Die Hotellerie als Angriffsziel für Hacker

| Hotellerie Hotellerie

Wie die Welt berichtet, fokussieren sich Cyberkriminelle zunehmend auf die Hotellerie. Sie hacken sich beispielsweise in das interne Netzwerk ein und schaffen sich dadurch einen freien Zugang zu digital gesicherten Hotelzimmern. Den Kriminellen gelingt es, Generalschlüssel herzustellen, ohne Spuren zu hinterlassen.

Aufgedeckt hat das Ganze ein Mitarbeiter der Firma F-Secure, die Hoteliers in Fragen der Sicherheit berät. Laut dem Telekommunikationskonzern Verizon fallen mittlerweile 87% alle Hacker-Angriffe auf die Hotellerie. Sicherheitslücken wurden dabei insbesondere von dem Schließsystem-Hersteller Assa Abloy entdeckt. 

Die Firma hat die entdeckten Sicherheitslücken zwar mittlerweile geschlossen, jedoch zeigt dies einmal mehr, wie fragil die Sicherheit der Gäste und deren Wertsachen in Hotels noch immer ist. Allein das Surfen mit dem Smartphone auf dem Hotelzimmer ist entsprechend gefährlich, denn auch diese Daten können von Hackern mit einfachen Mitteln ausgelesen werden. Besonders haben es die Datendiebe aber auf die Rechner der Mitarbeiter und die Buchhaltungssysteme abgesehen. Hier verwenden die Mitarbeiter häufig leicht zu knackende Passwörter und auch die Software im Hotel wird nicht professionell gewartet.  

Ende 2018 fiel der das Marriott-Tochterunternehmen Starwood den Hacker-Angriffen zum Opfer (Tageskarte berichtete). Die Diebe erbeuteten unter anderem Adressen, Telefonnummern und Kreditkartendaten der Hotelgäste. Der Datendiebstahl hatte bereits 2015 begonnen und war 3 Jahre lang unentdeckt geblieben. Experten raten Hoteliers dazu, die Rechnungsabwicklung aus dem eigenen System zu lösen und dafür beispielsweise ein neues Programm namens „Invisible Payment“ zu nutzen. Das hoteleigene WLAN könnte durch ein VPN-Netzwerk sicherer gemacht werden.  

Buchungsdaten auf den Hotel-Webseiten

Die Datensicherheit in der Hotellerie ist schon länger ein großes Thema. Laut einer Untersuchung von Symantec soll es auf zwei von drei Hotelwebseiten Probleme mit dem Schutz der Gästedaten geben (Tageskarte berichtete). Wie der Analyst Candid Wueest herausfand, würden 67 Prozent der untersuchten Seiten Daten an Drittanbieter wie Werbekunden oder Analyseunternehmen weiterleiten

Laut Symantec sei es zwar kein Geheimnis, dass Werbetreibende die Surfgewohnheiten der Nutzer verfolgen, aber in diesem Fall könnten die geteilten Informationen den Drittanbietern ermöglichen, sich in eine Reservierung einzuloggen, persönliche Daten einzusehen und sogar die Buchung zu stornieren. Wie der Analyst erklärte, werde damit in der EU auch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verletzt.

Das Problem erstrecke sich dabei sowohl auf kleinere als auch auf größere Hotels und ganze Ketten. Einige Reservierungssysteme waren demnach auch lobenswert, da sie nur einen Zahlenwert und das Datum des Aufenthalts enthielten und keine personenbezogenen Daten preisgaben. Aber die Mehrheit der untersuchten Webseiten habe leider persönliche Daten weitergegeben. So zum Beispiel den vollen Namen, die E-Mail- und die Post-Adresse, die Handy- und die Passnummer.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hilton baut die eigene Präsenz auf dem türkischen Markt weiter aus. Wie das Unternehmen bekanntgab, wurden Verträge für fünf neue Immobilien unterzeichnet, die vier verschiedene Marken des Portfolios umfassen.

Die Achat Hotels heißen 39 neue Auszubildende in den Berufen Hotelfach, Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie sowie Küche willkommen. Durch den aktuellen Zuwachs beschäftigt das Unternehmen deutschlandweit nun mehr als 100 Auszubildende und dual Studierende.

Der britische Hotelbetreiber Whitbread plant eine massive Ausweitung seiner Marke Premier Inn auf dem deutschen Markt. Ziel des Unternehmens ist es, langfristig eine ähnlich dominante Marktstellung wie in Großbritannien zu erreichen.

Neue Impulse für das Team: Das Hotel Jordan’s Untermühle setzt mit einem Wohlfühl-Coach und einer speziellen HR-Leitung auf eine intensive Mitarbeiterbetreuung, um die Fluktuation zu senken und die Servicequalität im Familienbetrieb zu sichern.

Das Sonnenalp Resort in Ofterschwang hat sein Angebot um das „Hofgut“ erweitert. Der Neubau umfasst eine Reithalle, Gastronomie und Appartements. Damit knüpft die Inhaberfamilie Fäßler an die Geschichte des Standorts an, der 1919 als Bauernhof seinen Ursprung nahm. (Mit großer Bildergalerrie)

Der Hotelimmobilienmarkt 2026 verabschiedet sich von Einheitslösungen. Da pauschale Marktstrategien an Relevanz verlieren, entscheiden nun Betreiberqualität und operative Effizienz über den Investitionserfolg. Experten analysieren die neue Selektivität am Markt.

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten hat das Grand Hotel in der mittelenglischen Stadt Leicester wiedereröffnet. Der ikonische Art-déco-Bau aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts erstrahlt jetzt als Grand Hotel Leicester by The Unlimited Collection.

HG Hotels & Resorts erweitert das britische Portfolio um vier neue Standorte. Während die Marke voco ein geschichtsträchtiges Haus in London bezieht, wächst Garner durch drei neue Projekte in Kooperation mit Fairview Hotels.

Die Althoff Hotels weiten ihr Bildungsangebot massiv aus. Durch eine neue Kooperation mit der Deutschen Hotelakademie (DHA) setzt die Kölner Hotelgruppe auf staatlich anerkannte Abschlüsse und individuelle Förderprogramme, um die Mitarbeiterentwicklung im Zuge der digitalen Transformation neu auszurichten.

Das Hotel Annaberg in Bad Dürkheim beendet zum 28. Februar 2026 seinen Geschäftsbetrieb. Wie das Unternehmen mitteilt, sind neue Buchungen für das Haus ab sofort nicht mehr möglich. Ursache für das Ende der Bewirtschaftung unter dem jetzigen Betreiber ist das Auslaufen des Pachtvertrages der Halbersbacher Hospitality Group.