Colliers sieht steigende Investorenaktivität in Europa und selektiven Markt in Deutschland

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Der europäische Hotelinvestmentmarkt zeigt sich zum Jahresbeginn 2026 laut Mitteilung von Colliers mit steigender Dynamik. Im ersten Quartal 2026 habe eine zunehmende Investorenaktivität zu einem deutlich höheren Transaktionsniveau geführt. In Deutschland hingegen bleibe die Entwicklung verhaltener: Das Transaktionsvolumen lag bei rund 234 Millionen Euro und damit unter dem langfristigen Durchschnitt.

Deutschland erreicht 234 Millionen Euro Transaktionsvolumen im ersten Quartal

Nach Angaben des Unternehmens sei die zurückhaltende Entwicklung in Deutschland nicht auf fehlende Investmentmöglichkeiten zurückzuführen. Vielmehr wirkten ein weiterhin bestehendes, wenn auch abnehmendes Kaufpreiserwartungsdelta sowie eine gestiegene Komplexität der Assets dämpfend. Diese betreffe insbesondere die Analyse von Betreiber- und Betriebskonzepten.

Gleichzeitig wird Deutschland laut Mitteilung weiterhin als stabiler Markt wahrgenommen. Genannt werden stabile Raten, ein Aufholpotenzial bei der Auslastung sowie solide mittelfristige Ertragsperspektiven.

Betreiberstrukturen und Verträge prägen zunehmend die Investitionsentscheidungen

Im Markt zeichne sich laut Colliers ein struktureller Wandel ab. Die Bewertung von Hotelimmobilien werde zunehmend durch Betreiberqualität, Vertragsstrukturen und die operative Performance bestimmt.

„Die Betreibertransformation ist aktuell der zentrale Werttreiber im Markt. Investoren setzen nicht mehr allein auf Gebäude, sondern auf skalierbare, resiliente Betriebsmodelle“, sagt Andreas Ewald, Head of Hotel bei Colliers, laut Mitteilung.

Investoren richteten ihren Fokus verstärkt auf die Bonität und Skalierbarkeit des Betreibers, den jeweiligen Vertragstyp sowie die Transparenz der Investitionsplanung. Auch Faktoren wie Kostenentwicklung, Indexierungsmechanismen und Exit-Flexibilität gewännen an Bedeutung.

Konsolidierung im Betreiberumfeld und neue Partnerschaftsmodelle nehmen zu

Parallel dazu setzt sich laut Colliers die Konsolidierung im Betreiberumfeld fort. Plattformen mit skalierbaren Marken sowie Betreiber mit ausgeprägter Kosten- und Technologiekompetenz bauten ihre Marktposition aus.

Zugleich rückten strukturierte Partnerschaften, Plattformmodelle und Joint-Venture-Strukturen stärker in den Fokus und prägten zunehmend die Marktstruktur.

Internationales Kapital bewertet Deutschland differenziert unter neuen Rahmenbedingungen

Internationales Kapital richte seinen Blick laut Mitteilung wieder verstärkt auf den deutschen Markt, bewerte diesen jedoch differenzierter. Als Gründe nennt Colliers unter anderem regulatorische Anforderungen, arbeitskostenintensive Strukturen sowie ein moderateres Ratenniveau.

„Wer heute Transaktionen erfolgreich umsetzen will, muss Betreiberstrategie, Vertragsstruktur und Kapitalanforderungen integriert denken – genau hier entstehen die entscheidenden Wettbewerbsvorteile“, so Ewald weiter.

Colliers erwartet steigende Transaktionsaktivität im weiteren Jahresverlauf 2026

Für das Gesamtjahr 2026 zeichnet sich laut Colliers eine Belebung der Transaktionsaktivität ab. Eine wachsende Zahl internationaler Investoren analysiere deutsche Hotelimmobilien mit unterschiedlichen Strategien und Risikoprofilen. Zudem prüften vermehrt südeuropäische Owner-Operator-Strukturen einen Markteintritt.

Europa profitiere laut Mitteilung bereits von hoher Liquidität und steigender Aktivität. Gleichzeitig führten geopolitische Unsicherheiten und Entwicklungen in anderen globalen Märkten zu einer Reallokation internationalen Kapitals zugunsten Europas.

Bereits im ersten Quartal hätten sich Transaktionen zunehmend differenziert gestaltet, insbesondere bei Restrukturierungssituationen oder operativ anspruchsvollen Objekten. Dies deute darauf hin, dass sich die laufende Preisfindungsphase in den kommenden Quartalen verstärkt in konkrete Abschlüsse übersetzen könnte.


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