Ein Airbus als Hotel? Franzose plant Umbau eines A380

| Hotellerie Hotellerie

Die Zeiten des A380 sind vorbei und vielen Maschinen droht ein Ende auf dem Schrottplatz. Das will Frédéric Deleuze, Luftfahrtingenieur bei Airbus, so nicht hinnehmen. Stattdessen plant er den Umbau einer ausrangierten Maschine zum Hotel. Investoren konnte er bereits begeistern.

Das Projekt „Envergure“ soll nördlich des Flughafens Toulouse-Balgnac entstehen, in unmittelbarer Nähe des neuen Ausstellungs- und Kongresszentrums „Meett“ sowie des Luftfahrtmuseums „Aeroscopia“. Wie die Initiatoren auf ihrer Internetseite erklären, planen sie ein Luxushotel mit 29 Zimmern und zwei Suiten, die sich jeweils im Cockpit sowie im hinteren Bereich des Flugzeugs befinden sollen. Beide sollen eine Größe von 35 Quadratmetern haben.

Ein Airbus als Hotel? Franzose plant Umbau eines A380

Außerdem planen Deleuze, der seit 15 Jahren für den europäischen Flugzeugbauer tätig ist, und sein Team ein Restaurant mit gehobener Küche, in dem frische, saisonale und lokale Gerichte serviert werden sollen.

Das neue Hotel soll ein Ort werden, „der sowohl den Neugierigen und den Fans, aber auch den Touristen und Fachleuten gewidmet ist, die für ihren Aufenthalt in der Region Toulouse nach Originalität und Komfort suchen“, heißt es auf der Internetseite.

Aktuell sind die Initiatoren noch auf der Suche nach einem geeigneten Flugzeug sowie nach Investoren, die das Projekt „Envergure“ unterstützen. Die Hotelgruppe Groupe Douval soll bereits ihre Unterstützung zugesagt haben. Auch das Bauplanungsbüro Betem und das Architekturbüro MR3A sind bereits involviert.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Bundesgerichtshof hebt ein Urteil im Streit zwischen dem Hotel Wikingerhof und Booking.com auf. Beanstandet werden unter anderem Rabattdarstellung, Umgang mit Gästedaten und Provisionsmodelle.

Die Budgetkette a&o kauft ein 31.000 Quadratmeter großes Bürogebäude nahe dem Berliner Checkpoint Charlie. Bis 2027 entsteht dort für 40 Millionen Euro das größte Hostel Europas mit 2.500 Betten.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA ermittelt gegen die Hotelriesen Hilton, Marriott und IHG. Im Fokus steht der Verdacht auf Datenaustausch über die Analyseplattform STR von CoStar. Alle vier Unternehmen werden derzeit untersucht.

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.

Der europäische Hotelinvestmentmarkt verzeichnete 2025 mit über 27 Milliarden Euro das stärkste Jahr seit 2019. Getrieben durch verbesserte Performance und günstigere Kreditbedingungen stiegen die Transaktionen europaweit um 23 Prozent, wobei auch der deutsche Markt ein deutliches Plus von 50 Prozent verbuchen konnte.

Die Münchener Arabella Hospitality expandiert nach Ibiza: Mit dem ersten Hotel-Management-Vertrag übernimmt die Gruppe das Ibiza Corso Hotel & Spa. Nach einer umfassenden Renovierung wird das Haus 2027 als Teil der Autograph Collection neu positioniert – inklusive des legendären Clubs Lio Ibiza.

Das Grandhotel Bad Pyrmont wechselt im Sanierungsprozess in ein Regelinsolvenzverfahren. Ein Insolvenzplan soll nun die hohen Mehrkosten beim Brandschutz auffangen und die baldige Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen 150-Zimmer-Hauses ermöglichen.

Das ehemalige Renaissance Hotel in Düsseldorf-Mörsenbroich wird zwangsversteigert. Das Amtsgericht setzt den Verkehrswert für den seit 2019 leerstehenden Gebäudekomplex auf über 19 Millionen Euro an. Am 8. Mai 2026 entscheidet sich die Zukunft des markanten Standorts an der Münsterstraße.

Ruhige Nebensaison, neue Seenlandschaft, mehr Übernachtungen im Flughafen-Umfeld: Brandenburgs Tourismus bleibt aus Sicht der Branche stabil. Sorgen macht die Gastronomie.