577 Serviced Apartments im Frankfurter Gallus-Viertel geplant

| Hotellerie Hotellerie

Der Frankfurter Immobilienentwickler Mercurius Real Estate plant im Frankfurter Gallus-Viertel den Bau von 577 Serviced Apartments. Wie das Unternehmen mitteilt, wird der Bauvorbescheid für das Projekt „Green Cam“ spätestens bis Ende Juni erwartet. Das rund 11.000 Quadratmeter große Grundstück befindet sich am nördlichen Ende der Camberger Brücke auf einem ehemaligen Gewerbeareal.

Die geplanten Apartments sollen sich an Gäste mit mittelfristigem Übernachtungsbedarf richten. Nach Angaben des Unternehmens zählen dazu Geschäftsreisende, Fachkräfte im Projekteinsatz, Messebesucher, Touristen sowie Studierende. Das Konzept sei zwischen klassischer Hotellerie und Wohnungsmarkt angesiedelt.

Mercurius ersetzt frühere Büroplanung durch Apartmentkonzept im Gallus-Viertel

Wie das Unternehmen mitteilt, war „Green Cam“ ursprünglich als Bürokomplex vorgesehen. Für diese Planung habe Mercurius Real Estate bereits im Jahr 2023 einen positiven Bauvorbescheid erhalten. Aufgrund der anhaltenden Schwäche des Frankfurter Büromarkts sei das Projekt nun grundlegend neu ausgerichtet worden.

Mit dem neuen Konzept reagiere das Unternehmen nach eigenen Angaben auf eine wachsende Nachfrage nach Serviced Apartments. Gleichzeitig verweist Mercurius auf die zentrale Lage des Standorts sowie die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die S-Bahn-Station Galluswarte liegt laut Mitteilung rund 200 Meter entfernt. Von dort aus seien Hauptbahnhof und Messe innerhalb weniger Minuten erreichbar.

Gebäude soll Kita, Fitnessstudio und Gastronomieflächen aufnehmen

Neben den Apartments sind weitere Nutzungen vorgesehen. Rund 3.000 Quadratmeter der Gesamtmietfläche sollen nach Angaben des Unternehmens für Gewerbe vorgesehen werden. Im Erdgeschoss ist eine Kita geplant, im ersten Obergeschoss ein Fitnessstudio. Im siebten Obergeschoss soll ein Gastronomiebetrieb entstehen.

Geplant ist außerdem eine begrünte Dachterrasse mit einem Loungebereich und Sportanlagen. Dazu zählt laut Mitteilung auch eine Fläche für Paddle-Tennis.

Modulare Bauweise soll Projektkosten und Bauzeit deutlich reduzieren

Mercurius plant nach eigenen Angaben eine modulare Bauweise für das Projekt. Der hohe Wiederholungsgrad der Apartments ermögliche eine standardisierte Umsetzung. Dadurch sollen Bauzeit und Kosten reduziert werden.

Nach Angaben des Unternehmens soll zudem auf den Bau einer Tiefgarage verzichtet werden können. Die im Erdgeschoss vorgesehenen Stellplätze machten dies möglich.

Das Gebäude soll aufgrund seiner Lage weithin sichtbar sein. Laut Mitteilung werde „Green Cam“ insbesondere von Zugreisenden wahrgenommen werden, die in den Frankfurter Hauptbahnhof einfahren.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Expedia Group beendet die Marke ebookers in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Nutzer werden künftig auf Hotels.com weitergeleitet, Bonus+-Guthaben wird in Hotels.com-Gutscheine umgewandelt

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.