Hotellerie in Deutschland: Mai-RevPar bei 10,60 Euro

| Hotellerie Hotellerie

Insbesondere der Norden Deutschlands war bei den Öffnungen schneller als die anderen. Schleswig-Holstein hieß bereits am 19. Mai alle Einreisenden auf der landeseigenen Webseite willkommen und startete mit „Corona-Modellprojekten“.

Der Blick in die Kennzahlen im Eventzeitraum Pfingsten macht deutlich, wie sich diese frühe Öffnungsstrategie auf die Hotellerie vor Ort auswirkte. Im nördlichsten Bundesland lag die Belegungsrate zu Pfingsten laut Fairmas bei 54,6 Prozent, die durchschnittliche Zimmerrate erreichte 168,40 Euro, der RevPar 92,00 Euro. Basierend auf der tatsächlichen Zimmerkapazität lagen die Werte von Belegung und RevPar bei 66,5 Prozent und 112,10 Euro.

Deutschlandweit lag die Belegungsrate zu Pfingsten allerdings nur bei 11,6 Prozent, der RevPar erreichte im Mittel 9,80 Euro. Der Mai war zu kalt und ein weiterer Monat mit geringer, aber im Vergleich zum Vormonat steigender Belegungsrate. Die Belegungsrate im Monat Mai schloss deutschlandweit bei 13,8 Prozent. Im Durchschnitt kostete ein Zimmer 77,00 Euro, der RevPar schloss bei 10,60 Euro.

Für ihren Hotel-Report (PDF) hat sich Fairmas die Märkte in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln/Bonn und München genauer angeschaut und einen Ausblick auf die kommenden drei Monate gewagt. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das The Ritz-Carlton, Berlin hat auf der dritten Etage einen saisonalen Hochgarten eröffnet. Die Sommerbar öffnet wetterabhängig montags und kann an den übrigen Tagen für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen gebucht werden.

Der Wert des investmentrelevanten deutschen Hotelmarktes ist 2025 nach Berechnungen von bulwiengesa und Union Investment auf 66,1 Milliarden Euro gestiegen. Neue Hotelzimmer trugen den größten Teil zum Zuwachs bei, während Bestandswerte nur leicht zulegten.

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.