Zweites ALEX in Hamburg eröffnet

| Gastronomie Gastronomie

Mitchells & Butlers ist wieder mit zwei Standorten in der Hansestadt vertreten. Nach dem Auszug aus dem Alsterpavillon im Oktober 2025 wurde nun das ALEX am Rothenbaum offiziell eröffnet. Das neue Restaurant befindet sich an der Rothenbaumchaussee 78 im Multimedia Centre Rotherbaum und ergänzt den bestehenden Standort an der Überseebrücke, der seit 2019 betrieben wird.

Investitionen und architektonische Gestaltung

Für die Realisierung des 42. deutschen ALEX-Betriebes investierte die MABG rund 1,7 Millionen Euro. Die Räumlichkeiten umfassen eine Gastraumfläche von etwa 260 Quadratmetern mit 180 Sitzplätzen im Innenbereich. Hinzu kommen rund 150 Plätze auf einer Außenterrasse. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen des ehemaligen Restaurants Bolero sowie angrenzender Gewerbeflächen wurde die Fensterfront durch deckenhohe, aufschiebbare Elemente ersetzt, um eine transparente Verbindung zwischen Innen- und Außenraum zu schaffen.

Einführung des Urban-Living-Konzepts

Mit der Neueröffnung stellt die Gruppe ein neues Designkonzept für den Hamburger Markt vor. Während der Standort an der Überseebrücke weiterhin ein mediterranes Ambiente verfolgt, kommt am Rothenbaum erstmals in der Hansestadt das sogenannte Urban-Living-Design zum Einsatz. Laut Geschäftsführer Bernd Riegger ist Hamburg nach München und Dresden die dritte Stadt, in der zwei unterschiedliche Designlinien parallel präsentiert werden. Mittelfristig soll das neue Gestaltungskonzept in allen Betrieben umgesetzt werden.

Das Interieur zeichnet sich durch eine Kombination verschiedener Stilmittel aus, wobei natürliche Elemente wie hängende Pflanzen mit einer Farbpalette aus Creme-, Grün-, Türkis-, Kupfer- und Senftönen kombiniert werden. Die Gestaltung integriert großflächige Fototapeten mit botanischen Drucken sowie lokale Artworks und setzt auf einen Materialmix aus Holzböden, Mosaikfliesen und Industrial-Design-Elementen. In den verschiedenen Verweilzonen finden sich Samtsessel, Loungemöbel und hohe Bistrostühle an Gemeinschaftstischen, die durch ein an die Tageszeit angepasstes Licht- und Musikkonzept ergänzt werden.

Gastronomisches Angebot und Personalstruktur

Das Betriebskonzept ist als ganztägige Erlebnisgastronomie ohne Ruhetag ausgelegt. Das kulinarische Angebot erstreckt sich vom morgendlichen Frühstücksbuffet, das an Wochenenden und Feiertagen als Brunch erweitert wird, bis hin zum späten Abendgeschäft. Die Speisekarte umfasst internationale Gerichte wie Bowls, Flammkuchen, Burger sowie Crossover-Spezialitäten und wird am Nachmittag durch ein Angebot an Kaffee und Kuchen ergänzt.

Personell setzt das Unternehmen auf Kontinuität innerhalb der Hamburger Standorte. Ein Großteil des rund 60-köpfigen Teams wechselte vom ehemaligen Standort im Alsterpavillon an die Rothenbaumchaussee. Die Leitung übernimmt Betriebsleiter Reza Hesse, der bereits seit 1998 für die MABG tätig ist und als District Manager North zudem das ALEX Überseebrücke verantwortet.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Noma in Kopenhagen gilt als eines der besten Restaurants der Welt. Doch Ex-Mitarbeiter werfen Chefkoch Redzepi laut «New York Times» Gewalt und Demütigungen vor. Jetzt zieht der Däne Konsequenzen.

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung der vollständigen Restaurantselektion 2026, hat der Guide Michelin die diesjährigen Preisträger des Bib Gourmand für Österreich bekannt gegeben. Wie die Organisation mitteilt, erhalten in diesem Jahr 26 Restaurants die Auszeichnung neu.

Kurz vor der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 sorgen prominente Abwertungen für Aufsehen: Das Pariser Traditionsrestaurant L’Ambroisie verliert nach Jahrzehnten seinen dritten Stern, während auch renommierte Häuser in der Provinz Federn lassen müssen.

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.