Medienberichte: Airbnb führte Kaufgespräche mit HotelTonight

| Hotellerie Hotellerie

Airbnb hat Gespräche über einen möglichen Kauf der Hotelbuchungsplattform HotelTonight geführt, wie das Wall Street Journal unter Verweis auf mit den Verhandlungen vertraute Personen berichtet. Medien bezeichnen die Gespräche als „informell“ und „erkaltet“. Die Verhandlungen könnten aber wieder zum Leben erweckt werden.

Ein Kauf von HotelTonight würde Airbnb die Möglichkeit geben, Investoren Wachstumspotenzial aufzuzeigen und zu demonstrieren, dass sich die Plattform über ihr Kerngeschäft hinaus entwickelt, schrieb das Wall Street Journal.

Und tatsächlich würde ein Kauf von HotelTonight zum Bestreben von Airbnb passen, mehr Hotels auf die Plattform zu bekommen, um das Angebot von alternativen Unterkünften zu ergänzen. Auf der anderen Seite passt das Last-Minute-Geschäftsmodell von HotelTonight derzeit noch nicht wirklich zur Hauptzielgruppe von Airbnb, den Urlaubern. Andererseits versucht die Plattform bereits seit einigen Monaten im Geschäftsreise- und Meeting-Bereich Fuß zu fassen.

HotelTonight-Mitbegründer und CEO Sam Shank reagierte auf den Bericht mit einer Stellungnahme: „Wir haben solche Gerüchte seit unserer Gründung gehört und kommentieren sie nicht, aber ich kann Ihnen ein Update über HotelTonight geben. 2018 war ein großartiges Jahr für Hotel Tonight - wir waren profitabel.“

Hotel Tonight, gegründet 2010 und mit Sitz in San Francisco, sammelt „unverkaufte“ Hotelzimmer ein, und bietet diese bis zu sieben Tage vor Anreise vergünstigt seine Kunden an.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.