Hyatt erweitert Lifestyle-Portfolio

| Hotellerie Hotellerie

Hyatt will im Lifestyle-Segment in Europa, Afrika und dem Nahen Osten wachsen. Bis 2027 sollen 14 neue Hotels eröffnet werden. Die geplanten Eröffnungen gehören zur unterzeichneten Pipeline von Hyatt und werden die Anzahl der Lifestyle-Zimmer des Unternehmens in der Region um 36 Prozent erhöhen – von derzeit über 7.400 auf mehr als 10.000 innerhalb von drei Jahren.

Zu dieser geplanten Expansion gehören Hotels wie The Standard, Brussels, Hotels der Marken Andaz und The Standard in Lissabon sowie ein Andaz in Magna, der Küstendestination von NEOM. Sie markieren damit Hyatts Einstieg ins Lifestyle-Segment in Belgien, Portugal und Saudi-Arabien. The Standard, Lisbon wird zudem Hyatts erste gebrandete Lifestyle-Residenz in der Region.

„Wir sind überzeugt, dass wir die besten Marken und das beste Team der Branche haben“, sagt Amar Lalvani, President & Creative Director der Lifestyle-Gruppe von Hyatt. „Den Fokus unserer Marke zu schärfen und gleichzeitig unsere Präsenz in diesem Segment weltweit auszubauen, erfordert Kreativität und Engagement – die beiden Grundpfeiler, auf denen wir diesen neuen Geschäftsbereich aufgebaut haben. Unsere neue Struktur vereint die nötige Eigenständigkeit und Unterstützung, um Branchenführer zu werden.“

Bevorstehende Eröffnungen im Lifestyle-Portfolio in der EAME-Region:

  • The Standard, Brussels feiert Hyatts Debüt in der belgischen Hauptstadt. Das Hotel wird in einem 29-stöckigen Gebäude untergebracht sein und 200 Zimmer und Suiten umfassen. Zudem ist es der Einstieg der Marke im Bereich Longstay-Aufenthalte – konzipiert für junge Berufstätige, die im Rahmen von Geschäftsreisen nach Brüssel kommen. Das Hotel bietet zudem ein Rooftop-Restaurant und die Bar Lila 29, die dem bekannten Konzept der Hotelbars von The Standard in New York, London und Bangkok folgt (voraussichtliche Eröffnung: Q2 2025).
  • Andaz Lisbon, zentral im Baixa-Viertel gelegen, wird sich über fünf Gebäude erstrecken. Darunter der ehemalige Hauptsitz der Banco Português de Investimento. Auf dei Gäste warten 170 Zimmer, das Rooftop-Restaurant Luzzi und eine Dachterrasse. Ganz im Stil der Marke, wie er sich bereits in New York City und Tokio bewährt hat (voraussichtliche Eröffnung: Q3 2025).

Hyatt treibt markenzentrierten Wandel voran

Das geplante Wachstum im Lifestyle-Segment ist Teil von Hyatts Entwicklung hin zu einer stärker markenfokussierten Organisation. Schritte für diesen strategischen Wandel sind die Übernahme von Standard International sowie die Gründung einer neuen, eigenständigen Lifestyle-Gruppe mit Sitz in New York City unter der Leitung von Amar Lalvani, dem ehemaligen Executive Chairman von Standard International.

Darüber hinaus hat Hyatt Ende des vergangenen Jahres die Weiterentwicklung seiner Markenstruktur vorgestellt: fünf abgegrenzte Portfolios – Luxus, Lifestyle, Inclusive, Classics und Essentials – ermöglichen es Hyatt, Expertise und Ressourcen gezielt einzusetzen und gleichzeitig für Gäste, Kunden und Eigentümer in jedem Portfolio Mehrwert zu schaffen. Kürzlich hat das Unternehmen deshalb auch eine Reihe von Veränderungen in der Führungsebene bekannt gegeben, die den Wandel hin zu einer stärker markenzentrierten Ausrichtung weiter vorantreiben sollen. Dazu zählt die Ernennung von Marc Jacheet zum Group President für Europa, Afrika und den Nahen Osten (Tageskarte berichtete).

„Markenfokus bedeutet, unsere Organisation und Strategie auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Gäste, Kunden und Eigentümer auszurichten“, sagt Mark Hoplamazian, President & CEO von Hyatt. „Durch die Erweiterung des Gäste- und Kundenstamms begrüßt Hyatt zunehmend Reisende mit verschiedensten Hintergründen, aus unterschiedlichsten Regionen und mit vielfältigen Reiseanlässen. Diese Entwicklung hat klare Auswirkungen auf unsere geschäftliche Herangehensweise. Um diese unterschiedlichen Zielgruppen glaubwürdig, authentisch und überzeugend anzusprechen, benötigen wir talentierte Teams, die jede unserer Marken mit Leben füllen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wyndham führt in Zusammenarbeit mit Mogotel das Konzept der Ramada Residences erstmals in Deutschland ein. In Berlin-Reinickendorf entstehen bis 2028 ein Hotel und ein Apartmenthaus mit insgesamt 368 Einheiten.

Die Hotels ibis und ibis budget in der Leipziger Innenstadt nehmen nach einer vollständigen Renovierung stufenweise den Betrieb wieder auf. Den Anfang macht das ibis Leipzig City Ende April, gefolgt vom preisgünstigeren Schwesterhotel im Jahresverlauf.

IHG Hotels & Resorts verzeichnet ein deutliches Wachstum in Europa und erreicht mit 150.000 Zimmern einen neuen Meilenstein. Besonders Deutschland spielt mit einem Anteil von 20 Prozent am Gesamtbestand eine zentrale Rolle für die Expansion.

Die Radisson Hotel Group skaliert ihr Programm für klimaneutrale Hotelbetriebe und plant bis 2030 weltweit 100 zertifizierte Standorte. Durch den Einsatz von Ökostrom und effiziente Betriebsabläufe soll die CO2-Bilanz der Häuser vollständig ausgeglichen werden.

BWH Hotels Central Europe integriert das ehemalige H+ Hotel Bochum ins eigene Portfolio. Das Haus wird künftig von der Curator Hotelbetriebsgesellschaft geführt und umfassend modernisiert.

Die Motel One Group erweitert ihre Präsenz in den USA und realisiert in Miami erstmals ein kombiniertes Projekt aus Hotel und Eigentumswohnungen unter der Marke The Cloud One. Der Komplex umfasst 214 Zimmer sowie 85 Wohneinheiten.

Hotel für Monteure: In Berlin-Spandau ist ein Hochhaus für temporäres Wohnen geplant. Das Projekt „Spektrum“ soll Fachkräfte im Umfeld der Siemensstadt unterbringen und ist Teil der Entwicklung des Luxwerk-Areals.

Das Bonn Marriott am World Conference Center Bonn wechselt die Marke. Ab Juni 2026 wird das Hotel als Radisson Blu geführt. In Zusammenarbeit mit der Invite Group wird das Haus als Standort für Geschäfts- und Freizeitreisende positioniert.

Accor forciert das Wachstum der eigenen Kollektionsmarken und plant eine Steigerung des Portfolios um über 65 Prozent. Unabhängige Hotels sollen dabei von der globalen Vertriebsstärke profitieren, während sie ihre Eigenständigkeit bewahren.

Im Januar sind mehr als 333.000 Gäste nach Schleswig-Holstein gereist. Auch die Zahl der Übernachtungen legte laut Statistikamt Nord zu. Auch in Hamburg meldeten die Hotels und Pensionen im Januar einen Anstieg.