„Deutsche Hospitality“ startet digitale Einkaufsplattform

| Hotellerie Hotellerie

Die „Deutschen Hospitality“ (Steigenberger, Intercity-Hotels) haben mit der Kloepfel Group die digitale Einkaufsplattform „Sourcify.net“ gestartet. 350 Hotels namhafter Marken verwenden die Einkaufsplattform für Hotellerie, Gastronomie und den Care-Bereich schon heute.

Im Gegensatz zu den bekannten Einkaufsgesellschaften soll Sourcify.net, laut „Deutschen Hospitality“, jeden einzelnen Schritt von der Ausschreibung und Bestellung, zur Wareneingangs- und Rechnungsprüfung bis hin zur Materialwirtschaft inklusive Inventuren, Rezepturen und Kassenanbindungen digital abbilden. Auch die Verwaltung von Verträgen und Katalogen sowie der Dienstleistungseinkauf seien integriert. 

Mit diesem digitalen Baukastensystem für den Einkauf sollen Kunden ihre operativen Beschaffungsprozesse individuell automatisieren und dadurch ihren Einkauf wesentlich vereinfachen können.

„Die Kombination aus Hotelexpertise und dem Wissen um Einkauf und Supply Chain ist einzigartig“, so Lars Schmid, Geschäftsführer der Sourcify GmbH. „Das Tolle an unserer Plattform ist, dass sie sowohl in der Gastronomie, Hotellerie sowie im Care-Bereich einsetzbar und in Rekordzeit implementierbar ist. Hier ergeben sich enorme Potenziale auch für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Restaurants, Kantinen und vieles mehr.“

Sourcify.net analysiert kontinuierlich die Beschaffungsvolumina interessierter Kunden, bündelt diese und führt Ausschreibungen durch. Dadurch wird der Einkauf zu deutlich besseren Konditionen möglich. Zudem werde das Sortiment des virtuellen Einkaufsverbundes stetig erweitert, sagen die Anbieter.

Durch die Partnerschaft mit Kloepfel biete Sourcify.net seinen Kunden die Möglichkeit, die Beschaffungskosten gezielt zu reduzieren. Die Einsparungen übertreffen dabei die Aufwendungen für die nachhaltige Digitalisierung.
„Gemeinsam, aber in einer eigenständigen Gesellschaft“, so Marc Kloepfel, Geschäftsführer der Kloepfel Group, „können wir unseren Kunden ein einzigartiges Produkt anbieten, was die Expertise, die Beratung und die Durchführung rund um den digitalen Einkauf angeht.“

Mehrere hundert Betriebe aus Hotellerie und Gastronomie wickeln ihren gesamten Einkaufsprozess zum Teil seit Jahren über Sourcify.net ab.
Auch die GCH Hotel Group mit 120 Häusern: „Wir arbeiten seit einem Jahr mit Sourcify.net zusammen und sind insgesamt sehr zufrieden. Da wir als eines der führenden Hotelmanagement-Unternehmen in Europa eine Vielzahl an Marken unter einem Dach betreuen, ist uns ein effizienter Zuschnitt auf die individuellen Bedürfnisse unserer Hotelgesellschaft sowie die stetige Anpassung an wandelnde Branchenanforderungen sehr wichtig. Sourcify.net erfüllt all das mit stets kompetenter Beratung und zuvorkommendem Support, der uns seit Beginn immer hilfsbereit zur Seite stand“, erklärt Denis Karalić, Vice President Procurement der GCH Hotel Group. 
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Airbnb baut seine Plattform zu einem KI-basierten System um. Durch den Einsatz intelligenter Sprachmodelle sollen die Suche personalisiert, der Kundensupport automatisiert und die internen Abläufe effizienter gestaltet werden.

Das Hotelprojekt Seegut in Bad Wiessee erreicht den nächsten Meilenstein. Während die Rohbauarbeiten am Tegernsee im Zeitplan liegen, kündigt der Investor die Unterzeichnung des Managementvertrags mit einem Hotelbetreiber für Ende Februar an.

Wyndham Hotels & Resorts vermeldet für 2025 ein Rekordjahr beim Zimmerwachstum, während der rückläufige RevPAR dämpfend wirkte. Gleichzeitig sorgen die Insolvenz der Revo Hospitality Group und Wertminderungen auf die Marke Vienna House für erhebliche Belastungen in der Bilanz.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stützt die Umsatzentwicklung der US-Hotellerie. Während der Gesamtmarkt nur moderat wächst, rechnen Analysten in den Austragungsstädten mit zweistelligen RevPAR-Zuwächsen in den Sommermonaten.

Airbnb führt in Deutschland die neue Funktion „Jetzt buchen, später bezahlen“ ein. Damit können Gäste Unterkünfte mit flexiblen Stornierungsbedingungen reservieren und erst kurz vor Ablauf der Frist bezahlen, was insbesondere die Planung von Gruppenreisen erleichtern soll.

Die Insolvenz der Revo Hospitality Group hat die deutsche Hotellerie in Mark und Bein erschüttert. Dirk Iserlohe, Aufsichtsratsvorsitzender der Dorint-Hotelgruppe, hat sich in zwei öffentlichen Statements zu Wort gemeldet. Doch beim Vergleich seiner Analysen zeigt sich ein bemerkenswerter kommunikativer Spagat zwischen interner Manöverkritik und politischem Lobbyismus.

Die Chocolate on the Pillow Group vollzieht den Markteintritt in Berlin. Mit einem Managementvertrag für ein Vier-Sterne-Superior-Hotel an der Fischerinsel setzt das Unternehmen auf eine Zusammenarbeit mit Immobilieneigentümern und eine Fokussierung auf investierbare Hotelprodukte.

COMO Hotels and Resorts eröffnet im Mai das COMO Cordeillan-Bages. In Kooperation mit der Familie Cazes entsteht in einem historischen Anwesen in Pauillac ein neues Luxusdomizil, das Design von Paola Navone mit exklusivem Zugang zur Welt der Bordeaux-Weine kombiniert.

Eine aktuelle Treugast-Analyse am Beispiel Ruhpolding untersucht die Auswirkungen von Hotelneueröffnungen auf Feriendestinationen. Die Ergebnisse belegen, wie kapazitätsstarke Leitbetriebe das Nachfragewachstum nachhaltig fördern und bestehende Angebotslücken schließen können.

Mit der Eröffnung von 27 neuen Hotels hat Marriott International im Jahr 2025 die Marke von 200 Häusern in der DACH-Region überschritten. Das Wachstum wird maßgeblich durch Konvertierungen in allen Segmenten getrieben.