Best Western wird Dorint: Grossmann Group kauft Hotel Vier Jahreszeiten in Durbach

| Hotellerie Hotellerie

Mit seinen Partnern Sami Hadi und Svetozar Ivanoff hat der Projektentwickler Jürgen Grossmann das Best Western Hotel Vier Jahreszeiten am Ortseingang von Durbach erworben. Bereits im Januar wird die Halbersbacher Hopitality Group das Haus als Dorint Hotel Durbach betreiben. 

„Die Komplexität des Vorhabens und unser Wunsch nicht nur (wie ursprünglich angeboten) die Immobilie, sondern auch die 68 Mitarbeiter des Hotelbetriebs zu übernehmen, führten zu einem Verkaufsprozess von rund zwei Jahren. „Wir sind glücklich, dass wir nun endlich den Kaufvertrag in trockenen Tüchern haben“, sagt Sami Hadi, einer der drei geschäftsführenden Gesellschafter.

Durbachs Bürgermeister Andreas König freut sich über das Engagement der Grossmann Group und über den weitsichtig gefassten Beschluss von Rüdiger Hurrle, das Objekt an einen Investor aus der Region zu veräußern, der Gestaltungswillen und die Kraft für eigene Investitionen mitbringt. „Wir haben mit der Grossmann Group einen renommierten Investor gefunden, der alles mitbringt, um nicht nur dieses Objekt zu entwickeln, sondern auch die touristische Anziehungskraft von ganz Durbach zu verbessern.“

„Diese Projektentwicklung ist eine Herausforderung, über die wir lange diskutiert haben“, sagt Jürgen Grossmann. „Das Gebäude wurde einst als Zweckbau für eine Kliniknutzung entworfen und gebaut. Weder die äußere Erscheinung, noch der Zuschnitt der Flächen in seiner heutigen Form sind für eine nachhaltig erfolgreiche Nutzung ausreichend, was sicherlich der Hauptgrund dafür Ist, dass der Hotelbetrieb seit Jahren rote Zahlen schreibt. „Mit diesem Gebäude ist zudem eine besondere Verantwortung verbunden“, sagt Grossmann. „Einerseits ist Durbach sicher einer der schönsten Ferienorte im Schwarzwald. Allerdings hat das Gebäude in seiner jetzigen Form nie wirklich zum Ort gepasst und war mir persönlich daher optisch immer ein Dorn im Auge.“




Grossmann plant daher, die Fassadengestaltung des Hotels zu optimieren. Durch eine Gliederung des großen Baukörpers soll dieser künftig kleiner und vor allen Dingen harmonischer wirken.

Der weitere Prozess sieht daher vor, die Bestands- und Brachflächen neu zu strukturieren und die vorhandenen Flächen sinnvoll zu ergänzen. „Das ist äußerst wichtig, denn nur damit sichern wir langfristig den Erhalt des Schwimmbads, des Wellnessbereichs, des Fitnessbereichs der Arztpraxen und der Physiotherapie, die allesamt schon heute von den Durbachern gern genutzt werden“, erläutert Ivanoff.

Grossmann und seine Geschäftspartner werden in enger Absprache mit der Verwaltung handeln. „Die bisherigen Gespräche mit dem Gemeinderat waren für mich immer zielführend und konstruktiv“, sagt Grossmann, der selbst nicht glücklich ist, dass kurz vor Weihnachten noch ein Aufstellungsbeschluss im beschleunigten Verfahren besprochen werden musste. „Ich kann verstehen, wie schwer es ist, unter Druck etwas verabschieden zu müssen, was nicht ausreichend bekannt ist. Das empfanden wir ebenso als unglücklich, war aber ausschließlich dem verzögerten Abschluss des Kaufvertrags geschuldet.“

„Der erste Schritt ist nun die Übernahme der Immobilie und der Mitarbeiter. Hierzu haben wir noch in 2019 die notwendigen Gesellschaften gegründet und die Verträge unterzeichnet“, sagt Grossmanns Geschäftspartner Svetozar Ivanoff.

Bereits im Januar wird die Halbersbacher Hopitality Group mit der bundesweit agierenden Marke Dorint in Durbach starten und das Gebäude als Dorint Hotel Durbach betreiben. Die Firma Halberspacher aus Bad Doberan bei Rostock betreibt bundesweit bereits 15 gut gehende Hotels. Die Professionalität und das Engagement der Halbersbacher Gruppe sowie die Strahlkraft der Marke Dorint sieht Grossmann als positives Signal für die weitere touristische Entwicklung Durbachs. „Mit über 3300 Mitarbeitern und mehr als 50 Hotels im Business- und im Ferienbereich haben wir ein ideales Produkt für Durbach und die Ortenau gefunden“, sagt Grossmann.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelkooperation Design Hotels nimmt sechs neue Häuser in ihr Portfolio auf. Die Neuzugänge in Asien, Afrika und Amerika setzen auf eine Verbindung von regionaler Tradition, modernem Design und spezialisierten Wellness-Konzepten.

Das Hotel Bareiss in Baiersbronn feierte sein 75-jähriges Bestehen. Der Familienbetrieb entwickelte sich seit 1951 von einem kleinen Kurhotel zu einem international ausgezeichneten Ferienresort unter der Leitung von Hermann und Hannes Bareiss.

Der RBB will eine Immobilie direkt neben dem Hauptgelände des Senders verkaufen. Wie die RBB media GmbH mitteilte, befinden sich in dem Gebäude am Kaiserdamm derzeit ein Hotel, Büro- und Lagerflächen sowie eine Bowlingbahn.

Das Ammersee Hotel in Herrsching stellt sich strukturell neu auf. Durch die Verpachtung an die Lieblingsplatz Hotels setzt das Traditionshaus auf eine Kombination aus digitaler Systemkraft und lokaler Betriebsführung, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.

Rund 6,36 Millionen Übernachtungsgäste und etwa 11,02 Millionen Übernachtungen gab es vergangenes Jahr in Frankfurt. Das sind weniger als 2024. In einem Bereich wurde jedoch eine Bestmarke erreicht.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansion in Deutschland fort. Mit sechs neuen Verträgen für Marken wie ibis Styles und greet wächst das gemeinsame Portfolio um über 820 Zimmer an Standorten wie Berlin, Lübeck und Halle.

Laut der Kurzreise-Analyse 2026 gewinnen strukturierte Arrangements gegenüber reinen Übernachtungspreisen an Bedeutung. Transparente Gesamtpakete führen zu längeren Aufenthalten und einer höheren Wertschöpfung in regionalen Hotelmärkten.

Die Tourismusbilanz 2025 für Rheinland-Pfalz weist ein moderates Plus bei Gästen und Übernachtungen aus. Während Campingplätze und die Mosel-Region deutlich zulegen, liegen die Gesamtzahlen sowie das Angebot im Ahrtal weiterhin unter dem Niveau von 2019.

Der Hotelpächter von Meseberg, Bert Groche, will sich nach der Ankündigung der Bundesregierung, das angrenzende Schloss als Gästehaus aufzugeben, zurückziehen. Für ihn falle die Daseinsberechtigung weg, erklärte der 63-Jährige.

Nach dem wirtschaftlichen Erfolg des Frankfurter Hotels setzt die Hybrid-Marke LyvInn auf Expansion. Bis 2029 plant das Unternehmen unter 14 neue Standorte in europäischen Metropolen wie Berlin und Paris.