Mögliche Rezession trifft Hotels mit Investitionsstau am härtesten

| Hotellerie Hotellerie

Die deutsche Wirtschaft stagniert: Die aktuellen Wirtschaftsdaten deuten auf eine drohende Rezession hin. Nach Jahren des starken Wachstums verzeichnen einzelne Branchen inzwischen deutliche Auftragsrückgänge. Treugast Solutions Group hat die aktuelle Wirtschaftslage der Hotelbranche analysiert und erwartet zwar weiterhin deutschlandweit Wachstum. Dieses wird jedoch von deutlich geringeren Steigerungsraten gekennzeichnet sein.

„Eines ist klar: Die Jahre der starken Wachstumsraten sind vorbei“, erklärt Michael Lidl, Geschäftsführender Partner Treugast Solutions Group. „Vereinzelt wird es auch zu Rückgängen kommen, insbesondere auf Märkten, in denen das Angebot innerhalb der nächsten drei Jahre um mehr als 30 Prozent wächst. Städte wie Hamburg oder Heidelberg zeigen dies bereits in den Performance-Daten, weitere Städte wie Düsseldorf, Freiburg oder Regensburg werden folgen.“ 

Kein Grund zur Sorge bestehe für gut am Markt eingeführte, zeitgemäße Betriebe. Anders sieht es in den kommenden fünf Jahren bei Hotels aus, die weiterhin mit hohen Wachstumsraten gerechnet haben oder die vergangenen Jahre nicht für Investitionen genutzt haben. „Diese Betriebe werden in den nächsten Jahren zu kämpfen haben“, so Michael Lidl weiter.

Der Hotel-Experte warnt allerdings vor Panikmache: „Insgesamt befindet sich die Konjunktur nicht im freien Fall und wir sehen in der aktuellen Marktentwicklung auch kein Krisen-Szenario. Aber anders als noch in den vergangenen zehn Jahren wird in den nächsten fünf Jahren nicht alles Gold sein, was glänzt.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.