Nach Bürgerentscheid - Schlierseer Hof schließt im November

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Nach dem Nein der Bürgerinnen und Bürger zu einem größeren Neubau des Hotels Schlierseer Hof macht das jetzige Hotel im November dicht. Die Inhaberfamilie de Alwis ließ via Soziale Medien wissen, dass sie das Hotel schließt „Den Winter über haben wir auf jeden Fall zu“, sagt Junior-Chef Marcel de Alwis. Nach dem verlorenen Bürgerentscheid um die Neubaupläne benötige er erst einmal eine Auszeit.

In Schliersee läuft seit Jahren eine Diskussion um den Neubau des in die Jahre gekommenen Schlierseer Hofes. Im Mai hatten sich die Schlierseer in einem Bürgerentscheid gegen den umstrittenen Bau in der geplanten Form ausgesprochen. Laut vorläufigem Ergebnis des Bürgerentscheids votierten 2115 Bürger dafür, dass beim geplanten Neubau die jetzige Größe der Bebauung nicht wesentlich überschritten werden soll. 1656 Bürger stimmten dagegen.  

„Schliersee hat klar Nein zum Fortschritt gesagt“, sagte Hotelier Marcel de Alwis damals. „Die Entscheidung trifft uns natürlich hart.“

Ganz aufgegeben hat de Alwis seine Hotelpläne aber noch nicht. Er wolle den Leuten, auch denen, die dagegen waren, gerne zeigen, wie schön ein tolles Hotel sein könne. Im aktuellen Zustand bereite ihm der Schlieerseer Hof aber keine Freude. Jetzt schließt das Hotel zunächst im Winter. De Alwis will dann abwarten, was sich im Ort etwas tue.

Der Neubau sollte 55 Millionen Euro kosten. Allein die bisherige Planung für den Bau habe drei Millionen Euro verschlungen, so de Alwis.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens von der Bürgerinitiative Schlierseer Hof hatten kritisiert, das geplante Gebäude sei mit rund 90 Meter Länge und knapp 24 Meter Höhe zu groß und zu wuchtig. Man wolle keine überdimensionierten Gebäude, die das Ortsbild zukünftig prägten und weitere Investorenwünsche weckten. 


 

 

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