Mandarin Oriental übernimmt im Hôtel Lutetia

| Hotellerie Hotellerie

Mandarin Oriental übernimmt offiziell das Management des Hôtel Lutetia in Paris und präsentiert das Haus nun als Mandarin Oriental Lutetia, Paris. Mit dem Zuwachs verstärkt das Unternehmen seine Präsenz in der Stadt mit einem zweiten Hotel.

Die feierliche Eröffnung fand in Anwesenheit von Laurent Kleitman, Group Chief Executive von Mandarin Oriental, weiteren Mitgliedern des Senior Leadership Teams, der Familie Akirov als Eigentümer des Hotels sowie General Manager Jean Pierre Trevisan statt.

„Heute schlagen wir ein neues Kapitel für Mandarin Oriental auf, indem wir dieses ikonische Pariser Wahrzeichen offiziell in unser Portfolio aufnehmen. Neben unserem geliebten Haus an der Rue Saint-Honoré feiern wir mit dem Mandarin Oriental Lutetia, Paris nicht nur das reiche Erbe der Rive Gauche, sondern auch unsere Vision für die Zukunft der Luxushotellerie, wo Geschichte, Kultur und legendärer Service zu unvergesslichen Erlebnissen verschmelzen. Unsere doppelte Präsenz in Paris ist Ausdruck unseres tiefen Engagements für diese ikonische Stadt", so Laurent Kleitman, Group CEO.

„Familie Akirov ist stolze Eigentümerin des Lutetia, Paris ist Lutetia, und Lutetia ist Paris! Wir sind dem Erfolg dieses Hotels zutiefst verpflichtet, das zu den führenden Palaces in Paris und zu den renommiertesten Hotels Europas zählt. Wir freuen uns, dass Mandarin Oriental das Management übernimmt. Wir teilen eine gemeinsame Vision für das Lutetia: sein Erbe und seinen Geist zu bewahren und gleichzeitig neue Maßstäbe zu setzen. Seit seiner Wiedereröffnung 2018 hat sich das Lutetia schnell zu einem der begehrtesten Palaces in Paris entwickelt. Wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit Mandarin Oriental, um diesen Weg fortzusetzen. Unser Dank gilt auch den treuen Gästen, den engagierten Reisebüropartnern und dem großartigen Team unter der Leitung von Jean-Pierre Trevisan", erklärte Georgi Akirov, Eigentümer des Hotels.
 

Hotel mit Geschichte

Das 1910 von der Familie Boucicaut, den Gründern von Le Bon Marché, ins Leben gerufene Hôtel Lutetia ist seit jeher ein Symbol für Pariser Eleganz und kulturellen Geist. Mit seiner Mischung aus Art Nouveau und Art Déco wurde das Hotel zum Treffpunkt der intellektuellen und künstlerischen Elite der Stadt. Gäste wie Picasso, Matisse, Charles de Gaulle und James Joyce, der hier Teile von „Ulysses“ vollendete, prägten seinen Ruf.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus von den Besatzungstruppen requiriert und diente nach der Befreiung als Zufluchtsort für Rückkehrer aus den Konzentrationslagern, ein Kapitel, das seiner Geschichte besondere Bedeutung verleiht. Ikonen wie Sonia Rykiel, David Lynch und Serge Gainsbourg prägten die jüngere Vergangenheit des Hauses als Treffpunkt kreativer Köpfe und internationaler Persönlichkeiten.

Als einziges Palace-Hotel auf der linken Seine-Seite wurde das Lutetia 2018 nach aufwändiger Restaurierung durch den Architekten Jean-Michel Wilmotte wiedereröffnet. Die Renovierung bewahrte das historische Erbe und ergänzte es um zeitgemäßen Luxus. 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.