Hotelverzeichnis des Bundes - Umstellung auf zertifiziert nachhaltige Hotels bis Ende 2023

| Hotellerie Hotellerie

Nachhaltiges Handeln rückt immer stärker in das Bewusstsein. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung eine Weiterentwicklung des Maßnahmenprogramms "Nachhaltigkeit" beschlossen. Dieses Programm sieht vor, dass das Hotelverzeichnis des Bundes bis Ende 2023 sukzessiv auf zertifiziert nachhaltige Hotels umgestellt werden soll, das berichtet der DEHOGA Bundesverband.

Als Nachhaltigkeitszertifikate im Sinne des Maßnahmenprogramms Nachhaltigkeit angesehen und im eRFP-System hinterlegt sind aktuell:
(in alphabetischer Reihenfolge):

  • Certified Green Hotel (VDR)
  • DEHOGA-Umweltcheck Gold
  • EU Öko-Label
  • EMAS
  • Green Globe Certification (Basic, Gold oder Platin)
  • GreenSign Level 4 oder 5
  • ISO 14001
  • Ökoprofit
  • The Green Key
  • TourCert

Die Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und Umweltbundesamt (UBA) hinsichtlich der Umsetzung – insbesondere welche Zertifikate als Nachhaltigkeitszertifikate i.S. des Maßnahmenprogramms Nachhaltigkeit gelten – erfolgt fortlaufend.

Hotels, die kein Nachhaltigkeitszertifikat besitzen bzw. ein Nachhaltigkeitszertifikat nutzen, das nicht im eRFP-System zur Auswahl hinterlegt ist, müssen im Rahmen des RFP einige Fragen zu ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen beantworten. Dieses Vorgehen ermöglicht es dem Bundesverwaltungsamt, übergangsweise auch mit den Hotels zusammenzuarbeiten, die kein Nachhaltigkeitszertifikat besitzen, aber dennoch nachhaltig agieren.

Unmittelbare Auswirkungen auf die Zusammenarbeit für die Ratenperiode 2023/24 ergeben sich aus dem Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit bzw. der Beantwortung der Fragen zum Thema Nachhaltigkeit nicht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass nachhaltig agierende Hotels häufiger gebucht werden und das Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit daher mittelbare Auswirkungen auf die Zusammenarbeit haben könnte.

HIER geht es zum Informationsschreiben des Bundesverwaltungsamts mit den entsprechenden Fragen.

 

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.

Das traditionsreiche Grand Hotel Europa in Innsbruck hat einen neuen Betreiber. Minor Hotels will das seit Jahren leerstehende Haus nach einer umfassenden Revitalisierung im Jahr 2029 als NH Collection Hotel wieder eröffnen.