Hotelzimmer mit Lächeln öffnen: Alibaba-Buchungsplattform Fliggy eröffnet Digital-Hotel

| Hotellerie Hotellerie

Fliggy, die Internet-Reiseplattform des chinesischen Online-Händlers Alibaba, hat ein eigenes Hotel eröffnet. Das FlyZoo-Hotel in Hangzhou setzt viele digitale Technologien des Mutterkonzerns ein und will das „Hotel der Zukunft“ sein. Die Herberge lässt sich beinahe komplett mit einer App, mit Sprache und mit biometrischer Technologie steuern. Mittels Gesichtserkennung werden die Zimmer mit einem Lächeln geöffnet.

Tageskarte hatte bereits im Dezember 2018 über das Hotel berichtet. Jetzt gibt es Details. Das FlyZoo Hotel in Hangzhou, südwestlich von Schanghai, mit seinen 290 Zimmern, ermöglicht Gästen, die Reservierungen über eine App, die gleichfalls die Möglichkeit bietet, die gewünschte Etage und die Lage des Hotelzimmers auszuwählen. Über die App können Gäste bereits vor ihrer Ankunft einchecken. Wer das versäumt, nutzt einen der Selbstbedienungskioske, die zum Check-in in der Hotel-Lobby stehen.

Gäste, die keine Lust auf eine ordinäre Zimmerkarte haben, können dann biometrische Technologie nutzen, um Aufzüge zu aktivieren oder die Zimmertür zu öffnen. Hierzu muss während des Check-ins ein Foto aufgenommen werden. Chinesische Gäste erledigen das heute schon über die App.

Darüber hinaus sind in allen Zimmer Alibaba's Tmall Genie Sprachgeräte aufgestellt, mit denen die Raumsteuerung bedient werden kann. Per Sprache wird die Temperatur gesteuert, die Beleuchtung verändert, die Vorhänge geöffnet oder geschlossen und der Fernseher genutzt. Tmall Genie ist Alibabas Variante vergleichbar mit einem Amazon Echo Smart Speaker.

Über die Geräte können die Gäste auch den Zimmerservice nutzen. Ein Roboter bringt dann Getränke, Essen oder Handtücher. 

Andy Wang, CEO des Alibaba Future Hotels, sagt: „Da intelligente Technologien die Industrien verändern, repräsentiert das FlyZoo Hotel Alibabas Bestreben, Gastfreundschaft mit Technologie zu verbinden und letztendlich die Tourismusbranche zu inspirieren und zu befähigen, Innovationen zu ergreifen.“
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.

Bei den Akzent Hotels haben in den vergangenen Monaten fünf Häuser innerhalb des Netzwerks einen Generationswechsel vollzogen. Die neuen Betriebsleiter rekrutierten sich dabei aus der Gruppe der sogenannten Jungen Akzentler.

Das Davoser Fünf-Sterne-Hotel Seehof stellt seinen Sommerbetrieb zum 14. Juni 2026 ein. Die Betreiberin Revo Hospitality Group verweist auf Synergien mit dem ebenfalls in Davos betriebenen Grandhotel Belvédère.

Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang von der Revo Hospitality Group betriebene Hotels in Kiel übernommen. Für die Immobilien wurde ein neuer Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Die Bülow AG hat den Verkaufsprozess für den Porsche Design Tower Stuttgart gestartet. Das 2023 fertiggestellte Gebäude umfasst Hotel- und Büroflächen mit insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche.

Das Flensburger Boutiquehotel Petuh begeht sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Sanierung infolge einer Sturmflut im Jahr 2023 setzt das Haus weiter auf eine Ausrichtung für Erwachsene, die Abstand vom Alltag suchen.

Das ehemalige Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main hat zum 1. Juni 2026 als Taj Hessischer Hof Frankfurt wieder eröffnet. Betreiber ist die Indian Hotels Company Limited. Das Hotel war seit Ende 2020 geschlossen. Mit der Wiedereröffnung bringt die indische Hotelmarke Taj ihr Angebot erstmals auf das europäische Festland.

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?