Ferienhaus-Preise 2026: Große Unterschiede zwischen Küsten und Binnenland

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Das Ferienhaus-Portal Holidu hat seinen aktuellen Sommer-Preisindex für das Jahr 2026 veröffentlicht. Die Analyse basiert auf den durchschnittlichen Übernachtungspreisen für Ferienunterkünfte in den beliebtesten europäischen Reisezielen der deutschen Urlauber. Die Daten zeigen deutliche Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Regionen und verdeutlichen das Sparpotenzial durch die Wahl der Reisesaison.

Preisniveau in den beliebtesten europäischen Destinationen

Mittelmeerziele wie Spanien und Italien gehören in der Hochsaison weiterhin zu den teuersten Reiseländern. In Spanien erreichen die Preise in vielen Regionen über 190 Euro pro Nacht. Besonders kostenintensiv sind die Balearen mit Preisen von teils über 300 Euro. Mallorca führt die Liste mit durchschnittlich 379 Euro pro Nacht in der Hauptreisezeit an. Günstigere Alternativen bieten das spanische Festland, wie etwa die Costa Brava mit 210 Euro oder Andalusien mit 201 Euro pro Nacht.

In Italien liegt das Preisniveau an der Amalfiküste mit durchschnittlich 355 Euro pro Nacht im oberen Segment. Der Gardasee (240 Euro) und Südtirol (266 Euro) zählen ebenfalls zu den hochpreisigen Regionen. Vergleichsweise preiswert zeigt sich hingegen Sizilien mit etwa 150 Euro pro Übernachtung. Frankreich positioniert sich mit großen Schwankungen: Während die Côte d'Azur 284 Euro pro Nacht kostet, ist die Bretagne mit 133 Euro deutlich günstiger. In Osteuropa, beispielsweise in Ungarn oder Tschechien, bleibt das Preisniveau auch im Sommer moderat.

Marktsituation und Trends in Deutschland

Innerhalb Deutschlands bleibt Sylt mit 349 Euro pro Nacht das exklusivste Ziel. Auch an der Nordsee liegen die Durchschnittspreise mit 233 Euro auf einem hohen Niveau. Die Ostsee ist mit durchschnittlich 166 Euro pro Nacht etwas preiswerter. Das deutsche Binnenland bietet deutlich günstigere Optionen: Im Schwarzwald kosten Unterkünfte durchschnittlich 133 Euro, im Sauerland 125 Euro und im Harz 115 Euro.

Das Sparpotenzial durch einen Wechsel in die Nebensaison ist erheblich. Im europäischen Durchschnitt sinken die Preise außerhalb der Hauptreisezeit um rund 18 Prozent. In einigen Regionen wie Menorca, Bornholm oder an der Costa Brava können Urlauber durch flexible Reisezeiten zwischen 38 Prozent und 43 Prozent der Kosten einsparen. Innerhalb Deutschlands profitieren Reisende besonders auf Usedom und Rügen von sinkenden Preisen in der Nebensaison.

Neue Gebühren und steuerliche Änderungen ab 2026

Für das Jahr 2026 sind in mehreren Ländern neue Abgaben angekündigt, die die Kosten für Urlauber beeinflussen. In den Niederlanden steigt die Mehrwertsteuer auf Übernachtungen zum 1. Januar 2026 von 9 Prozent auf 21 Prozent. In Kombination mit lokalen Ortstaxen kann die Steuerlast dort auf über 30 Prozent steigen. Norwegen führt 2026 eine kommunale Tourismussteuer von bis zu 3 Prozent auf Übernachtungskosten ein.

Zudem weiten Städte ihr System zur Besucherlenkung aus. Venedig erhebt an 60 Tagen zwischen April und Juli 2026 eine Gebühr für Tagestouristen in Höhe von 10 Euro, die bei frühzeitiger Buchung auf 5 Euro reduziert werden kann. In Rom wird für den Besuch des Trevi-Brunnens ab Anfang 2026 ein Eintrittsgeld von 2 Euro fällig.


 

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