Immer weniger Bibeln in deutschen Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Die Zeiten, in denen in jedem Nachttisch eine Bibel zu finden war, sind lange vorbei. Viele Hotels in Deutschland legen gar keine Bibeln mehr aus, wie nun eine Umfrage der evangelischen Nachrichtenagentur idea ergab: 

So gebe es bei NH weder Bibeln noch andere religiös-weltanschauliche oder lebensberatende Bücher in den Gästezimmern. Wenn die Gäste dies wünschten, würden sie aber gerne nach Bedarf zur Verfügung gestellt, erklärte eine Sprecherin. Bei Steigenberger gehörten die Bibeln noch bis 2015 zur Standardausrüstung, in den neuen Häusern seien sie in der Regel aber nicht zu finden. Anders sieht es bei Maritim aus. Dort gebe es die Schrift noch in jedem Zimmer in den Nachttischschubladen, dies sei „eine sehr alte Tradition". 

Der Internationale Gideonbund, der die Bibeln verteilt, mache laut idea sehr unterschiedliche Erfahrungen mit den Hotelketten. Während die Marriott-Gruppe dem Auslegen „sehr wohlwollen“ gegenüberstehe, verhalte sich zum Beispiel die Accor-Gruppe grundsätzlich ablehnend. Der Gideonbund verteilte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr rund 30.000 Bibeln an deutsche Hotels. Vor zehn Jahren waren es noch 10.000 Exemplare mehr. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.