Acht Reiseprognosen für das Jahr 2019

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Von kulturellem Austausch und nachhaltigen Reisen bis zur virtuellen Beratung und einer „weniger ist mehr”-Mentalität – Booking.com hat einen Blick in die Kristallkugel geworfen. Eine Umfrage unter 21.500 Reisenden und die Analyse von 163 Millionen Gästebewertungen auf der Seite zeigen die Reistrends für 2019. Unter den Befragten aus insgesamt 29 Ländern gaben auch 1.000 Deutsche Auskunft über ihre Erwartungen und Vorhaben im nächsten Jahr.

Reisen als Lernimpuls

In 2019 liegt ein Fokus auf Reisen mit Sinn. Nahezu die Hälfte (49 Prozent) der Deutschen sind sich einig, dass sie auf Reisen wertvolle Lebenserfahrung gewonnen haben. Im Jahr 2019 wünscht sich daher ein Großteil der Befragten, während des Urlaubs etwas Neues zu lernen. So werden in Zukunft Reisen auch unter dem Augenmerk der persönlichen Weiterentwicklung geplant. Sieht man sich die Zahlen an, würden 56 Prozent gerne bei einem kulturellen Austausch neue Fähigkeiten erlangen, gefolgt von einem internationalen Praktikum (37 Prozent) oder ehrenamtlicher Arbeit im Ausland (31 Prozent).

Vereinfachung durch Technik

Im Jahr 2019 wird “Einfachheit” das Maß der Dinge für Online-Plattformen und technische Geräte sein. In den letzten Jahren haben Reisende viel von Künstlicher Intelligenz (KI), Virtual Reality (VR) und Spracherkennung gehört. Nun geht es darum, diese Innovationen großflächig nutzbar zu machen. Zum Beispiel indem Unterkünfte ohne Schlüssel und nur mit dem Handy betreten werden können oder ein Roboter Gäste als Rezeptionist automatisch in ihrer Sprache willkommen heißt.

Die Neuerungen, die Reisende am meisten begeistern, sind jedoch nicht besonders futuristisch. Sie freuen sich vielmehr über die Vorzüge von Apps zur Echtzeit-Rückverfolgung ihres Gepäcks (43 Prozent) oder zur rund-um Planung ihrer Reise (38 Prozent) als über die Aussicht auf ein selbstfahrendes Vehikel an ihrem Reiseziel (19 Prozent). In 2019 wird sich die Technik zur Planung einer Reise ebenfalls weiterentwickeln. 13 Prozent der Befragten gefällt die Vorstellung eines „virtuellen Reiseagenten” zu Hause, der mit Sprachsteuerung Fragen zum nächsten Urlaub beantwortet.

Reisen hinter den Horizont

Die NASA beginnt 2019 mit dem Bau der Lunar Space Station (Start 2022). In den kommenden Jahren wird beträchtlich in die Raumfahrt investiert. So schnell wie die Raumfahrttechnologie sich entwickelt, scheint es sogar zum Weltraumtourismus nicht mehr weit zu sein. Ein Viertel der deutschen Reisenden (25 Prozent) bestätigt, dass ihnen die Vorstellung einer Reise ins Weltall gefällt und sie sogar offen dafür sind, eine solche Reise wirklich anzutreten (24 Prozent).

Individualisierte Informationen

Die Art und Weise, wie Reiseinformationen genutzt werden, wird sich in 2019 rasant weiterentwickeln. Die allgemeinen und umfassenden Reiseführer der Vergangenheit werden zunehmend Inhalten in Kurzform Platz machen, die individuell angepasst sind.

Das neue Wissen wird sich nahtlos in die eigenen Social Media Feeds integrieren lassen.

16 Prozent aller deutschen Reisenden wünschen sich ein Gerät oder ein System, das ihnen die Reiseplanung abnimmt. Zwei von zehn Reisenden (19 Prozent) wünschen sich von Reiseanbietern mithilfe Künstlicher Intelligenz Vorschläge aufbauend auf vergangenen Erfahrungen. Knapp die Hälfte der Deutschen (43 Prozent) freuen sich über einen digitalen Tourguide, der ihr Urlaubsprogram individuell auf ihre Bedürfnisse abstimmt.

Bewusstes Reisen

Bei der Entscheidung für einen Reiseort werden auch Themen wie Menschenrechte und Gleichberechtigung eine Rolle spielen. Derzeit finden zwei von fünf Deutschen (41 Prozent), dass soziale Belange im Urlaubsland relevant sind. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) entscheidet sich gegen ein Reiseziel, wenn sie das Gefühl haben, dass es die Einwohner dort negativ beeinflusst.

Plastik überall und nirgendwo

Plastik in der Umwelt bleibt ein wichtiges Thema. Millennials und die Generation Z werden auf Reisen stärker auf Nachhaltigkeit achten. Die Mehrheit der deutschen Reisenden (78 Prozent) äußert die Bereitschaft, die Umweltbelastung im Urlaub gezielt zu bekämpfen. Start-ups werden auf diesen positiven Trend aufspringen und die Technik für einen grünen Fußabdruck auf Reisen weiterentwickeln.

Das Sammeln von Erfahrungen

Bereits in 2018 war es Trend auf Reisen möglichst viel Neues zu erleben. In 2019 wird es noch wichtiger neue Erlebnisse zu machen als den eigenen Besitz zu vergrößern. Das gaben 86 Prozent der weltweit Reisenden und 58 Prozent der deutschen Befragten in der Umfrage an. Wo sie essen und schlafen bis hin zu wie sie einkaufen, wird für Reisende eine noch größere Bedeutung erlangen, denn es geht um Momente, an die man sich lange noch mit Freude erinnert. Positive Erfahrungen im Urlaub sind zudem ein guter Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag. In 2019 plant ein Fünftel der deutschen Reisenden (22 Prozent) ein Reiseziel zu besuchen, an dem sie sich wieder wie ein Kind fühlen können. Unterkünfte bieten Millennials immer kindlichere und verspieltere Einrichtungen für Erwachsene wie Bällebäder und Hüpfburgen.

Das Kleine maximieren

Etwas weniger als die Hälfte der Reisenden in Deutschland (41 Prozent) gaben an, dass sie 2019 mehr Wochenendtrips planen. Mit zunehmender Reisemobilität durch neue Flugrouten und günstige Angebote, werden Kurztrips abwechslungsreicher. Booking.com verzeichnet außerdem eine erhöhte Nachfrage nach außergewöhnlichen Unterkünften.

Pepijn Rijvers, Marketing Chef bei Booking: „2019 wird ein spannendes Jahr für die Touristik. Wir sind bereit für bahnbrechende Entwicklungen und technologischen Fortschritt, die Reisenden immer unglaublichere Erfahrungen bieten werden. Booking.com hat sich zum Ziel gesetzt, diese außergewöhnlichen Reiseerlebnisse anzubieten. Als Reiseplattform lernen wir ständig dazu und erfinden Neues. Noch nie haben wir uns so sehr darüber gefreut, das Epizentrum einer spannenden Branche zu sein.”

Die Umfrage wurde von Booking.com in Auftrag gegeben und mit unabhängigen Befragten durchgeführt, die in den letzten 12 Monaten verreist sind oder in den nächsten 12 Monaten eine Reise planen. Insgesamt wurden 21.500 Personen befragt (inklusive jeweils 1.000 aus Australien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, China, Brasilien, Indien, USA, Vereinigtes Königreich, Russland, Indonesien, Kolumbien und Südkorea; und jeweils 500 aus Japan, Neuseeland, Thailand, Argentinien, Belgien, Kanada, Dänemark, Hong Kong, Kroatien, Taiwan, Mexiko, Niederlande, Schweden, Singapur und Israel). Die Befragten haben vom 10. bis 30. August 2018 eine Online-Umfrage ausgefüllt.

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