauptgewinner auch der diesjährigen Karnevalssession. Wie die Rheinische Post unter Berufung auf das IW berichtet, fließen rund 900 Millionen Euro in die Kassen der Gastwirte, während der Gesamtwirtschaftsfaktor bundesweit bei zwei Milliarden Euro liegt.

Das mit einem Stern ausgezeichnete Marburger Esszimmer unter der Leitung von Kathrin und Denis Feix schließt zum 1. März. Trotz exzellenter Kritiken sieht die Vila Vita Marburg SE am Standort keine langfristige wirtschaftliche Basis für das spezialisierte Fine-Dining-Konzept.