Marriott plant 2.700 neue Zimmer in Saudi-Arabien

| Hotellerie Hotellerie

Marriott International und Al Qimmah Hospitality, eine Tochtergesellschaft von BinDawood Investment, haben eine Vereinbarung über fünf neue Hotelprojekte in Saudi-Arabien unterzeichnet. Die Expansion umfasst mehr als 2.700 zusätzliche Zimmer in den Städten Dschidda, Mekka und Medina. Die Zusammenarbeit sieht den Einsatz von vier verschiedenen Marken vor, darunter das Debüt von Four Points Flex by Sheraton im Königreich.

Strategische Erweiterung des Portfolios

Die Vereinbarung zielt darauf ab, die wachsende Nachfrage nach Unterkünften in den touristischen Zentren Saudi-Arabiens zu bedienen. Dr. Abdulrazzaq BinDawood, Vorsitzender von Al Qimmah Hospitality, betont, dass die Investitionen das Vertrauen in die Position des Landes als führendes Tourismusziel widerspiegeln. Die neuen Hotels sollen das Reiseerlebnis für lokale und internationale Gäste verbessern und den Standort als globalen Knotenpunkt stärken.

Karim Cheltout, Senior Vice President – Development, Middle East & Africa bei Marriott International, bezeichnet insbesondere die Unterzeichnung des ersten Four Points Flex by Sheraton als Meilenstein. Das Unternehmen sieht erhebliches Potenzial für das Wachstum seiner Marken im mittleren Preissegment innerhalb des Königreichs. Marriott blickt in Saudi-Arabien auf eine über vier Jahrzehnte lange Geschichte zurück und betreibt dort aktuell 44 Häuser mit über 11.000 Zimmern.

Die geplanten Hotelprojekte im Detail

Die Kooperation umfasst Projekte in verschiedenen Segmenten, von Langzeitunterkünften bis hin zu Angeboten in zentralen Lagen religiöser Stätten:

  • JW Marriott Jeddah, The Apartments: An der Jeddah Corniche Road entstehen 356 Studios und Apartments mit bis zu drei Schlafzimmern. Das Objekt richtet sich an Langzeitreisende und bietet voll ausgestattete Küchen, mehrere Restaurants, ein Fitnesscenter sowie einen Kinderclub. Es befindet sich in direkter Nachbarschaft zum bereits angekündigten JW Marriott Hotel Jeddah.

  • Four Points by Sheraton Shesha, Makkah: Mit 1.030 Zimmern wird dieses Hotel in der Nähe der al-Haram-Moschee in Mekka errichtet.

  • Four Points by Sheraton Madinah King Fahd Road: Dieses Haus in Medina wird über 800 Zimmer verfügen und nahe der Prophetenmoschee liegen. Beide Four Points Hotels setzen auf gastronomische Konzepte wie „Grab n’ Go“ und Tagungseinrichtungen.

  • Element Madinah Sultana Road: Das Hotel ist auf Kurz- und Langzeitaufenthalte spezialisiert und umfasst 136 Studios und Apartments mit Küchen. Zum Angebot gehören ein Fitnesscenter sowie ein Fokus auf gesunde Verpflegungsoptionen.

  • Four Points Flex by Sheraton Madinah Hijrah Road: Dieses Projekt markiert den Einstieg von Marriott in das Midscale-Segment in Saudi-Arabien. Das Hotel im Stadtteil Al Amariyah wird 450 Zimmer bieten und konzentriert sich auf eine effiziente Gästeerfahrung mit Fokus auf grundlegende Serviceleistungen.

Zitate zur Kooperation

„Unsere fortgesetzten Investitionen in den Gastgewerbsektor des Königreichs spiegeln unser Vertrauen in die Position Saudi-Arabiens als führendes Tourismusziel wider“, erklärt Dr. Abdulrazzaq BinDawood. „Diese neuen Hotels reagieren auf die steigende Nachfrage nach Unterkünften und unterstreichen unser laufendes Engagement, die Reiseerlebnisse für lokale, regionale und internationale Reisende zu verbessern.“

Karim Cheltout ergänzt: „Während wir weiterhin Möglichkeiten sehen, unsere Präsenz in allen Segmenten zu diversifizieren, markiert die Unterzeichnung unseres ersten Four Points Flex by Sheraton einen spannenden Meilenstein, und wir sehen großes Potenzial für den weiteren Ausbau unserer Midscale-Marken im gesamten Königreich.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Am 14. März 2026 präsentiert die Munich Hotel Alliance im Munich Marriott Hotel City West den dritten „Taste your Future Day“. Das preisgekrönte Event bietet Schülern und Interessierten interaktive Einblicke in die Karrierewege der Münchner Luxushotellerie – vom Sushi-Kurs bis zum Bewerbungscheck.

Nach der abrupten Schließung des Congress Hotels Chemnitz kämpft die Belegschaft um ihre Zukunft. Mit einer eigenen Bewerbungsoffensive bei 15 Hotelgesellschaften und breiter Unterstützung aus der Bevölkerung sucht das Team nun aktiv nach einem neuen Investor für das geschichtsträchtige Hochhaus.

Campingplätze, Hotels, Pensionen und Anbieter von Gästezimmern in Nordrhein-Westfalen verzeichneten 2025 Zuwächse. Und das nach dem Rekordjahr 2024 mit der Fußball-EM im eigenen Land.

Direkt am Pazifik-Strand von Surfers Paradise soll ein Trump-Tower entstehen – mit Rekordanspruch: Das Hotel soll der höchste Wolkenkratzer Australiens werden.

Airbnb baut seine Plattform zu einem KI-basierten System um. Durch den Einsatz intelligenter Sprachmodelle sollen die Suche personalisiert, der Kundensupport automatisiert und die internen Abläufe effizienter gestaltet werden.

Das Hotelprojekt Seegut in Bad Wiessee erreicht den nächsten Meilenstein. Während die Rohbauarbeiten am Tegernsee im Zeitplan liegen, kündigt der Investor die Unterzeichnung des Managementvertrags mit einem Hotelbetreiber für Ende Februar an.

Wyndham Hotels & Resorts vermeldet für 2025 ein Rekordjahr beim Zimmerwachstum, während der rückläufige RevPAR dämpfend wirkte. Gleichzeitig sorgen die Insolvenz der Revo Hospitality Group und Wertminderungen auf die Marke Vienna House für erhebliche Belastungen in der Bilanz.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stützt die Umsatzentwicklung der US-Hotellerie. Während der Gesamtmarkt nur moderat wächst, rechnen Analysten in den Austragungsstädten mit zweistelligen RevPAR-Zuwächsen in den Sommermonaten.

Airbnb führt in Deutschland die neue Funktion „Jetzt buchen, später bezahlen“ ein. Damit können Gäste Unterkünfte mit flexiblen Stornierungsbedingungen reservieren und erst kurz vor Ablauf der Frist bezahlen, was insbesondere die Planung von Gruppenreisen erleichtern soll.

Die Insolvenz der Revo Hospitality Group hat die deutsche Hotellerie in Mark und Bein erschüttert. Dirk Iserlohe, Aufsichtsratsvorsitzender der Dorint-Hotelgruppe, hat sich in zwei öffentlichen Statements zu Wort gemeldet. Doch beim Vergleich seiner Analysen zeigt sich ein bemerkenswerter kommunikativer Spagat zwischen interner Manöverkritik und politischem Lobbyismus.