Kein Schmerzensgeld für Sturz in der Hotel-Badewanne

| Hotellerie Hotellerie

Ein Sturz beim Aussteigen aus der Badewanne eines Hotelzimmers zählt zum allgemeinen Lebensrisiko. Der Reiseveranstalter kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden, entschied das Landgericht Frankfurt und wies damit die Klage einer Urlauberin ab. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Bei dem Streit ging es um den Mann der Klägerin, der in einem Hotel auf Teneriffa beim Ausstieg aus einer Dusch-Badewanne gestürzt war und sich die Rippen gebrochen hatte. Er wurde nach einer stationären Behandlung vor Ort nach Deutschland ausgeflogen und kam dort in ein Krankenhaus, wo er eine Woche behandelt wurde.

Der Mann gab an, er habe sich beim Aussteigen aus der Wanne an einem Griff festgehalten, der nicht verankert gewesen und aus der Wand gebrochen sei - daher der Sturz. Vom Veranstalter verlangte das Ehepaar deshalb Schmerzensgeld, eine Minderung des Reisepreises und eine Entschädigung wegen entgangener Urlaubsfreude.

Das Gericht wies die Klage ab - und zwar wegen der Beschaffenheit des Griffes. Die schräge Halterung habe sich auf einer Höhe von 60 Zentimetern befunden und daher nur dem Aufstehen gedient. Sie sei nicht dazu da gewesen, beim Ausrutschen einen Sturz zu verhindern. Daher sei es egal, ob der Griff ordnungsgemäß verankert gewesen sei. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.