Buchungslage in Hessens Ferienregionen durchwachsen

| Hotellerie Hotellerie

Die hessischen Urlaubsregionen sind in dieser Sommersaison nicht durchweg zufrieden mit der Nachfrage. «Die Buchungslage im Sommer 2025 zeigt sich bislang durchwachsen», sagte Gisbert Kern, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gastronomieverbands Dehoga Hessen. 

«Im Vergleich zum Vorjahr beobachten wir in vielen Regionen Hessens eine etwas verhaltenere Nachfrage, was sich unter anderem auf eine spürbare Konsumzurückhaltung seitens der Gäste zurückführen lässt», erläuterte er. Gerade bei kurzfristigen Buchungen oder zusätzlichen Leistungen zeigten sich viele Reisende zurückhaltender als noch im Sommer 2024. 

Hotels rund um Frankfurter Flughafen bilden Ausnahme

Entsprechend sei die Branche nicht flächendeckend zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Saison. «Insbesondere Betriebe im ländlichen Raum oder klassische Ferienhotels berichten von einer niedrigeren Auslastung im Vergleich zum Vorjahr, verzeichnen allerdings an einigen Standorten wie zum Beispiel dem Rheingau eine längere Aufenthaltsdauer», sagte Kern der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Ausnahme bildeten jedoch die Hotels rund um den Flughafen Frankfurt. «Hier ist die Nachfrage insbesondere zur Ferienzeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum spürbar gestiegen.» Die Zunahme internationaler Reisetätigkeit sowie eine höhere Zahl an Transit- und Geschäftsreisenden wirkten sich dort positiv auf die Buchungslage aus.

Beliebte Ziele innerhalb Hessens blieben weiterhin Regionen wie der Taunus, die Rhön oder das Lahntal – «auch wenn sich hier das Buchungsverhalten stärker in Richtung kurzfristiger Entscheidungen verlagert hat», sagte Kern. (dpa)

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.