Marius Tröndle übernimmt Hotel Auerhahn im Schwarzwald

| Hotellerie Hotellerie

Im Sommer 2022 soll das Hotel Auerhahn unter neuer Führung eröffnen, gibt Hoteldirektor Marius Tröndle bekannt. Bis dahin wird das Gebäude renoviert. Den Gästen des Auerhahns stehen dann 64 Zimmer zur Verfügung, außerdem ein erneuerter Wellnessbereich mit Sauna, eine Hotelbar im neu errichteten Wintergarten sowie zwei Restaurants – eines exklusiv für Hotelgäste und eine Vesperstube, die auch Tagestouristen beherbergen wird.

Eine klassische Zielgruppe hat das Haus nicht. Viel mehr soll es in der Region zur besten Adresse für alle werden, denen Kulinarik und die Natur des Schwarzwaldes am Herzen liegen. Um den Schluchsee voll erlebbar zu machen, bietet das Hotel zahlreiche Gelegenheiten für Aktivurlauber: etwa können sich die Gäste Bretter zum Stand-up-Paddling und E-Bikes ausleihen aber auch Yogastunden am Seeufer wahrnehmen und an geführten Wandertouren durch die Berglandschaft teilnehmen.

Bis zur Eröffnung soll der Charme des etwas in die Jahre gekommenen Traditionshauses aufgefrischt werden. So wird die derzeitige Rauputz-Fassade einer edlen Holzvertäfelung weichen. Einen bewussten Kontrast stellen die komplett neu designte Lobby sowie die zeitgenössisch gestalteten Zimmer dar, die in gedeckten Sand- und Blaugrautönen die dynamische Gangart des neuen Auerhahns unterstreichen sollen.

„Aus Schwarzwald-Barrock wird Schwarzwald-Modern“, beschreibt es Hoteldirektor Tröndle, der aus dem Hochschwarzwald stammt und dessen Familie schon im 18. Jahrhundert im Besitz des Gasthofs Auerhahn war. Nachdem das alte Hotelgebäude in den 1980er-Jahren leider nicht mehr zu retten gewesen war, errichtete Tröndles Großvater Meinrand im Jahr 1990 als Architekt und Bauherr den heutigen Auerhahn. Keiner der Tröndles war zu dieser Zeit Hotelier, weswegen das Hotel in die Hände von Pächtern gegeben wurde. „Es war aber schon immer der Traum der Familie, den Auerhahn auch mal wieder selbst zu führen“, erinnert sich Marius Tröndle, der diesen Traum in Erfüllung gehen lässt – ganz zum Stolz seiner Großmutter.

Obwohl man dem neuen Hotel Auerhahn eine gewisse Mondänität nicht absprechen kann, ist der Schwarzwald ein fester Bestandteil des Konzepts, besonders kulinarisch. Die Produktvielfalt der Region mit ihren zahlreichen Kleinbauern ist beeindruckend und soll das Rückgrat für die verschiedenen Gastronomie-Outlets bilden. Dass die Nachfrage nach regional verwurzeltem Genuss am Schluchsee vorhanden ist, zeigt der Erfolg der Mühle, einem kleinem Boutiquehotel im Schwarzwälder Landhausstil, das Tröndle schon 2019 nur ein paar Kilometer vom Auerhahn entfernt eröffnete.

Zuvor hatte Tröndle eine Lehre zum Koch und zum Hotelfachmann in der Spitzengastronomie sowie die Hotelfachschule im Züricher Belvoirpark absolviert. Und auch am nächsten Schritt wird bereits gefeilt: in den kommenden Jahren soll im Auerhahn zusätzlich ein Gourmet-Restaurant eröffnen, die das Hotel Auerhahn aber auch die Region und den Schluchsee um einen kulinarischen Gipfel bereichern soll.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.