Lindner Hotels-Gründer Otto Lindner gestorben

| Hotellerie Hotellerie

Die Lindner Unternehmensgruppe hat bekannt gegeben, dass Otto Lindner (sen.) im Alter von 90 Jahren am Morgen des 1. Januar 2020 in der Schweiz verstorben ist. Der erfolgreiche Architekt und Unternehmensgründer hinterlässt Ehefrau Gerda Lindner, fünf Söhne, 16 Enkel und drei Urenkel.

Bis zuletzt beschäftigte sich Otto Lindner noch täglich mit seinem Architekturbüro, der Lindner Architekten KG, im Lindner Congress Hotel in Düsseldorf, das er 1959 gegründet hatte. Dies war sein persönliches „Baby“, während er die daraus entstandene Lindner Unternehmensgruppe schon vor 20 Jahren seinen fünf Söhnen übergeben hatte. Am Neujahrsmorgen starb er im Alter von 90 Jahren nach längerer Krankheit im engsten Familienkreis.

Mit der Gründung der Lindner Architekten startete Otto Lindner seine erfolgreiche Karriere als Unternehmer: die familiengeführte Lindner Unternehmensgruppe besteht bis heute aus ganzheitlich in der Immobilienwirtschaft tätigen Unternehmen mit zahlreichen Aktivitäten in der Hotellerie und im Immobilienbereich, darunter die Lindner Hotels AG und die Gebau GmbH.

Als Architekt hat Otto Lindner sichtbar das Düsseldorfer Stadtbild geprägt: Aus der Feder der Lindner Architekten stammen unter anderem der neugestaltete Kirchplatz, das Gebäude-Ensemble der ehemaligen West LB, die Erweiterung der Traditionsbrauereien Uerige und Schlüssel, die Restaurierung des Ostflügels von Schloss Benrath und die Neugestaltung des Restaurants im Düsseldorfer Rheinturm. Entscheidend mitgewirkt hat das Architekturbüro an den Entwürfen des WDR Studios im Medienhafen, des Kö-Bogens und des ISS Domes. Zudem hat Architekt Otto Lindner auch einige der von der Lindner Hotels AG betriebenen Immobilien selbst entworfen. So beispielsweise das Lindner Congress Hotel, das Mutterhaus der Hotelgruppe, am Düsseldorfer Seestern, die Boardinghäuser Lindner Messe Residence und Lindner Rhein Residence in Düsseldorf und das im Allgäu gelegene Lindner Parkhotel & Spa.

Die private Leidenschaft von Otto Lindner galt dem Schwimmsport. So ist auch die Geschichte des Düsseldorfer Schwimmsports ab dem Zweiten Weltkrieg aufs Engste verbunden mit dem Namen Lindner. Insgesamt 17 Jahre war Otto Lindner erster Vorsitzender des DSV 98. Heute firmiert der Traditionsverein nach Fusion unter dem Namen Düsseldorfer Schwimmclub 1898 und hat als ersten Vorsitzenden mit Dirk Lindner nun bereits den dritten aus der Familie Lindner.

Ab Mitte der 50er Jahre sorgten die „Düsseldorfer Puten“ für Schlagzeilen im deutschen Schwimmsport, dazu zählte damals auch Gerda Horsten, die nun in großer Dankbarkeit auf 61 Jahre Ehe als Gerda Lindner zurückblickt. Neben fünf Söhnen und ebenfalls sehr erfolgreichen Wasserball-Recken, haben die beiden 16 Enkel und drei Urenkel.

Otto Lindner wurde am 27. April 1929 in Düsseldorf geboren. Von 1943 bis 1946 absolvierte er eine Maurerlehre, schloss anschließend eine Bauzeichnerlehre mit Fachhochschulreife ab und studierte bis 1952 Architektur an der Staatsbauschule Wuppertal und Idstein im Taunus.

„Wir werden nicht nur unseren Vater schmerzlich vermissen, sondern verlieren auch den prägendsten Ratgeber für die Entwicklung unserer Unternehmensgruppe“, so die fünf Söhne von Otto und Gerda Lindner.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

DIRS21 und ibelsa laden zur dritten Auflage des Branchenevents Hotelrizon am 18. Juni 2026 an den Blackfoot Beach nach Köln ein. Die Veranstaltung richtet sich gezielt an Hoteliers und Entscheider in der Privathotellerie und bietet einen praxisnahen Überblick über die neuesten Technologien und Strategien im modernen Hotelbetrieb.

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group hat das Falkensteiner Resort Capo Boi auf Sardinien übernommen. Nach zehn Jahren als Betreiber geht die Anlage nun vollständig in den Besitz des Unternehmens über.

Mit der Eröffnung von Terminal 3 am Flughafen Frankfurt hat das IntercityHotel einen neuen Standort direkt am Terminal in Betrieb genommen. Das Unternehmen verweist auf kurze Wege und ein Eröffnungsangebot für Gäste.

Mainz plant die Einführung einer Beherbergungsabgabe ab Juli 2026. Der Stadtrat entscheidet Anfang Mai über die Maßnahme, mit der zusätzliche Einnahmen für touristische Ausgaben erzielt werden sollen.

IHG Hotels & Resorts übernimmt elf europäische Standorte der Marke Pentahotels und wandelt diese bis 2027 in eigene Marken um. Das Projekt umfasst über 1.800 Zimmer in Deutschland, Belgien und Frankreich.

Accor erweitert die Präsenz in der Schweiz durch die Vertragsunterzeichnung für das Hotel Aeschi Interlaken. Das Haus im Berner Oberland soll nach einer Renovierung im Sommer 2026 als Teil der Handwritten Collection eröffnen.

Am 1. Mai 2026 eröffnet in Tornow das neue Beherbergungskonzept Greenview mit sechs Design-Chalets aus Holz. Das von den Brüdern Christian und Marko Schneider initiierte Projekt im Ruppiner Seenland setzt auf naturnahe Erholung und moderne Architektur.

Das Jumeirah Burj Al Arab in Dubai steht vor seiner ersten großen Restaurierung seit 1999. Unter der Leitung von Tristan Auer ist ein 18-monatiges Programm geplant, um das markante Gebäude zu modernisieren.

Teaser: Scandic eröffnet im August 2026 ein weiteres Hotel in Berlin. Das Scandic Charlottenburg umfasst 214 Zimmer und ist der dritte Standort der Gruppe in der Hauptstadt. In dem Gebäude war vormals das Abba-Hotel unter gebracht.

Der Serviced-Apartment-Markt in Deutschland erlebt einen Strukturwandel: Erstmals dominieren Freizeitgäste das Segment, während sinkende Tagesraten und steigende Betriebskosten die Betreiber fordern. Dennoch bleibt der Expansionsdrang hoch.