Dormero übernimmt insolventes Hotel Maakt in Stralsund

| Hotellerie Hotellerie

Die Hotelgruppe Dormero expandiert weiter im Norden Deutschlands und übernimmt das im Jahr 2025 geschlossene Hotel Maakt in der Hansestadt Stralsund. Wie das Unternehmen mitteilt, folgt dieser Schritt auf die Insolvenz des vorherigen Betreibers, die im vergangenen Jahr zur Schließung des Hauses geführt hatte. Die Wiedereröffnung der Immobilie ist bereits für den kommenden April vorgesehen. Das künftige Dormero Hotel Stralsund wird über eine Kapazität von 100 Zimmern sowie acht Apartments verfügen.

Politische Initiative beendet den Leerstand

Die Neuansiedlung der Hotelkette in der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Altstadt geht laut Unternehmensangaben maßgeblich auf eine Initiative aus der Politik zurück. Der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor habe nach der Insolvenz der Traditionshäuser Scheelehof und Maakt den direkten Kontakt zur Dormero-Gruppe gesucht. Amthor betonte in diesem Zusammenhang, dass Leerstand in einer Innenstadt wie der von Stralsund Stillstand bedeute und er sich über die schnelle Nachfolgelösung für das Objekt freue. Manuela Halm, die als Vorstandsvorsitzende der Gruppe fungiert, bestätigte, dass der Politiker die Gelegenheit genutzt und das Unternehmen unmittelbar kontaktiert habe.

Strategische Erweiterung in Mecklenburg-Vorpommern

Mit dem neuen Standort in Stralsund betreibt die Gruppe künftig insgesamt drei Hotels im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Das Haus ergänzt die bereits bestehenden Betriebe auf der Insel Rügen und in Greifswald. Der Erwerb der Immobilie erfolgte durch den Investor Dr. Ben Dahlheim, der das Projekt als Käufer begleitet. Die Expansion in den Norden wird von der Unternehmensführung als konsequente Stärkung der Präsenz in einer Region gewertet, die laut Manuela Halm für Authentizität stehe.

Persönliche Bezüge zur Hansestadt

Neben den wirtschaftlichen Aspekten spielen für die Unternehmensleitung auch private Verbindungen eine Rolle bei der Standortwahl. Michael Hartmut Berger, der als Vertriebsvorstand der Gruppe tätig ist, bezeichnete Stralsund aufgrund früherer privater Aufenthalte als eine persönliche Heimat. Diese regionale Verbundenheit unterstreiche die Bedeutung des Projekts für das Unternehmen. Statistisch betrachtet profitiert der Standort Stralsund zudem von seiner Funktion als Tor zur Insel Rügen und der damit verbundenen hohen touristischen Relevanz im Bereich der Ostseeküste, wobei die regionalen Unterschiede in der Bettenauslastung innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns oft durch die saisonale Nachfrage in der Kreuzschifffahrt und dem Sommertourismus geprägt sind.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Münchener Arabella Hospitality expandiert nach Ibiza: Mit dem ersten Hotel-Management-Vertrag übernimmt die Gruppe das Ibiza Corso Hotel & Spa. Nach einer umfassenden Renovierung wird das Haus 2027 als Teil der Autograph Collection neu positioniert – inklusive des legendären Clubs Lio Ibiza.

Das Grandhotel Bad Pyrmont wechselt im Sanierungsprozess in ein Regelinsolvenzverfahren. Ein Insolvenzplan soll nun die hohen Mehrkosten beim Brandschutz auffangen und die baldige Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen 150-Zimmer-Hauses ermöglichen.

Das ehemalige Renaissance Hotel in Düsseldorf-Mörsenbroich wird zwangsversteigert. Das Amtsgericht setzt den Verkehrswert für den seit 2019 leerstehenden Gebäudekomplex auf über 19 Millionen Euro an. Am 8. Mai 2026 entscheidet sich die Zukunft des markanten Standorts an der Münsterstraße.

Ruhige Nebensaison, neue Seenlandschaft, mehr Übernachtungen im Flughafen-Umfeld: Brandenburgs Tourismus bleibt aus Sicht der Branche stabil. Sorgen macht die Gastronomie.

Der Falkensteinerhof in Vals startet mit neuer 4-Sterne-Superior-Klassifizierung in die Wintersaison 2025/26. Neben baulichen Erweiterungen fokussiert das familiengeführte Haus auf ein geschärftes Kulinarik-Konzept und ergänzte Angebote für Familien.

Die Primestar Group eröffnet am 1. März das June Six Salzburg. In Zusammenarbeit mit der Soravia Gruppe und Marriott International wird das ehemalige Mayburg Salzburg als Tribute Portfolio Hotel neu positioniert.

Das Tourismusjahr 2025 war in Thüringen weitgehend von Stabilität geprägt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag die Zahl der Gästeübernachtungen mit rund 10,1 Millionen nur geringfügig unter der des Vorjahres.

Der Aparthotel-Betreiber Adagio blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit einem Rekordumsatz von 339 Millionen Euro und einer hohen Auslastung festigt das Unternehmen seine Position und kündigt für 2026 weitere Standorteröffnungen an.

Marriott International blickt auf ein wachstumsstarkes Jahr 2025 in der EMEA-Region zurück. Mit über 230 neuen Verträgen und einem Fokus auf Luxusobjekte, Markenresidenzen sowie das mittlere Preissegment, festigt der Konzern seine Präsenz in der Region.

Die Radisson Hotel Group kündigt das neue Radisson Blu Hotel & Conference Centre in Salzburg an. Durch eine Konversion entsteht bis Mitte 2026 in Kooperation mit der GCH Hotel Group ein Tagungshotel mit über 1.700 Quadratmetern Eventfläche nahe dem Hauptbahnhof.