Friedrichshain-Kreuzberg will Baustopp für Hotels in einzelnen Vierteln

| Hotellerie Hotellerie

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg wollte die Ideal-Lebensversicherung am Kottbusser Tor eigentlich ein Hotel und ein Hostel mit mehr als 700 Betten bauen. Eine Einkaufsmeile sowie ein Parkplatz für Reisebusse waren ebenfalls geplant. Wie jedoch die Berliner Zeitung schreibt, sind diese Pläne längst Geschichte. Statt Hotel und Hostel entstünde nun ein Bürogebäude mit kleinen Läden im Erdgeschoss. 

Demnach habe der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg bereits am Freitagabend von einem „Durchbruch bei den Gesprächen“ berichtet. Der Grünen-Politiker hatte sich zuvor mit Ideal-Vertretern und der Senatsverwaltung getroffen und sich auf eine neue Bebauung ohne Beherbergungsbetriebe geeinigt. Künftig soll vor allem kiezorientiertes Gewerbe sowie Läden für die Bewohner bevorzugt werden. 
 

In Gesprächen will Baustadtrat Florian Schmidt den Eigentümern künftig klarmachen, dass neue Hotels an bestimmten Stellen nicht mehr sozialverträglich seien, so der Politiker laut Berliner Zeitung. Schließlich müssten sie die Kieze besser schützen. Protestierende Anwohner sollten seiner Meinung nach zudem unterstützt werden, wenn ihre Aktionen friedlich seien und mit guten Argumenten geführt würden. 

Dass das nicht immer so gut funktioniert, zeigte das Beispiel Hotel Orania in Kreuzberg, welches nach der Eröffnung mehrfach angegriffen wurde. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das The Ritz-Carlton, Berlin hat auf der dritten Etage einen saisonalen Hochgarten eröffnet. Die Sommerbar öffnet wetterabhängig montags und kann an den übrigen Tagen für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen gebucht werden.

Der Wert des investmentrelevanten deutschen Hotelmarktes ist 2025 nach Berechnungen von bulwiengesa und Union Investment auf 66,1 Milliarden Euro gestiegen. Neue Hotelzimmer trugen den größten Teil zum Zuwachs bei, während Bestandswerte nur leicht zulegten.

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.