Hilton hofft auf Erholung bei Geschäftsreisen bis Ende des Jahres

| Hotellerie Hotellerie

Hilton sieht Hinweise darauf, dass sich der Markt für Geschäftsreisen noch in diesem Jahr erholen wird. Während einer Telefonkonferenz mit Analysten zur Erörterung der Quartalsergebnisse erklärte Hilton-Chef Chris Nassetta, dass die Nachfrage „bis zum Jahresende ungefähr wieder auf dem Niveau von 2019“ liegen werde. Bei Gruppenbuchungen sollten 90 Prozent des Niveaus von 2019 erreicht werden. 

Vor der Pandemie bestand Hiltons Gästemix aus 55 Prozent Geschäftsreisenden, 25 Prozent Urlaubern und 20 Prozent Gruppenbuchungen. Laut Nassetta verlagerte sich diese Mischung während der Pandemie auf 35 Prozent geschäftliche Reisende, 55 Prozent Freizeit und 10 Prozent Gruppe. Mittlerweile liege die geschäftliche Nachfrage jedoch eher bei 45 Prozent, die Freizeitnachfrage bei 39 Prozent und die Gruppennachfrage bei 16 Prozent.

„Ich sage das seit fast zwei Jahren. Am Anfang dachten die Leute vielleicht, ich sei verrückt“, so Nassetta. „Aber wenn wir es wirklich vollständig hinter uns lassen, wird der Gästemix sehr ähnlich aussehen wie vor Covid. Und ich denke, wir sind auf dem Weg Weg dahin."

Dass der Anteil an Freizeitreisenden zurückgehe, besorge ihn hingegen nicht, solange sich das Geschäft mit Geschäftsreisenden und Gruppen weiter erhole. „Der Freizeitverkehr wird wahrscheinlich noch eine Weile erhöht bleiben, aber ich denke, er geht 2023 und 2024 auf den Mittelwert zurück“.

Auch für die Märkte außerhalb der USA gibt sich der Hilton-CEO optimistisch. So sei er überzeugt, dass zum Beispiel China in der zweiten Jahreshälfte stark zurückkommen werde: „China wird sich zumindest für Chinesen wieder öffnen, nicht unbedingt für internationale Ankünfte. Aber wie wir in den frühen Stadien der Pandemie gesehen haben, läuft auch in diesem Fall unser Geschäft ziemlich gut und kann sich sehr, sehr schnell erholen."

Im ersten Quartal eröffnete Hilton 76 neue Hotels mit einem Gesamtnettowachstum von 7.800 Zimmern. Zu den Meilensteinen der Entwicklung zählen Hiltons 500. Homewood Suites in den USA und das Hilton Singapore Orchard mit 1.080 Zimmern, das jetzt Hiltons größtes Hotel im asiatisch-pazifischen Raum ist. Zum 31. März umfasste die Pipeline von Hilton weltweit 2.730 Hotels und mehr als 410.000 Zimmer. Insgesamt sind fast 200.000 Zimmer im Bau.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.